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Spanien gegen Deutschland

23.36 Bauermann: „Spanier waren deutlich frischer … Erfreulich, dass unsere zweite Fünf es geschafft hat, wieder ins Spiel zu kommen … Ich glaube nicht, dass wir im Angriff ideenlos waren … Überhaupt kein Grund, nervös zu werden … Wenn wir gegen eine Zone von draußen auch mal treffen, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus … Auch ein Dirk Nowitzki ist beim siebten Spiel in zehn Tagen hoch ermüdet.“
Na dann, gute Erholung!
23.21 Am deutlichsten hat Pau Gasol die Kräfteverhältnisse des heutigen Abends kommentiert, als er den übermütigen Hookversuch Guido Grünheids erst mit einem Monsterblock und anschließend mit einem leicht arroganten Augenbrauzucken quittierte. 71:56 (Abpfiff)
23.15 So, jetzt noch etwas Positives: Niemand hat sich verletzt.
23.09 Die Partie ist entschieden. Bei den Wurfquoten ist die der Spanier noch die weniger schlechtere (41 zu 31 Prozent). Nowitzki wird geblockt, im Gegenzug alley-oopt Fernandez – Auszeit. 59:46 (35.)
23.04 Rodriguez muss nach 23,89 Sekunden von outaspace werfen – drin. Mit Brett. Schwache Freiwurfquote der Deutschen, irgendwas unter 70 Prozent.
22.56 Am beweglichsten bei den deutschen Angriffen sind noch die nimmermüden Fächer der Senoritas im Hintergrund, die mehr Luft bewegen als die weiß gewandete Ungefährlichkeit auf dem Parkett. 49:37 (drittes Viertel)
22.49 Mehrmals jetzt zu beobachten, dass ein deutscher Spieler einen verdammt freien Wurf schlicht verweigert. Sie werfen sie nicht, und wer nicht wirft, der kann auch nicht treffen. Jetzt zockt der Jagla schon von gefühlten zehn Metern, das ist offensive Ratlosigkeit pur.
22.44 Hamann verliert den Ball beim Aufbau, Fehlpass, Auszeit Bauermann nach einem 8:2-Lauf der Gastgeber. In der Pause übrigens eine schönes Spielerporträt-Zeitlupenmedley des spanischen Fernsehens, sollte man sich in Germanien mal abschauen. 40:32 (25.)
22.38 Die Trefferquoten aus dem Feld jeweils unter 40 Prozent. Nowitzki wird keine Sekunde ohne Doppeldeckung gelassen. Kaum Fastbreaks, und wenn, dann wie jetzt die Spanier auf und davon.
22.18 Huch, der Dirk erdunkt seine Punkte drei und vier. Calderon antwortet dreifach. Zur Halbzeit lupfen die Teams ein Stück weit ihr Visier, ballern aus allen Lagen. 31:28 (zweites Viertel)
22.11 Ach ja, Nowitzki spielt auch mit, verteidigt ganz gut. Die Spanier nun mit 9:3 Offensivrebounds, sie lassen es etwas gemütlicher angehen, wollen sich nur nicht verletzen, so scheint es. Garrett für drei, die Partie wieder offen.
22.06 Demirel umklammert Marc Gasol wie ein Äffchen am Bananenbrotbaum, die folgenden Freiwürfe flutschen nur so durchs Netz. Die Gastgeber mit einer beängstigenden Rebound-Klasse. 21:14 (16.)
22.03 Jagla (5) und Okulaja (6) punkten, zwei Steals von Adi – Deutschland wieder im Spiel. Spanien wechselt wie Sau und muss von ganz weit draußen schmeißen.
21.56 Gespenstische Atmosphäre in der eigentlichen Radrennbahn. Die Zuschauerränge liegen im Dunkeln und weit weg vom Feld – wie früher die Fußballstadien. Und die DBB-Auswahl geht hier gerade unter: 16:4 (erstes Viertel)
21.49 Die Deutschen tun sich schwer gegen dei Zonenverteidigung der Spanier. Gasol blockt Femerling, dann der Ballverlust – erste Auszeit Bauermann.
21.43 Erst nach 150 Sekunden die ersten Punkte, für Spanien. Nowitzki eröffnet für Deutschland per Freiwurf. 4:4 (6.)
21.38 Zunächst eine Schweigeminute für den heute verstorbenen Sevilla-Kicker Antonio Puerta. Kurz nach dem Tipoff noch eine Ehrung für Rudy Fernandez für dessen Leistungen in der vergangenen Saison. Dann geht es los im Velodrom von Palma de Mallorca.
21.33 Bauermann startet mit Hamann, Greene, Okulaja, Nowitzki, Femerling. Beim Weltmeister fehlt Juan Carlos Navarro, ihm zwickt die Leiste.
21.30 So, ich habe die F3-, Escape- und Pos1-Taste umgeschult und trete zum letzten Testspiel vor der am Montag beginnenden Europameisterschaft wieder mit kompletter Tastatur an.

England gegen Deutschland

22.00 So, nun wieder vom Festnetz. Das Laptop-Keyboard ist mir ordentlich abgeschmiert, das e, das c und das d habe ich schon verloren, ich weiß nicht, wie viele Buchstaben ich durchbringen kann. Na jedenfalls Pander per Distanzschuss zum 2:1, und Owen trifft das leere Tor nicht, was genau so blöd ist wie ein Klapprechner mit ohne komplett funktionierender Tastatur. Ich bin raus.
21.40 So bloggn ohn inig Buhstabn ist ja auh irgnwi oof. shalb von minr Sit sofortigr Spilabbruh.
21.33 Deshalb ist diese Partie ein Klassiker: Hitzlspergers Schuss kann Robinson nur abprallen lassen. Der Ball fast schon wieder kalt. Flanke von außen, die sich überraschend in Richtung Tor dreht. Robinson lässt erneut abprallen, Kuranyi sagt danke – 1:1! Ganz verrücktes Tor in der 26. Minute.
21.30 Erste ordentliche Aktion der Roten (hihi): Metzelder köpft nach Panders Eckball anderthalb Meter neben das Tor. Hitzlsperger versucht es kräftig aus der Distanz. Die englischen Fans erfreuen sich im Moment mehr an ihren feiernden Fans.
21.26 Lahm mit dem Spielaufbau überfordert. Trochowski lässt sich tackeln. Pander hat erneut seine Mühe mit Richards. Schneider schießt Kuranyi an, der Ball prallt ins Aus. Der trübselige braunschwarzgraue Schal von Käpt‘n Löw drückt die derzeitige deutsche Fußballbefindlichkeit vielleicht am besten aus.
21.18 Philipp Lahm – eins, Joe Cole Nuuuulll! Erster Zweikampftriumph für das neue 6er-Talent mit dem Lausbubengesicht. In der 9. Minute vernascht Richards den dösbatteligen Pander auf rechts, fixer Pass zu Lampard, der die Pille von der Strafraumgrenze in die kurze Ecke zementiert – 1:0 für England. Das ist definitiv nicht Jens Lehmanns Monat.
21.11 Was war das? Der 19-jährige Richards überspringt Hitzlsperger bei einem Kopfballduell. Und ich meine überspringen. So eine Aktion mit einem Basketball – und Richards würde garantiert in den nächsten NBA-Highlights-of-the-week auftauchen
21.08 Die Spieler sind mittlerweile gut durchgeregnet, also Anpfiff. Die trikottechnisch erröteten Deutschen überstehen einen ersten Beckham-Freistoß.
21.00 Alle offiziellen Weißhaarköpfe haben jetzt allen aktiven Spielern die Patschehändchen geschüttelt. Die Balljungen und -mädchen können sich ein Lächeln nicht verkneifen, als ein irisch anmutender Tenor die deutsche Nationalmannhymne versucht. Angela Merkel in – orange?
20.55 Die Aufstellungen:

Robinson – Shorey Terry Ferdinand Richards – J. Cole Carrick Lampard Beckham – Owen Smith
Lehmann – Pander Metzelder Mertesacker Friedrich – Lahm – Trochowski Schneider – Hitzlsperger Odonkor – Kuranyi

Ein klassisches 442 empfängt das Löwsche 451-Experiment. Lahm gibt den Frings. Und Steffen Simon sieht aus wie DJ Bobo, das mit dem Sonnenstudio sollte der Mann lassen.
20.45

Man kriegt von Philipp Lahm immer das, was man in ihn hineininterpretiert.

Mit diesem hochphilosophischem Statement von Günter „Aristoteles“ Netzer wünsche ich allen Unverletzten einen guten Abend.


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EM-Warmup: Deutschland vs. China

4. Viertel 88:55. Am Ende bekam jeder noch mal seine 15 Sekunden Ruhm: Jagla slamt, Roller dreiert, und Sensley mit der Schlusssirene zum 33-Punkte-Vorsprung. Gute Vorstellung, Herr Löw hätte seine Freude gehabt mit dem teils recht schnellen One-Touch-Play der Bauermann-Baller in der Offensive und der für ein Test hin und wieder sehr aggressiven Verteidigung. Richtig los gehts dann am 3. September. Man liest sich.
3. Viertel 62:39. Center-Backup Jagla schon mit vier Fouls. China ohne Yao Ming. Deutschland mit der nötigen Konzentration und deswegen ohne Probleme, die Partie im Griff zu behalten. Am Sonntag folgt der zweite Test gegen die Chinesen.
21:40 58:34. Ergänzungsspieler Julian Sensley führt sich mit einem sauberen Alley oop nach sensiblem Hamann-Pass in die Nationalmannschaft ein. China jetzt mit mehr Zug in die Zone, ohne aber dabei Punktebäume auszureißen.
2. Viertel 44:22. Zum Schluss noch einmal die Start-Fünf auf dem Hamburger Parkett: Hamann – Greene – Okulaja – Nowitzki – Femerling. Die Roten haben die letzten knapp drei Minuten nicht einen vernünftigen Wurf mehr bekommen, viele Pässe landen in einer flinken deutschen Hand. Randnotiz: Nowitzki verwirft zwei Freiwürfe.
1. Viertel 20:14. Solides Spiel gegen einen durchschnittlichen Gegner. Viele Distanzwürfe hüben wie drüben, selbst die großen Chinesen müssen die Kugel von ganz weit weg schmeißen.
20.30 Erste Auszeit. Deutschland führt mit 13:3. Zwei Dreier Greene, Nowitzki ebenfalls für drei, dazu ein Fastbreak und ein Hamann-Jumper – die Weißhemden sind im Spiel.

Stuttgart gegen Schalke

Nachtrag nächster Tag: Die SZ hat ihre Überschrift hier abgeschrieben.
22.40 Ich lese schon jetzt die orgasmiastischen, übermannsgroßen Schlagzeilen von morgen: Bundesliga so attraktiv wie nie und ähnlicher Unfug.

Stuttgart gegen Schalke 2:2, Fußball, wie er sein muss. Zwei Eigentore. Ein Elfmeter. Fandel. Slomka zockt zu defensiv, Veh wechselt zeitlich ungeschickt. Schalke oder Stuttgart verlieren zwei Punkte im Meisterschaftsrennen. Aber der Bügelkorb ist kaum leerer geworden – was‘n Kompliment. Bis neulich.
22.25 Eigentor-Hilbert überall. Pardo jetzt auch vergelbt. Und ich lege mich mal fest: Ohne Fandel wäre das ein Klassiker geworden. Egal, Gesundheit geht vor. Noch eine Minute.
22.15 Schalke setzt alles auf Konter: Bajramovic für Asamoah. Der VfB drückt. Farnerud für da Silva. Noch knapp zehn Minuten. Farnerud sieht nach dreieinhalb Sekunden Gelb. Haha.
22.10 Geil. Eigentlich wollte Veh auswechseln, aber irgendwie gab es da heilloses Durcheinander an der Bank. Währenddessen schnappt sich der, Moment, ja, gerade eben eingewechselte Rakitic den Ball, fummelt ein bisschen, schießt, und: Ausgleich. 2:2.
22.10 Oje, Slomka: Rakitic jetzt für Kobiashvili. Die „Wir führen 1:0 und lauern jetzt auf Konter“-Taktik ist voll den Neckar runtergegangen, der ausgewechselte Özil hätte jetzt notgetan. Schäfer pritscht einen Tasci-Kopfball über die quere Latte.
22.01 Spitzenspiel! Zwei Tore abgefälscht, Neuer pariert einen Cacau-Schlenzer, den Abstauber gönnt der Torwart Marica nicht, stattdessen fällt er ihn – Elfmeter. Pardo zum 2:1 für den VfB. Spiel gedreht in fünf Minuten, check!
21.57 Ein klinisch sauberer Pass von Hilbert (der mit dem Eigentor) an Khedira, der überwindet seine Überraschung und drückt ab: Krstajic fälscht zum 1:1-Ausgleich ab.
21.55 Treter Krstajic kassiert Gelb. Fernsehmann Tom Bartels erkennt jetzt die entscheidende Phase der Partie. Ich stimme ihm zu, es blubbert und brodelt. Kuranyi scheitert kurz vor dem 2:0 an seinem Phlegma und an Hilberts Grätsche.
21.50 Gelb für Boka nach einer unmotivierten Sense gegen Schalkes Rafinha. Uiuiui: Raphael Schäfer entschärft einen Konterabschluss von Fabian Ernst. Jones bekommt Gelb für Gegenstoßtaktikfoul. Khedira übers Tor. Und Fred meckert über den Schiri.
21.45 Hitzlsperger kickt Bordon kurzzeitig aus der Partie. Die gellend pfeifenden Zuschauer kennen den rustikalen Sportgeist Bordons offenbar nicht. Die woll‘n doch alle nur gewinnen … Christian Pander trifft mit einem schnörkellosen Freistoß den Pfosten, also den hinter dem Tor, diesen Tornetzfesthaltepfosten.
21.40 Schalke jetzt mit Jermaine „Ich könnte kotzen“ Jones für Özil.
21.30 Tagesthemen, oha: Erstmal wieder einen ARD-Radsportbeitrag ohne Erwähnung des Dopingdings gesehen (Deutschlandtour).
21.25 Pause. Ich stell‘ jetzt mein Bügelbrett auf, die Rasanz der Anfangsviertelstunde ist schnödem Bundesligatopspielalltag gewichen – Kampfkrampf. Wenn die wieder Fußball spielen sollten, gehts hier weiter. Ansonsten: 1:0 für Schalke (Tore), gefühlt 18:1 für Stuttgart (Eckbälle).
21.20 Gelb für Maric wegen … na ja, Fandel hat eben gegelbt. Überhaupt wird aktuell keine zwanzig Sekunden durchgespielt, andauernd Stänkereien. Noch fünf Minuten zur Pausencola.
21.08 Nach einer halben Stunde überschlagen sich die Ereignisse™: Erst greift Schiri Fandel ein und blockt die Kugel elegant ab, kurz darauf klärt 04-Keeper Neuer kurz vor der Mittellinie einen Konter in den Stuttgarter Sommerabendhimmel.
21.03 Kuranyi auf Özil, der legt auf Kobiashvili. Der schießt einfach mal so, und Lukas Roberto Hilbert fälscht den Ball netterweise (hey, es ist Bundesliga-Auftakt!) zum 0:1 ins VfB-Tor ab. Ein Eigentor eröffnet die Bundesligasaison 2007/08 – Tataa!
ps. Ein Novum?
21.00 Hahaa. Nach einer Viertelstunde alles wieder etwas easy. Stuttgart spielt wie eine Heimmannschaft, was nicht verwundert, spielt der VfB doch zu Hause. Schalke tastet sich betulich in Richtung VfB-Tor. Das Publikum beklatscht sogar einen missglückten Passversuch von da Silva. Naja.
20.50 Posterboy Kuranyi empfiehlt sich aggressiv für Herrn Löw – gelb. Cacau schießt Neuer den Ball in die Arme. Der Kommentator bringt den Faßbender-Gedächtnis-Kehlton. Jedenfalls hohes Tempo. Und der VfB schon mit vier Ecken.
20.45 Ich höre immer nur Pardo. Pardo. Pardo. Und man kann allen knapp 60.000 Vorortseienden die Saisonstart-Erleichterung anhören. Stuttgart im Vorteil.
20.36 Vor dem Anpfiff noch schnell zwei Programmhinweise: Trainer Baade und dogfood tickern ooch.
20.35 VfB-Präsident Staudt und DFL-Präsident Rauball werden abwechselnd ausgepfiffen und niedergesungen. Noch zehn Minuten. Bisher der Star des Abends: Das Stuttgarter Krokodil-Maskottchen.
20.30 Stuttgart: Boka Meira Tasci Hilbert – Pardo Khedira Hitzlsperger da Silva – Masrica Cacau
Schalke: Pander Krstajic Bordon Rafinha – Kobiashvili Ernst Özil – Lövenkrands Asamoah Kuranyi
20.15 Sehr schön: Mario Gomez kannte die „Wahl zum Fußballer des Jahres“ vor seiner Krönung noch gar nicht. War ihm offenbar recht wurscht. Ansonsten: Veh und Slomka im gepflegten Smalltalk.
20.00 St. Pauli verliert. Jena Unentschieden. Freiburg verliert. Also: Saison beginnt so lala. Noch beste Nachricht: Basler jetzt Trainer. Ha!

Wir stellen den Profi-Radsport ein

18.30 Auch Jan Ullrich will bald reden, sagt sein Manager der Welt. Dem Spiegel sagt er, das sei eine Falschmeldung. Hektische Zeiten für Radprofimanager.
17.20 Ich habe ja keine Ahnung, aber die Telekom-Aktie ist in den letzten fünf Tagen um knapp einen Euro gestiegen.
16.55 Riis sagt, er habe keinen Hämatokritwert von 64 gehabt. Ex-Betreuer Jef D‘hont hatte in seinem Enthüllungsbuch behauptet, „Riis Blut sei wie schleimiger Sirup“ gewesen.
16.50 Riis sagt, er weiß nicht, ob Ullrich gedopt habe.
16.45 Oh, ein ganz schlimmer, trauriger Satz:

Wenn ihr Euch das Gelbe Trikot jetzt holen wollt, bitte, es bedeutet mir nichts. Es liegt im Pappkarton.

16.40 Riis spricht ausschließlich für sich, entschuldigt sich, übernimmt Verantwortung, sagt, dass heute alles besser sei, das Übliche eben.
16.35 Bjarne Riis gesteht Epo-Doping.
16.33 Jens Voigt hat sich nichts vorzuwerfen. Er hat das aber nicht in Kopenhagen gesagt, sondern bei Berlin.
16.30 Wer Bjarne auch sehen will: n-tv überträgt live.
16.00 Notiz an alle, die dauernd was vom Wandel im Radsport lesen und hören: Bitte mal in den nächsten Jahren die Zeiten bei den großen Rennen mit denen der Vorjahre vergleichen.
14.40 Stefan Kretzschmar will sich heute auf einer – Achtung! – Pressekonferenz zu seiner Zukunft äußern. Er wird doch nicht auch … Nein, nur Karriereende. Aber eines macht stutzig – diese ganzen Tattoos …

Donnerstag, 24. Mai:
18.25 Lag ich gar nicht so weit daneben mit Olaf Ludwig: Dessen Ex-Kollege Uwe Raab, alter Friedensfahrt-Kämpe, meldet sich in der Mitteldeutschen Zeitung zu Wort. Team Telekom habe ihm in den 90ern Dopingmittel angeboten. Raabs Ablehnung habe sein Karriere-Ende besiegelt. Toll, dass uns Uwe dass gerade heute einfällt.
18.20 Noch ein TV-Tipps, aus den aas-Kommentaren gefischt: Der obligatorische Brennpunkt.
16.30 Neues von Ulle: Manager Strohband sagte der Bild, man habe Ullrich-Anwalt Peter-Michael Diestel das Mandat entzogen. Diestel daraufhin zickig: „Ich habe mein Mandat niedergelegt. Wer etwas anderes behauptet, den verklage ich.“ Oha, da hat die Diestel wohl heute etwas zu viel geplaudert.

Puh. Jetzt warte ich nur noch darauf, dass Olaf Ludwig in anderthalb Stunden beichtet, dass er Sex mit Margot Honecker hatte. Oder so.
14.35 Heute, 19.25, in ihrem Zett Deh Eff: ZDF special zu den Dopingbeichten.
14.30 Nummer sieben? Der Tour-de-France-Sieger von 1996 und derzeitige Teamchef von CSC, Bjarne Rijs, will morgen in Kopenhagen eine Pressekonferenz geben.
14.00 Die Nummer sechs: Brian Holm. Stand schon hier, ist jetzt offiziell. Hier die Liste aller Telekom-Fahrer ’96-’98.
12.30 Das Thema Tattoos bei Radfahrern bekommt nach Aldags Aussage, sich wegen der blauen Flecken genau dorthinein gespritzt zu haben, eine vollkommen neue Dimension.
12.20 Ich würde gerne Jan Ullrichs Gesicht sehen, nachdem er sich die PK reingezogen hat.
12.10 nolookpass geht jetzt Mittag essen. Einmalig, nur zehn Minuten lang. Weil ich es kann.
12.00 Rolf Aldag bleibt trotz allem Sportdirektor beim T-Mobile-Team.
11.55 Zabels Beichte bringt Schwung in die schwarze Woche des Profi-Radsports, er ist der erste noch aktive Fahrer, der sagt, er habe Epo genommen. Wenn auch nur temporär.
11.50 Erik Zabel gesteht Epo-Doping. Bleiben noch 22 Fahrer oder Ex-Fahrer, die von 1996 bis 98 für das Team Telekom auf den Sattel gestiegen sind. Der Tag hat noch zwölf Stunden.
11.35 Rolf Aldag gesteht Epo-Doping, die Telekom bleibt Sponsor.
11.00 „Wir stellen den Profi-Radsport ein“, sagt das Team Wiesenhof. Bleiben noch Gerolsteiner und T-Mobile.

Das Wunder von der Weser, Teil IV

22.33 So, Freunde der Nacht, soweit. Wie Chelsea London verabschiedet sich Werder Bremen sukzessive von allen Wettbewerben, in denen sie Titelchancen besaßen. Nach dem Theater der vergangenen Tage und dieser, hmm, unglücklichen Partie heute Abend muss Papa Schaaf jetzt ganz nett zu seinen Balltretern sein, damit die am Wochenende einigermaßen geradeaus laufen können. Morgen diskutiert die Nation unnötigerweise über den nicht sehr viel glücklicheren Referee, ich meine, sie sollte lieber aufpassen, dass Miro und Pannen-Reinke in den nächsten Tagen nicht enden wie Ernst Middendorp. Adios.

ps. Achso, die Überschrift: Mit Wundern ist das so eine Sache. Generell passieren die aber nur, wenn elf gegen elf spielen.
22.30 Du meine Güte, in den nächsten zweieinhalb Wochen werde ich Dynamo Ostberlin nicht mehr hören können, zu oft wurden die Wunderteile I-III heute repetiert.
22.20 Diego versucht es nochmal aus 60 Metern – das hätte ich dem Lahmarsch im spanischen Tor gegönnt. Außerdem ist meine Nervenschokolade gerade alle geworden, Mist.
22.10 Schön, wenn so ein Kommentator mitfühlt. Aber dieses „Tjawattwillstedenndamachen“ nervt – spätestens bei der fünften Wiederholung.
22.05 Die Entscheidung: Als wäre es das Einfachste der Welt, köpft Lacruz gegen Christian Schulz zum 2:1.
22.00 Also ich bin ja Schreiber und kein Fußballer, deswegen darf ich das: Wäre ich jetzt in grünweißorange auf dem Platz, ich würde frustfoulen. Aber sowas von.
21.55 Konter für Espanyol. Reinke hat den Ball – und patscht ihn ab. Ein Lilahemd staubt ab, 1:1, Werder braucht jetzt vier Tore, oh je. Reinke kann sich heute Nacht mit Klose an einer drittklassigen Hotelbar betrinken gehen.
21.50 Der 18-jährige Kevin Schindler heißt die Bremer Sturmhoffnung für den zweiten Durchgang. Für ihn darf Bobby Owomoyela jetzt alle Duschen gleichzeitig alleine benutzen.
21.35 Auch ein ganzes Rudel an Eckbällen bringt nüscht: Bremen geht mit einem schlichten 1:0 zum Luftholen in die Halbzeit. Für den zweiten Durchgang heißt es Augen zu und run and gun, als wenn es kein Morgen mehr gäbe.
21.30 Patrick Owomoyela sieht aus wie der frühe Bobby McFerrin. Und der französische Schiedsrichter bastelt gerade an seiner Definition von Kleinlichkeit.
21.20 Es gibt keine drei Minuten, die am Stück durchgespielt werden, was dem giftigen Einsatz der Bremer und der Zeitschinderitis von Espanyol geschuldet ist. Jede Wette: Dieses Spiel geht nicht 1:0 mit 21 Spielern auf dem Platz zu Ende.
21.15 Rein ästhetisch betrachtet sind die lilagestreiften Trikots der Spanier selbst des Eintopf-Pokals definitiv nicht würdig.
21.10 Es ist nicht der Frühling des Miroslav Klose. Erst Torflaute, dann Transfer-Tohuwabohu, dann schießt er gegen Bielefeld ein Tor, legt hier eine gute Startviertelstunde hin. Und dann Gelb-Rot. Klose riskiert bereits verwarnt eine Schwalbe und fliegt wie eine solche vom Platz. Muss man nicht geben. Muss aber auch nicht schwalben.
21.05 Also ich weiß ja nicht. Ist es eigentlich pingelig, solche Sätze bei einer Fußballübertragung nicht hören zu wollen?

Er hat jetzt schon mehr Ballkontakte wie im gesamten Spiel in Barcelona.

21.00 Bremen spielt kick and rush, nicht mehr und nicht weniger. Barcelona spielt auf Zeit, jetzt schon. Und die Zeit spielt gegen Werder.
20.50 Bin noch anderthalb Zimmer vom Fernseher weg, von hier aus hört es sich nicht so an, als würde Klose ausgepfiffen. Außerdem schießt Almeida das 1:0. Das ist dann durchaus zu hören.
20.45 Der übertragende Privatsender hat eindrucksvoll bewiesen, dass es durchaus möglich ist, die Rechte an diesem Spiel zu erwerben und die komplette halbe Stunde vor Anpfiff mit Reklame vollzukleistern. Nun denn.
20.15 Ja, warum denn auch nicht. Welche Überschrift soll man einem Blogbeitrag zu diesem Spiel sonst schon geben können. Zumal der Pflaumen-Kai wieder moderiert. Und wo ich Kalle Riedle Kalle Riedle Riedle sehe: Der tut so, als bloggt er für Eurosport.

Hansa vs. Effzeh

22.45 So, die Vollmilch ist alle. Das 1:1 ist furchtbar gerecht, auch wenn sich Daum anschließend ordentlich beruhigen muss und Pagel nur enttäuscht abwunk. Aber unterhaltsam wars.
20.15 Hurra, Spontanbesuch! Der Sixpack ist schon offen. Also kein Liveblogging, sondern erst Senf nach dem Abpfiff.
18.20 Die Kölner Fans geben sich entspannt und traditionsbewusst.
16.45 Vielleicht schaffen es die Spieler des MSV Duisburg heute Abend im frostigen Ostseestadion, mal so richtig mit der Faust auf den Arztkoffer zu hauen. Vielleicht hat aber auch Frank „Ecstasy“ Pagelsdorf nach Abpfiff wieder die Gelegenheit, einen seiner berüchtigten Jubelexzesse aufzuführen: breit grinsen und einen Wimpernschlag der Fußballgeschichte lang seine Catcher-Arme hochreißen. Vielleicht auch ist das Spiel scheißlangweilig und hier passiert gar nix mehr groß was.

Duisburg vs. Rostock

22.05 Ausdiemaus. Hansa gewinnt verdient und nach altem Muster: Routine, Arbeit, Kondition und gefährliche Nadelstiche. Nicht schön, aber irgendwie muss Cottbus in der Bundesliga ja ersetzt werden. Pagelsdorf flippt aus, er hebt seine massigen Arme und lacht, Ekstase pur.
22.00 Schober verschobert sich im Strafraum, doch Mokhtari zwirbelt knapp neben den Pfosten. Es wäre die erste Heimschlappe des MSV, der mit seiner Zebrakraft jetzt vollends am Ende ist.
21.50 Lavric sieht rot. Er kopfnusst in Richtung Beinlich, der oscarreif darniedersinkt. Und beide Teams machen gerade mit dem guten alten Laktat Bekanntschaft.
21.46 Pünktlich. Es ist die 75. Minute. Die Hansaschlussviertelstundenoffensive beginnt. Mit einem Tor. Von Shapourzadeh. Konter. 2:1.
21.43 Die Hansa-Abwehr wackelt jetzt bei nahezu jedem Eckball/Freistop wie zu warmer Waldmeister-Pudding. Hieße ich jetzt Pagelsdorf, ich würde meiner Mannschaft Fouls in Tornähe unter Androhung von Intervallläufen verbieten. Ach so: Ball wieder im Hansa-Netz, wieder Abseits, diesmal arg deutlich.
21.40 Es nebelt in Duisburg. Küstennebel quasi. Aus lauter Gastfreundschaft wurden den Hansa-Fans beim Einlass ihre Bengalos nicht weggenommen.
21.37 Hui, zwei krabbelige Schiedsrichterentscheidungen. Erst wird ein klares Foul an Tim Sebastian nicht geahndet, Gelb für Madsen wegen Meckerns, aus dem folgenden Freistoß entwickelt sich eine Szene, die den knapp 20.000 Zuschauern überhaupt nicht gefällt: Nach einem Distanzschuss beult sich das Hansa-Netz aus, der Treffer gilt aber nicht, weil Filipescu knapp im aktiven Abseits steht.
21.33 Lavric weicht mit einem einzigen Kurzpass den Hansa-Beton auf. Doch die Hereingabe wird nicht in einen Torschuss konvertiert, sondern landet bei einem Rostocker. Die lassen den Gastgeber sich jetzt müde angreifen und spekulieren auf die schon erwähnte Schlussoffensive.
21.25 Idrissou aus spitzem Winkel und Mokhtari im Vorwärtsstolpern lassen Schober nur kurz auflachen. Die Zebras schalten gerade vom zweiten in den dritten Gang, fahren aber noch untertourig. Und ja, nicht alles, was schief ist, ist auch ein Bild, dude.
21.20 Toller Konter eben vom MSV Duisburg. Vier gegen drei, und der öffnende Pass ist aber sowas von zu lang, dass dem gerade aufgewachten Gelegenheitszuschauer nur noch ein lautes Murrensauersein bleibt – ganz schwach, das.
21.00 Dass so ein Fußballschiedsrichter auf die Sekunde abpfeift, ist ein eigentlich eher seltenes Phänomen.
20.58 Der Zebras Respekt vor Hansa-Kontern ist deutlich zu spüren. Vorsichtiger Aufbau, kaum Risiko. Die gelbblauen Hanseaten nach kurzem Aufbegehren wieder im Winterschlaf. Sie lauern wohl wieder mal auf die Auswärtsschlussviertelstunde.
20.50 Duisburg jetzt mit Mühe, überhaupt mal am Rostocker Strafraum zu schnuppern. Trotz des Unentschieden gäbe es bei einem 1:1-Endstand einen Gewinner: Der 1. FC Kaiserslautern wäre drei an Rostock (3.), vier Punkte an Duisburg (2.) dran.
20.44 Gute Freistoßchance für Hansa, keine 20 Meter, halbrechts. Beinlich täuscht, Yelen schlenzt mit rechts, der von Schlicke abgefälschte Ball plumpst von der Querlatte zum 1:1-Ausgleich ins Tor. Dann wirds wild: Konter Hansa, Kern braucht die Kugel sechs Meter vor der Linie nur noch reingucken, scheitert aber am Beuckert-Reflex.
20.36 Der erste Angriff nach dem Gegentor landet am rechten MSV-Pfosten, nachdem Filipescu einen Distanzschuss von Yelen abfälschte.
20.35 Rahn schießt – daneben. Erste viertel Chance für Rostock nach einem Konter. Im Gegenzug Ecke für Duisburg, Kopfballverlängerung von Lavric, MSV-Kapitän Björn Schlicke ebenfalls per Kopf in den linken Winkel. Hätte Beinlich noch Haare, wäre er noch rangekommen. 1:0 (19.)
20.30 Wenn man flüchtig hinsieht, heißt Hansas Brustsponsor Neun Leben. Partie noch nicht auf Betriebstemperatur.
20.25 Erste dicke Chance für den MSV: Langer Ball auf Lavric, dessen Kopfball pariert Schober an den sich total verschätzt habenden Gledson, der knapp an einem Eigentor vorbeischrammt.
20.20 Stark grippebedingtes Gewurschtel zu Beginn. Die Torhüter bislang nur dazu gut, den Ball wieder aufs Spielfeld zu werfen.
20.15 Die Gäste haben es jetzt in der Hand, durch eine gute Vorstellung bei den Zebras die langsam auf Sparflamme hochkochenden atmosphärischen Störungen zwischen Trainer Pagelsdorf und Manager Stefan Studer zu pulverisieren. Jedes Krisengerede könnte im Keim erstickt werden.
20.08 So wolln wir das haben: Man kann den Kommentator sehen, aber nicht hören. Und das ohne Mute-Taste! Da hat jemand mitgedacht beim Sender. Schade, schon wieder vorbei.

Ein UEFA-Pokal-Abend mit Nolookpass

22.50 Stam mutiert zum Spielmacher und Mittelstürmer in Personalunion, hilft aba nüscht: Werder verliert 1:3, watet weiter inner Krise und steht im Achtelfinale. So, dann mal fix den Deckel drauf und ab in die Heia. Und kann dem Wiese nachher mal jemand ein Pils bestellen, danke. Bis neulich!
22.40 Wiese hat zwar ne scheiß Frisur, fischt aber soeben das sichere vierte Ajax-Tor von der Linie. Noch zehn Minuten. Dass die Restspielzeit überhaupt noch mal wichtig sein würde …
22.30 Boah, eben prallte Jaap Stam auf Torsten Frings, und meine Vollmilch erzitterte im Glas. Bremen zu verspielt, Babel fährt einmal sein Bein aus, durchschlitzt die Werder-Abwehrkette und bläst mit seinem 3:1 zur zwanzigminütigen Schlussoffensive. Aber immer noch: No way!
22.20 Huntelaar dreht sich am Fünfer um Naldo und trifft zum 2:1. Fehlen noch drei Dinger. No way! Auch wenn Ajax jetzt aufdreht: Leonarde fallrückzieht gegen Naldo, Wiese kann noch retten. Genau so, wie kurz darauf allein gegen Babel.
22.05 Werder jetzt mit Vranjes für den angeschlagenen Diego. Borowski jetzt Spielgestalter. Wiese jetzt mit Gelb für Sekundenschinderei. Und ich jetzt noch verschwunden in Richtung zweites Abendbrot.
21.45 Almeida köpft nochmal knapp neben das Tor. Klose spielt aber auch mit, echt jetzt. Sieht übrigens so aus, als träfe Leverkusen auf RC Lens, die nach 3:1 im Hinspiel zur Pause bei Panathinaikos Athen ein 0:0 halten. Und Ajax verschleudert wieder eine 95-Prozentige. So wird dat nix. Halbzeit, 1:1.
21.30 Ganz nett, was die jungen Amsterdamer da noch veranstalten. Aber ich glaube, ich muss jetzt noch unbedingt unsere Abstellkammer aufräumen, Blumen gießen und auch mal wieder früh schlafen gehen. Am aktivsten noch die Bremer Fans, is aber wohl auch kalt dort. Almeida verschenkt mit seinem linken Aussenrist einen prima Klose-Tiefenpass, was Thomas Schaaf mit dem Zusammenzucken seines dritten Nasenhaares von rechts oben quittiert.
21.15 Toll, Tim. Der Borowski verarscht die linke Ajax-Defensive recht formidabel, seine Hereingabe verwandelt Almeida zum 1:1-Ausgleich. Amsterdam fehlen jetzt vier Tore, huihuihui. Das scheinen die noch nicht verinnerlicht, Womé verweigert kurz darauf Leonardos Kopfball die Einreise ins Bremer Tor.
21.10 Das Antwörtchen gibt Hugo Almeida, sein Schuss zu hoch jedoch. Die Anfangsoffensive der Holländer dünkt mir schon vorbei, vielleicht auch nur ein Luftholen. Werder traut sich jedenfalls wieder Kurzpassspiel zu, weit in der eigenen Hälfte. Und Frings macht italienische Gesten, komisch sieht das aus.
21.00 1:55 gespielt, und Wesley Sneijder donnert Wiese aus 20 m fast in dessen Tor. Das 1:0 für die Gastgeber fällt eine Minute später, als nach missratener Mertesacker-Abwehr plötzlich drei Ajaxusse mit Ball vor der Werder-Linie auftauchen und Leonardo vollendet. Da warens nur noch zwei Tore Vorsprung.
20.55 Glückwunsch, Leverkusen schindet sich ins Achtelfinale. 0:0, aufgrund des Hinspiels ist das Weiterkommen verdient. Blackburn gegen routiniert verteidigende Bayeraner zu wenig durchschlagkräftig. So, und jetzt ab zu Hippie Frings und seinen Buben.
20.45 So kann man die Zeit auch rumbringen: Sie rudeln sich, es ist ein fröhliches Schubsen und Fallen. Ramelow und Barbarez versuchen es mal, und Blackburn ist so dumm und steigt drauf ein. Kostet gut zwei Minuten sowie Gelb für Barbie und den linken Rover-Verteidiger Warnock.
20.40 „Der Druck wird immer wilder“, sagt der Fernsehmann, und was soll man dem Geschwafel noch Großes hinzufügen. Noch ne Viertelstunde. Und die Schluss-Schwalbereien haben bereits begonnen.
20.35 McCarthy rutscht drei Zentimeter an der sicheren Führung vorbei. Puh. Doch Barbie bleibt kühl: In einer brodelnden Fußballertraube köpft Sergeij die Kugel mal locker anderthalb Meter auf den knapp vor der Torlinie postierten Butt zurück. Bei Blackburn jetzt Stürmer für Flügel, bei Bayer Barnetta für Freier rechts.
20.30 Wie erwartet drückende Briten. Besonders Spielchenmacher Mortengamstpedersen lässt den Herrn Castro auf links oft richtig scheiße aussehen. Butt muss hektisch per Fuß klären. Die Leverkusender Konter verdienen diesen Namen noch nicht. Und wenn das hier so weitergeht, stecke ich es wieder rein, das Netzkabel.
20.20 Butt geleitet einen labbrigen, aber sehr platzierten Kopfball von Blackburns linkem Flügel David Dunn ins Seitenaus. Das war jetzt mal wirklich eine Torchance. Neverkusen muss sich vorsehen: Eine halbe Stunde lang halten sie das sich langsam streckende und räkelnde Druck- und Kraftspiel der Gastgeber nicht durch. Is so. Und jetzt ham se mit Haggui einen Bayer-Innenverteidiger rausgetreten. Für ihn kommt Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Jan-Ingwer. Hmm, schade dass ich schon einen Sohn habe.
20.15 So, Tagesguck vorbei, Verbindung stabil, Holsten geöffnet. Die Rovers kontrollieren, aber dominieren nicht. Selbst beste Spielsituationen bleiben ungenutzt, meist hatte Juan seinen Zeh dazwischen. Dennoch: Bayer immer seltener mit Ball jenseits der Mittellinie.
19.50 0:0 zur Halbzeit. Schnicks Schneider könnte auch alleine gegen die Rovers spielen. Barbarez ist ein alter Mann. Das Publikum pfeift, die DSF-Bilder laufen plötzlich rückwärts, und ich wusste gar nicht, dass man Fußballmoderationen mittlerweile bei SMS-Spielchen gewinnen kann. Und ich bin zu doof für kabellos, offenbar.
19.40 Blackburn natürlich am Zug, aber harmlos bis na ja. Meist über links oder mit scharfhohen Flanken, dann steht aber der Juan dort und macht seine Arbeit. Beide Teams recht nervösitiv und nickelig, torlos bleibt das hier nicht lange. Logisch, Rückspiel halt. Wenn auch nur Sechzehntelfinale.
19.30 Tach auch. Dauertest des heimischen WLANs dringend nötig. Warum also nicht jetzt und heute. Noch ruckelts ganz schön. Ach ja, Leverkusen hält das 0:0 gegen Blackburn (25.). Noch.

Handball-WM: Deutschland vs. Frankreich

19:45 Finale am Sonntag, 16.30, ARD. Baur hat alle vier Siebenmeter verwandelt. Zehn Torschützen bei D, nur sechs bei FRA. Fritz hat knapp 20 Würfe gehalten. Horst Köhler kann kaum an sich halten. Wolfgang Thierse ist ganz durcheinander. Und ich geh jetzt endlich abendbroten.
19:34 FINALE! Ich habe nicht alles verstanden, was hier in der letzten Minute alles passiert ist, scheiß Handballregeln. Da treffen die Franzosen und der Schiri pfeift Freiwurf … Aber D fummelt sich ins Endspiel, und warum auch nicht – 32:31.
19:22 Was zum Deibel treibt Florian Kehrmann, bei Eintoreführung und Ballbesitz alleine gegen fünf Franzosen in die Schlacht zu ziehen? Man weiß es nicht. Derselbe gleicht später bei Seitenwechsel jedenfalls zum 29:29 aus. Puh.
19:13 Nun, nachdem wir hier schon mal alle so gemütlich zusammen sind, jibbet eben Nachschlag: 27:27 nach 70 Minuten. Die nächste Verlängerung ist die letzte, danach gäbe es bei Gleichstand Siebenmeterwerfen. Aber ich befürchte, kurz davor kicken Grosso und Del Piero die Deutschen aus dem Turnier.
19:02 Yes! Klein per Kempa-Trick! In einer WM-Halbfinalsverlängerung, muss man auch erst mal bringen. Im Gegenzug springt Narcisse aus dem Stand wie weiland Spudd Web und trifft locker zur Führung. Ausgleich erfolg prompt: Baur von der Linie. D in Überzahl. Frankreich führt zum Seitenwechsel mit 25:24.
18:52 FRITZ! Baur gleicht aus (20:20), und Super-Henning sichert Handball-Deutschland zweimalfünf Minuten Verlängerung. Ich sach ja: Wie die Klinsmänner …
Allerdings hörten die 30 Trilliarden an den Bildschirmen vor dem Baur-Ausgleich da nicht einen Siebenmeterpfiff? War das alles korrekt? Kennt hier jemand vielleicht die Handballregeln?
18:49 Die Entscheidung? Hens verkackt kurz vor Schluss frei vor dem Tor, das war eine Hundertprozentige. Oh je.
18:44 Mon Dieu, Bertrand Gille! Das war ein klassischer nolookpass, nur dass der zum 19:19 im deutschen Tor landete.
18:39 Noch 9 Minuten. Deutschland führt. Auszeit. Brand und Baur und Schwarzer schreien sich gegenseitig an. Aber egal. Fritz hält und hält …
18:33 Die missglückten Versuche vom Rückraumspieler Zeitz, den Ball ins französische Tor zu bomben, bringen Frankreich mit zwei in Front. Doch Baur verkürzt per Siebener, dann der Ausgleich. Und der ewige Fritz hält und hält …
18:24 Wie der Herr Spaeter im Kommentar habe ich auch so ein Bauchgrimmeln und -grummeln. Man kann hin und wieder ein doch etwas verunsicherten deutschen Gesichtsausdruck erhaschen. Die Franzosen wirken kompakter, als könnten sie jederzeit noch ein paar Kohlen nachschieben. Aber es gibt immer noch Henning Fritz (13:14).
18:04 Jau, Kehrmann! Der Flo bekommt Sekunden vor dem Halbzeitpfiff einen Freiwurf, sieht ablenkend Richtung Hallendecke und zwirbelt die Kugel durch drei Franzosenschränke zum 11:12-Anschluss in die Maschen – also wenn das kein Seelenmassage für die Pause ist, dann weiß ich auch nich. Karabatic mit 5, Narcisse mit 4 Treffern bislang die Toptorjäger.
18:00 Bertrand Gille zum zweiten Mal auf der Strafbank. Baur gleicht von der 7-m-Linie zum 10:10 aus. Ein Kampfspiel auf hohem Niveau.
17:53 Der französische Torverhinderer Omeyer hat offenbar gut gefrühstückt: Er entschärft einen Kehrmann, kurz darauf zeigt sich auch seine Querlatte (Aua!) bei einem Glandorf-Wurf als Verbündete.
17:49 Auszeit Deutschland nach 17:30 gespielt (5:6): „Pommes, hab Geduld“, brüllt der Schnauzbärtige in die Runde, und Pascal Hens scheint nickenderweise gleich zu begreifen, dass Heiner Brand damit nicht auf Hensens „Frisur“ anspielt.
17:44 Offenbar hat das jüngste Heim-Schiri-Bashing Folgen: Zeitz muss wegen, hüstel, Fußspiels zwei Minuten raus. Na ja.
17:38 Torsten Jansen zum 4:2. Das Bemerkenswerte: Das Tor fiel in 4:6-Unterzahl, weil Roggisch in your face verteidigte und Michikraus sich verwechselt hatte.
17:30 Nach fünf Minuten noch 1:1. Die Franzosen lassen sich gaaanz viel Zeit bei ihren Angriffen.
16:27 Oha: Spanien verliert gegen Kroatien 27:35. Selbst wenn die Iberer mit angezogener Handbremse gespielt haben sollten, kann die deutsche Auswahl sich bedanken, heute „nur“ gegen Frankreich ran zu müssen. Glaube ich.
14:40 Wo jetzt schon die Fußballblogs aufspringen: Es gibt einen verdammt triftigen Grund für die deutsche Handballnationalmannschaft, heute das Halbfinale zu gewinnen: Sie werden sich sonst – mehr noch als jetzt schon – vor Vergleichen mit den ebenfalls tragischimHalbfinalegescheiterten Klinsmännern nicht mehr retten können.
12:38 Gerüchte, wonach Heiner Brand nach der WM als neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach vorgestellt werden soll, haben sich bald als unwahr erwiesen.
12:12 Eben per Monokorso vom Einkaufen zurückgekommen. War geil.

Handball-WM: Deutschland besiegt Spanien

19:05 Polen bezwingt Russland 28:27, Paderborn führt in Augsburg 1:0, so viel Zeit muss sein. Guten Abend noch!
19:00 27:25 gewinnt Deutschland das Viertelfinale gegen Nochweltmeister Spanien. Und abgesehen von der Schmeichelentscheidung zwei Minuten vor Schluss ein verdienter Sieg. Die aufgeputschten Brandjungs waren die wachere Mannschaft, das schnellere Team, mit Leidenschaft in der Wurfhand und Konzentration im Herzen. Henning Fritz hat seinen Job gemacht und eine Menge Gegentore verhindert. Jansen sechs, Glandorf fünf, Kehrmann vier Tore. Donnerstag, 17.30, Frankreich oder Kroatien. Plant schon mal das nächste Public Viewing. Ich bin dann auch wieder hier.
18:55 Na ja. 26:24, D in Überzahl, noch eine Minute. Auszeit. D profitierte von einer sehrsehrsehr gutmütigen Siebenmeterentscheidung für Kehrmann. Egal, Halbfinale!
18:50 Fritz leitet mit einer Parade die crunchtime ein (25:23). Spanien wankt.
18:40 Siebenmeter und Zweiminuten für Holger Glandorf. Spanien mit dem Anschlusstreffer. (22:21).
18:35 Henning Fritz rettet kurz vor Ende einer D-Unterzahl den Zwei-Tore-Vorsprung (21:19) spektakulär: Er kickt den nicht mal ungenauen Wurf per Hacke ins Aus.
18:30 Etliche torlose Minuten. Die Partie entscheidet sich gerade. Spanien von der 7m-Linie zum 17:19.
18:20 Weitere Halbzeitergebnisse: Polen-Russland 16:14, Augsburg-Paderborn 0:0.
18:15 Sind Heiners Handballer eine hässliche Tanzpartnerin? Wenn ja, dann sind die Rotgelben das hüftkranke männliche Pendant.
18:10 Spanien spielt langweilig, sagt der Günther Netzer des Handballs, Stefan Kretzschmar, in seiner, nun ja, Halbzeitanalyse. Er hat recht. Deutschland führt zur Pause verdient mit 15:12. Der spanische Torwart ist seiner Mannschaft keine große Hilfe. Florian Kehrmann sieht aus wie David Hasselhoff, jubelt aber wie Boris Becker. Rückraumriese Holger Glandorf hat einen schnellen Wurf. Einen verdammt schnellen Wurf. Der Köhler-Horst und DOSB-Präsi Bach im Publikum sind am Rande zum völlig totalen Ausgeflipptsein. Heiner Brand ist ganz ruhig. Und ich mir sicher, dass Spanien nicht das Halbfinale erreicht.
17:58 Spanien mit missglücktem und vor allem richtig Scheiße aussehenden Standsprünglein. Michikraus dribbelt und fummelt und produziert abschließend ein famoses Wembleytor – 13:9.
17:53 Keine 20 Minuten gespielt (10:7), und Köln brodelt. Erst hext Henning Fritz einen 7m neben das Tor, dann ein fantastischer, jahaa, nolookpass auf den unbarmherzigen Schwarzer.
17:50 Knappe Viertelstunde netto (7:4), und da passiert es wieder: Oliver Roggisch muss zwei Minuten raus. Mit seiner Tränen-aus-den-Augen-wisch-Bewegung beim Rausgehen hat er allerdings recht.
17:40 Nach 7:30 gespielt (3:2) die erste Rangelei, danach kassiert D in Überzahl den Ausgleich.
17:35 Die deutsche Querlatte ist mit uns und hält einen spanischen Weichei-Siebenmeter auf seinem Weg ins Tor auf – Ätsch!
17:32 Spanien behäbig, Block, Konter – 1:0 nach 75 Sekunden. Nächster Block, toller Bodenpass – 2:0, kaum sehr viel später. Es läuft.
17:00

Im Kopf ist: Spanien ist positiv.

Sagte Kapitän Markus Baur vor dem Spiel. Leider wird er es deswegen nur auf der Bank verfolgen können. Als Spielemacher die beiden Michaels Kraus und Haaß.
16:50 Ich habe eben zum ersten Mal während dieser Weltmeisterschaft eine deutsche Fahne an einem Auto gesehen. Sie fror und klebte schlaffdurchnässt am rechten hinteren Fenster des mindestens eine Dekade alten Opels. Aber immerhin.
16:25 Ungarn, Slowenien, Tunesien, Tschechien. Soweit die Plätze neun bis zwölf. Wird Zeit, dass das richtige Spiel anfängt.
14.30 Bei dieser Einleitung hätte man schon stutzig werden können:

Die riesige Euphorie rund um die XX. Männer-Weltmeisterschaft hat auch auf das Internet übergegriffen. In den letzten Stunden haben wir dies wieder eindrucksvoll erlebt.

Natürlich ging es darum, dass Online-Experten beim Handballbund die Zugriffs-Peaks offenbar unterschätzt haben:

Unsere Techniker arbeiten derzeit mit Hochdruck an einem Update der Server und Infrastruktur …

Na ja. Und einen Live-Ticker jibbet ooch nich. Da Zeit und Lust vorhanden, deshalb hier heute Live-Handball.
14.00 Sind die Namensrechte für Hanniball überhaupt mit dieser Billard Bar geklärt?