6:42
Guten Abend. Zunächst Technisches: Cover it live hat einen Export implementiert, der Inhalt kann nach dem Livebloggen auf das eigene Blog geschaufelt werden. So weit, so gut, die Probleme: Keine Umlaute, verwendete Bilder falsch verlinkt. Aussehen tut das ganze dann in etwa so.

Aber immerhin gibt es jetzt die Funktion. Ich werde die Beiträge dennoch vorläufig auf eine seperate Seite setzen, mit copypaste gehts ja auch irgendwie. So, und jetzt ab zum Sandmann.

7:29
Wen interessiert schon die Sportschau. Viel schlimmer: Der Kika hat Laura Stern abgesetzt.
7:51
Auf dem WDR2-Pokalstream besingt Sting ein wenig spät den brandnewday.
7:56
Frau Töpperwien bejubelt das Halbzeit-2:2 der Bayern in Wuppertal, obwohl die ja gar nicht in Wuppertal spielen. Außerdem zur Häfte vorbei:
Aachen-1860 2:0
Hoffenheim-Hansa 1:0

7:59
Das Bayernspiel hat eine Viertelstunde später angefangen, weil die Wuppertaler sich in und auf Schalke noch nicht so gut auskennen. Klose mit zwei Toren, Wuppe legte zwei Mal nach.
8:10
Dortmund-Bremen fängt später an. Die Werder-Profis haben auf dem Weg ins Stadion eine spontane Autogrammstunde an einer Körriwuastbude gegeben – gegen Geld. Der leicht defizitäre Carlosalbertodeal muss schließlich irgendwie aufgefangen werden.

Vielleicht stehen sie aber auch im Stau.
8:12
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Unschön, sowas! Enrico Kern trifft in Hoffenheim zum Hansa-Ausgleich.
8:14
Die Bremer Proffis sind jetzt im Stadion. Noch ein paar Wärmekissen auf die staugeplagten Beine, und mit ein paar Minuten Verspätung wird es dann losgehen.
8:19
Ich glaube, die Mundmuskeln von Thomas Schaaf sind unterentwickelt. Beim Sprechen öffnet er die Lippen gerade so weit, um die stimmbändig produzierten Schallwellen entfleuchen zu lassen.
8:22
Die Partie heute diegolos. Allofs hatte doch nur Schiss, dass nach der Klopperei im Hinspiel seiner Rentenversicherung der Fingernagel bricht.
8:23
Delling: Dann die Meldung, Michael Lehmann isses. Dann wieder nicht. Woran …
Zorc: Jens. Jens Lehmann.
8:27
Bayern führt auf Schalke gegen Wuppertal mit 3:2. Van Buyten mit dem Kopf. Kurz darauf erstaubt Toni Luca die Entscheidung. Bayern gewinnt das Spiel kurz nach dem Wiederanpfiff mit 4:2 oder höher, und die ARD hat richtig entschieden, dieses nur eine Halbzeit lang offenbar hochspannende Davidgoliathduell nicht live zu übertragen.
8:30
Hoffenheim führt durch ein Orestes-Eigentor gegen Rostock mit 2:1.
8:34
BVB: Ziegler – Dede Kovac Amedick Rukavina – Kringe Kehl Tinga Federico – Valdez Klimowicz
Werder: Wiese – Tosic Naldo Mertesacker Pasanen – Baumann Borowski Jensen Hunt – Klasnic Rosenberg
8:42
1860 Münchens Kapitän Schwarz trifft in Aachen zum 1:2-Anschluss. Im Westfalenstadion tritt Rosenberg ganz klinsmannesk nach vertaner Chance in die Reklamepappe. Ich glaube übrigens, Sanyo hat damals mit mehreren Wagenladungen Champagner angestoßen, als der Jürgen in München zutrat. Hui, Ausgleich in Aachen. Die Löwen leben.
8:47
Der Fernsehzukucker hat einen streambedingten Zeitvorteil gegenüber dem Netzhörer von handvermuteten zweieinhalb Sekunden. Federico verfehlt das Werder-Tor nur knapp, auf der Gegenseite schafft Kringe fast ein Eigentor.

Und, mannomann, diese Löwen! 3:2! Die drehen das Spiel innerhalb von nicht mal zehn Minuten, unfassbar. Der Tivoli heute stark frustsaufgefährdet.
8:50
Ein Elfmeter für 1899, der Sieger im Hansa-internen Torwartduelle Stefan Wächter pariert. Aber egal, Rostock kann sich ganz auf das Nichtabsteigen konzentrieren – 1:2 in Hoffenheim.
8:52
Ivan Klasnic staunt so sehr über das intelligente Bremer Direktspiel, dass er eine 97-Prozentige vergeigt, indem er schlicht den Ball nicht treffen will. Is ruich geworden in Dortmund.
8:58
Mladen Petric macht den Diego und bedient Federico mit einem kühl-eleganten Außenristgassenpass. Allerdings muss Tim Wiese auch dafür bestraft werden, dass er heute in furchtbarstem Lila aufgelaufen ist. 1:0 für Dortmund.
9:01
Bremen presst mit fünf Mann zwanzig Meter vor der Mittellinie. Auf BVB-Seite, wohlgemerkt. Logischerweise muss die Defensivkette dadurch aufrücken und sich steilpassanfällig machen. Angenehm übrigens, dass die Dortmunder Fans nicht permanent trommeln.
9:04
Erst jetzt ist mir aufgefallen, dass Tim Borowski auch mitspielt. Nationalmannschaft, ich weiß.
9:09
Es ist wie beim Amerikanischen Fußball: Meter für Meter ackert sich Werder gen Dortmund-Tor, Freistoß für Freistoß, Einwurf für Einwurf. Das geht schon fast zehn Minuten so. Wiese gibt derzeit Elle ein Interview.
9:11
Die Bremer Auswechselspielersnobs tragen Pelzkrägen an ihren Manteln.
9:22
Sehen Sie jetzt Ivan Klasnic in Der Stürmer, der den Ball nicht traf, Teil 2.
9:24
Die Synchronstimme von Robert Redford spricht seit neuestem den Bitburger-Spot. Das ist schlecht. Redford passt weder zu Bier noch zu Fußball.
9:30
Aus den tagesthemen:

Mit der Linkspartei will niemand sprechen.

9:34
Respekt. Otto Rehhagel sieht so aus wie vor gefühlten 50 Jahren, als er Werder noch trainierte. Tsatsiki soll ja jung halten.
9:49
Tom Bartels hat soeben knappe zwei Minuten gar nichts gesagt. Im Prinzip könnten wir hier gleich in die entscheidende Schlussphase übergehen.
9:59
Mladen Petric könnte aufgrund andauernder Torgefahr eigentlich schon jetzt zum Spieler des Spiels gekürt werden.
10:02
Almeida prüft die Festigkeit des linken BVB-Pfostens. Der hält. Diego ist jetzt auch da. Die Bremer Spieler plötzlich so komisch aufgeregt. Diego kladdert sich vor dem Betreten des Platzes seine Haare ganz nass. Eigentlich darf er das nicht, weil so leicht eine Erklältung entstehen kann.
10:11
Bremen war ohne Diego besser. Auch wenn zwei bis fünf Dortmunder sich auf den Dribbler stürzen, fühlen sich die Grünweißen genötigt, fast jeden Angriff über ihn laufen zu lassen, was die Schlussoffensive recht ausrechenbar werden lässt.

Auf der Gegenseite: Petric mit Distanzschuss. Wenn einer das 2:0, dann doch bitte er.
10:19
Kehl auf Klimowicz, 2:0. Im Gegenzug tackelt Kehl Mann und Ball, den Elfmeter verwandelt Diego knapp zum Anschluss. Das Spiel lebt wieder.

Zum Beweis der nächste Elfmeter, als Marc Ziegler den stürmenden Klasnic bodycheckt. Diego schiesst halbhoch scharf in die linke Ecke, wo Zieglers linke Hand das Stadion erfreut und den Ausgleich verhindert.
10:27
Tja, jetzt wirkt er mit seinen Pladdernasshaaren wie ein begossener brasilianischer Pudel, der Diego. Als Messias ins Spiel hineingefeiert, den Anschlusselfmeter verwandelt, den Ausgleich vermasselt. Bremen gönnt Dortmund die 1:8-Chance, über den Pokal im nächsten Jahr das internationale Fußballeuropa zu erreichen. Tom Bartels lobt zu Recht Herbert Fandel, in der Wiederholung sieht man, dass der gehaltene Elfer von Ziegler eher flach denn halbhoch geschossen und somit nicht einfach zu verhindern war, und ich bin jetzt raus. Gute Nacht.