Archiv der Kategorie 'Live'

Live: Schalke- und Bayern-Bezwinger gesucht

Nicht nur die Viertelfinale der europäischen Fußballwettbewerbe werden heute ausgelost, sondern die Semifinals gleich mit dazu. Unverständlicherweise wurde auf das Endspiel verzichtet. Um 13 Uhr (CL, 14 Uhr Uefa-Pokal) geht es los.

Champions League:

FC Arsenal London – FC Liverpool
AS Rom – Manchester United
FC Schalke 04 – FC Barcelona
Fenerbahce Istanbul – FC Chelsea London

Halbfinale:

Arsenal/Liverpool gegen Fenerbahce/Chelsea
Schalke/Barcelona gegen Roma/ManU

UEFA-Pokal:

Bayer 04 Leverkusen – Zenit St. Petersburg
Glasgow Rangers – Sporting Lissabon
FC Bayern München – FC Getafe
AC Florenz – PSV Eindhoven

Halbfinale:

Bayern/Getafe gegen Leverkusen/St. Petersburg
Rangers/Lissabon gegen Florenz/Eindhoven

Live: Bayern München vs. HSV

Kinderkrankheiten sind im Plural, bei Mistwetter und eigentlich erforderlicher Genesungsruhe (Ruhe und Kinder kleiner fünf Jahre ist im übrigen ein Paradoxon) durchaus eine sportliche Herausforderung für den Kinderkrankheitskoordinatoren, der schließlich in einem heroischen Akt sämtlichem Erregerungeziefer Asyl bot, selbst eine gewisse Zeit darniedersiechte und somit heute lieber den Fernsehton ausgeschaltet lässt. Die Kopfnerven danken es.

Supersonntag

Nachtrag: Aktion entspannteres Lesen im Livesektor.

Tach. Hübscher Sportmix heute, von allem ein wenig dabei:

1400 Zweite Liga
1415 Biathlon-WM, Verfolgung Herren
Eisschnellauf, Mehrkampf-WM
1700 Bundesliga: BVB-Schalke, Bayern-Werder
1800 Afrika Cup, Finale

Ich übergebe mich ins angeschossene Liveblogtool.

DFB-Pokal: BVB vs. Werder

Ab heute Abend live und ungekürzt von zu Hause. Ich freu‘ mich!

Handball-EM: Deutschland gegen Spanien

Das dritte und eher – weil schon für nächste Runde qualifiziert – unwichtige Vorrundenspiel Deutschlands bei der EM in Norwegen beginnt 16.30 Uhr, ab dann live weiter mit neuer Technik.
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Erstes Vorrundenspiel gegen Weißrussland
Deutschland vs. Spanien bei der WM 2007
Handball beim Nachspiel

Handball-EM: Deutschland vs. Weißrussland

18.40 Russland ist in der Gruppe B an Montenegro hängen geblieben, es hat nur zu einem 25:25 gereicht. In Bergen ist auch Schluss: Deutschland besiegt Weißrussland mit 34:26 und spielt am Sonnabend um 18.15 Uhr gegen Ungarn. Adjø!
18.30 Die Weißrussen haben in 20 Minuten ganze zwei Tore geworfen, in den letzten zehn überhaupt keines. Das genügt, die Partie ist entschieden, der Rest ist Auslaufen. Brand hat alles richtig gemacht, die Einwechsler Bitter und Klein (für Jansen) haben sich bewährt. 31:22.
18.25 Michi Kraus und Andrej Klimovets zum 26:21, die Weißrussen wirken kraft- und saftlos. Dominik Klein wirft zum … meine Fresse, 108 km/h, das ist nicht mal außerorts erlaubt. Na jedenfalls 27:21, noch 13 Minuten, das sollte langen, zumal Bitter sich warmgehalten hat.
18.15 Jau, Deutschland, scheiß auf die Abwehr, hauptsache imma einer mehr als die andern. Paraden hüben wie drüben, es hat sich das schönste run‘n'gun entwickelt. Klimovets erhöht auf 24:20, noch 20 Minuten.
18.10 Markus Baur im Volleyballstil: Einen Distanzwurf von Hens lässt Feschanka abprallen, Baur knallt einfach drauf, Tor. Ganz nett, aber die deutsche Abwehr startet sehr, sehr entspannt in das Turnier. Ohne Fritz, der jetzt durch Johannes Bitter vertreten wird, wär das recht wenig. 22:19.
18.05 Weidda. Roggisch will noch mehr Pause, darf zwei Minuten dranhängen. Barys Puchouski mit einem schrägen Wurf: Links am Gegenspieler in die rechte Torseite. Im Gegenzug Kehrmann, dann wieder Puchouski, Siebenmetertor für D, und schließlich ist Roggisch wieder da – 18:15.
17.55 Mann, Jansen! Der Mann schmeißt einen sicheren Konter weg respektive in die Hände des Torwarts namens Feschanka. Und der letzte Angriff, nur noch Sekunden zu spielen, da steht er frei … und wirft den Ball unmotiviert an des Keepers rechte Bein. Nun, Halbzeit, D führt mit 16:13.
17.50 Kehrmann über rechtsaußen, der Flori dreht, was das Handgelenk hergibt und trifft zum wichtigen 15:13. In der Schlussphase eine deutsche Überzahl, was sich prompt mit dem nächsten Tor durch Torsten Jansen in der Bilanz bemerkbar macht.
17.45 Der Pfosten verhindert ein Kehrmann-Tor und leitet einen Konter der Roten ein: Nur noch 14:11 für D. Eine BEL-Netzausbeulung später reichts dem Heiner, er auszeitet und doziert ruhig, wie denn nun weiter und überhaupt.
17.40 Holger Glandorf! Der Mann semmelt den Ball ans Lattenkreuz, das dem Riesen von der HSG Nordhorn wohl gesonnen und so freundlich ist, über den Umweg Torwartrücken ein gültiges Tor zu ermöglichen. Weißrussland jetzt mit der taktischen Brechstange, der Rückstand schmilzt ein wenig – 9:13.
17.35 Backcourt Oleg Velyky, und der spielt für Deutschland, hat Knie-Aua und mit der EM vorerst nichts mehr zu tun. Das Spiel läuft noch, bei 12:5 für den amtierenden Weltmeister nach 15 Minuten ist noch Spannung wie Doping im Biathlon – zunächst nicht durch Fakten zu belegen.
17.30 Gelbe Karten am laufenden Meter. Die Aggressivität zahlt sich aus, D zieht auf 8:5 davon. Das erste Spieldrittel lassen die versammelte Schnurbartschaft nun nicht erzittern, alles im Griff für die – jaha – Gelb-Schwarzen.
17.20 Erstes Tor nach 45 Sekunden, Markus Baur versenkt einen Siebenmeter. Die Weißrussen spielen wie Kautschuk, zäh und klebrig. 3:3 nach 5 Minuten.
17.15 Ach du Scheiße, der Hallenboden sieht aus wie eine Webseite vor zehn Jahren: neongelb. Bäh! Und dazu blaue Torkreise, ich sach nur Ikea. Und los geht das.
17.10 Ein deutscher Fanblock komplett in gelb-orange, nanu? Die obligatorischen Bärte sind da, die WM-Stimmung noch nicht ganz. Warum fassen sich die Weißrussen bei der Hymne mit der linken Hand gegenseitig auf die linke Schulter? Polonäse?
17.00 Weißrussland hat in der EM-Quali gegen die Slowakei, Moldawien und Zypern gewonnen, vier Spieler laufen in der Bundesliga auf, und alles andere als ein deutscher Sieg wäre wohl eine Blamage.
16.45 God Dag! Heiners Herren on the way to Europameistertitel, heute die Auftaktpartie in der Gruppe C entweder in ihren Zett!de-eff, für dreifuffzich im Netz oder prosaisch an dieser Stelle.


foto_flickr

Volleyball, Olympia-Quali: Deutschland vs. Polen

19.40 So ein blödes Ding, das: Polen gewinnt den Tiebreak mit 15:8, im Fußball hätte man jetzt gesagt, sie fanden über Kampf ins Spiel. Die Deutschen können sich heute Abend mal kollektiv in den Hintern beißen, so ein Spiel bei einer Vierpunkteführung im vermeintlichen Siegessatz noch derart konsterniert abzugeben. Guten Abend, und: Man liest sich.
19.30 Die rot-weißen Fans tanzen, ihrer Mannschaft kann mit einer 9:2-Führung im Entscheidungssatz kaum noch etwas passieren. Ich lege mich mal fest: Die Meckereien von Coach Guidetti, die folgende Gelbe Karte in einer wichtigen Spielphase haben den fast schon sicher geglaubten Sieg gekostet. Polen psychisch frischer, selbstbewusster, hier und da auch glücklicher.
19.20 Die deutschen Blocks werden immer harmloser. Dazu ein simpler Annahmefehler – 2:6. Auszeit.
19.15 Angelina Grün, natürlich. Die Kapitänin bringt den DVV-Sechser auf 18:19 heran. Guidetti im Stress und im Clinch mit den Schiris, die einen „noch dran oder nicht dran“-Ball für Polen entscheiden. Kurz darauf technischer Fehler gegen D, die Halle pfeift, Polen gleicht mit 25:19 zum 2:2 aus.
19.10 Missverständnisse, Annahmefehler, Ausbälle – unglaublich: Polen erwacht und zieht nach einem 9:1-Zwischenspurt auf 17:13 davon. Es riecht ein bisschen nach Tiebreak.
19.00 Es wird vermehrt mit Lobs gespielt, den Damen geht offenbar ein wenig die Sprungkraft aus. D führte schon mit 12:8, beim 12:10 setzt es eine Auszeit.
18.50 Kurz und knackig: Im Schnelldurchlauf holen die DVV-Damen nach drei vergebenen Satzbällen mit 25:12 den dritten Satz. Hat dieses eindeutige 2:1 die Polinnen genug demotiviert, oder kommen Glinka & Co. noch mal zurück?
18.40 Jetzt mal nicht überheblich werden: Angelina Grün hebt die Streifenkugel lässig in die gegnerische Spielfeldmitte, sechs Polinnen verlassen sich aufeinander, das 16:8 für Deutschland ist die Folge.
18.30 Grün blockt und punktet und punktet blockend. Hanka Pachale mit erfolgreichem Einerblock, Polen leicht demotiviert. Kein Wunder, bei 4:11-Rückstand.
18.20 Die zwischenzeitlich ausgewechselte Frau Glinka spielt wieder mit und schmettert die Polinnen mit 22:19 in Front. Klarer Fall von psychologischer Präsenz-Power. Polen gewinnt mit 25:21 und gleicht damit zum 1:1 aus.
18.15 Polen macht drei Punkte in Folge und gleicht zum 14:14 aus. Ein roter Block zum 17:17 meint den deutschen Trainer Guidetti zu einer Auszeit zu zwingen.
18.10 Die Frau mit dem ungewöhnlichsten Nachnamen seit Annette Dytrt erpunktet eine knappe Führung: Corinna Ssuschke aus Karl-Marx-Stadt (hallo, DVV! Transit gibt es auch nicht mehr!) dürfte der Alptraum für Katja Burkhardt sein.
18.00 Angelina Grün ins Aus, die extra eingewechselte Linda Dörendahl mit Aufgabe ins Netz, es wird noch mal knapp. Deutschland bringt den Satz schließlich nach einem missglückten Polen-Lob von durch - 1:0
17.50 Hanka Pachale schlägt den Block an, es steht 20:17 für D in schwarz. Dann Glück für Grün, die den Block anschlägt – 21:17.
17.45 Schön laut ist das in der Halle in Halle. Es geht hin und her, so ist das nun mal beim Volleyball. Im Ernst: Kein Team mit mehr als zwei Punkten Vorsprung. Und bei Polens Hauptangreiferin Malgorzata Glinka möchte ich auch nicht in Ungnade fallen, die hat einen Schlag in der Schublade, heiliger Himmel. 2. Auszeit D bei 15:16.
17.40 Heike Beier mit Problemen beim polnischen Flatteraufschlag. Polska geht mit 8:7 in Führung. Auszeit D, Signore Guidetti redet besonders auf die Angreiferinnen ein.
17.35 Ich sehe immerzu polnische Blocks. Deutschland führt mit 5:3, ist aber meist aus der Distanz oder nach polnischen Fehlern erfolgreich.
17.30 Der deutsche Sixpack: Tanja Hart, Hanka Pachale, Cornelia Dumler, Christiane Fürst, Angelina Grün, Corina Ssuschke. Libera ist Heike Beier.
17.25 Hübsches Verschreiberli im Liveticker:

Das Spiel gewinnt in wenigen Augenblicken …

17.20 Die deutschen Volleyballerinnen wollen nach Peking. Das Qualiturnier in Halle/Westfalen begann die DVV-Auswahl mit einem lockeren 3:0 gegen die Türkei. Gelingt jetzt ein Sieg gegen die favorisierten Polinnen, ist der Sieg in der Vierergruppe A und das Halbfinale so gut wie sicher. Nur der Turniersieg bedeutet das Ticket nach ganz weit ostwärts.

Deutschland vs. Kanada

15:30 Alle freuen sich. Nur der Blatter guckt wieder so komisch. Und unsere Queen of Eloquenz, Birgit Prinz, sagt: „Was soll ich dazu noch sagen?“
15:25 Kleiner Newscheck zehn Minuten danach: Spiegel hat noch nix, alle anderen waren schneller.
15:20 Birgit Prinz lässt sich widerwillig von Mayer-Vorfelder küssen. Dann die Erinnerungsfotos.
15:15 Schade, kaum Jubel in Zürich. Ich hätte Herrn Zwanziger und Frau von der Leyen gerne mal richtig miteinander freudeschreien sehen.
15:13 Es ist Deutschland.
15:10 Blatter spricht. Nach der gut zweiminütigen Begrüßungsorgie folgt das übliche Dankbarkeitsgesabbere. Der Fifa-Präsident ähnelt mit dem Alter immer stärker Danny de Vito. Nachtrag: Das Licht im Saal wird übrigens zu 80 Prozent von Franz Beckenbauer produziert.
15:03 Vor sieben Jahren saß ich in Berlin mit dem halben Wohnheim vor dem Fernseher, als Deutschland eine WM bekam. Von Frauenfußball war damals noch keine Rede.
15:00 Laut n-tv sind drei der 24 Wahlberechtigten nicht dabei. Also kein Unentschieden.
14:58 n-tv überträgt auch. N24 nicht. Die Fifa streamt live. Blitzlichtgewitter in Zürich.
14:55 Im Sitzungssaal des Sinsheimer Rathauses wird die Bekanntgabe auch live verfolgt, könnte man doch WM-Städtchen werden.
14:52 „Da hängt ein bisschen was in der Technik“, sagt die Moderatorin, und man kann nur hoffen, dass Phoenix nicht für den Bewerbungsfilm verantwortlich war.
14:50 Wer das Merkelsche Grußwort hören und sehen möchte, den bitte ich hier entlang.
14:45 Der frühere Bundestrainer Gero Bisanz ist im Studio. Er trägt einen Jogi-Löw-Gedenkrollkragenpullover. In schwarz.
14:40 Huch, auf Phoenix gibt es traurige Langzeitarbeitlose. Die schöne WM-Vorfreude ist futsch.

Fußball-WM: Deutschland vs. Brasilien

15:50 Mit den Worten von Norbert Galeske: Aus, aus! Deutschland ist Fußballfrauenweltmeister. O je. Aber dennoch: Hut ab und herzlichen Glückwunsch!
15:45 Tooor! Ich weiß zwar nicht, wer, wann und wie, weil gerade Kinderkrach im Badezimmer. Aber Deutschland führt 2:0 und hat somit fünf Minuten vor Schluß seinen WM-Titel so gut wie verteidigt!
15:40 Der Rechner streikt. Runter-, dann wieder hochgefahren. Aber es ist jetzt auch schon alles egal. T minus 10 Minuten.
15:30 Brasilien drückt. Nadine Angerer hat jetzt den Zenga-Rekord geknackt. Es ist ein Spiel auf ein Tor. Bleibt es dabei, wird mindestens eine Frau nach dem Abpfiff heulen wie Olli Kahn 2002 in Japan: Elfmeterverschießerin und Dribbelgöttin Marta. T minus 20 Minuten.
15:20 Formiga passt auf Daniela, die von Linda Bresonik im Strafraum ge-, nun ja, gestoßen wird. Dennoch, der Elfmeter ist vertretbar. Marta schießt ganz schwach, halbhoch, halblinks, Angerer hält! Deutschland führt weiter. T minus 30 Minuten.
15:10 Schnell ausgeführter Freistoß für D, Smisek auf dem rechten Flügel, exakte Rückgabe auf Birgit Prinz, die aus zehn Metern mit einem trockenen Schuss die verdutzte Andreia im brasilianischen Tor überwindet – 1:0 für Deutschland! T minus 40 Minuten.
15:08 Erste deutsche Duftmarke nach dem Wiederanpfiff: Freistoß von links, Kopfballversuch von Garefrekes, missglückter Schuss von Melanie Behringer. Gegen die permanente Gefahr, die von den Gelb-Blauen ausgeht, war das jedoch Kindergarten.
14:50 Die DFB-Auswahl rettet sich in die Halbzeit. Ich will gar nicht wissen, wie hoch der Ballbesitzanteil der Südamerikanerinnen gewesen ist. Jetzt ist Sylvia Neid gefragt. Der Ball muss nach vorne, die furchteinflößendste Deutsche spielt nun mal dort.
Ach so: Die SZ sieht auch zu.
14:30 Brasilien aktiver, aggressiver, lauernd. Deutschland nur ab der Mittellinie präsent, vorne geht so gut wie gar nichts. Entweder teilen sie sich die Kräfte ein und lassen den Gegner leerrennen, oder die Neid-Frauen können es nicht besser.
14:20 Birgit Prinz wird umgestoßen. Das ist mir deshalb einen eigenen Eintrag wert, weil ich so etwas in dieser Vehemenz noch nie gesehen habe. Das hat auch etwas mit Physik zu tun. Aber Prinz dürfte jetzt sauer sein, das ist gut für schwarzrotgold.
14:18 Eintatschfußball: Direktpass folgt Direktpass folgt Direktpass, dann schlenzt Sandra Smisek den Ball überneben das Tor. Brasilien nun etwas abgekühlt, das Spiel kann beginnen.
14:10 Chance für Brasilien: Freistoß von halblinks (Garefrekes sah zuvor gelb), Angerer lässt abprallen, der Nachschuss von Christiane trudelt ins Aus. Ich bin kein Freund von Gewalt, aber die Weiß-Schwarzen sollten die euphorisch dribbelnden Gegnerinnen erst mal beruhigen können, sonst klingelts’s bald und der schöne Zu-Null-Rekord ist futsch.
14:02 Dann also Anpfiff. Schiedsrichterin ist Tammy Ogston aus Australien, 34.000 Menschen sehen das Spiel vor Ort, ARD-Reporter ist Norbert Galeske. Die Kulisse ist momentan deutlich besser als bei den beiden Halbfinals, als höchstens bei Torszenen mal Spontanjubel aufbrandete.
13:45 Mittagsruhe. Alles schläft. Alles leise. 15 Monate altes Deutschland-Fähnchen hängt noch im Keller. Finale, Deutschland gegen Brasilien. Wie vor fünf Jahren bei den Männern. Bei den Frauen spielen die Mannschaften wenigstens noch so, wie sie heißen. Marta gegen Prinz. Hackentrick gegen Wucht. Wer jemanden kennt, der Frauenfußball nicht leiden kann, sollte ihn jetzt vor den Fernseher zerren.

Frauen-WM: Brasilien vs. USA

15:48 Kleiner Vorschlag für Bild-Redakteure: Bella Marta. Christiane hat Langeweile und trifft nacheinander Querlatte und linken Pfosten. Dann ist das Spiel vorbei.
15:40 Noch zwei Worte zu Bartels & Künzer: Na ja. Tom Bartels hat Mühe, permanent auf seiner Zunge liegende Vergleiche mit dem Männerfußball zu unterdrücken, und Nia Künzer kommt über „WM-Finale, da entscheidet auch die Tagesform“-Plattitüden kaum heraus. Tooooouuuhmeingott! Marta spuckt ihrer Gegenspielerin, deren Namen ich nach Bitten ihrer Familie lieber nicht nenne, fußballerisch ins Gesicht, legt den Ball am Strafraumrand per Hacke rechts an ihr vorbei, sprintet links vorbei, noch ein Haken, Schuss – 4:0. Müsste in einigen Stunden auf der Internetvideoplattform ihrer Wahl erhältlich sein.
15:30 Also, liebe dreieinhalb Leser und Rinnen, wenn Sie heute Nachmittag noch etwas vorhaben sollten, nur zu. Das zweite Halbfinale der Fußball-WM ist gegessen, finito, Ende im Gelände, da passiert nix mehr. Brasilien ist und war besser, hatte mit dem Eigentor und dem vollkommen falschen Gelb-Rot zweimal das Glück des Tüchtigen und muss nun ohne zwei Stammverteidigerinnen am Sonntag gegen Deutschland.
15:18 Ghost Dog hat Recht: Die chancenlosen Amis machen hier einen auf Norwegen und liegen nach einem gepflegten Konter und Christianes Tor jetzt 0:3 zurück.
15:10 Jau, ich hol mir gleich `n Schokokeks! Marta verarscht ihre Gegenspielerin und steht gefühlte zwanzig Sekunden dauerfintierend am Ball, sie hätte dabei auch eine Zeitung rausholen können, so provokant lässig war das. Im Gegenzug senst US-Angreiferin Abby Wambach an der Außenlinie zur Strafe alles Gelb-Blaue weg, was dort kreucht und fleucht. Sie kassiert Gelb und vielleicht auch ein wenig mehr Respekt der jetzt offenbar unbesorgten Brasilianerinnen.
14:45 Oha. Noch ordentlich Farbe kurz vor der Halbzeit. Renata Costa sieht wegen eines Allerweltfouls Gelb, sie wäre im Finale ebenso wie die vorher verwarnte Aline gesperrt. Kurz darauf musste Schiedsrichterin Nicole Petignat wohl auch die Rote Karte in ihrer Brusttasche irgendwie rechtfertigen: Shannon Boxx fliegt bei einem brasilianischen Konter die vorher gestolpterte Christiane in den Rücken, als Dank sieht die vorher schon Verwarnte Gelb-Rot. Ganz schwach, mindestens die Assistentin hätte dieses klare Nicht-Foul registrieren müssen.
Und die brasilianische Betreuerbank hat so komische lila WM-Leibchen an. Ist das Pflicht?
14:30 Und es reigt weiter: 2:0 durch Marta. Der Superstar degradiert die US-Abwehr zu staunenden Mädchen, sie kurvt ungefährdet in den Strafraum und zieht ab: Der flache Ball kann von Keeper Scurry nur noch in die linke Torecke gelenkt werden. Letzt Reste von Taktik sollten bei den Weißen jetzt passé sein.
14:27 Ein herrlicher Flugkopfball nach einem Eckball bringt das 1:0 für Brasilien. Torschützin ist Leslie Osbourne, ihres Zeichens amerikanische Mittelfeldspielerin. Wie schon gestern eröffnet ein klassisches Eigentor selbigen Reigen. Hoffe ich doch.
14:11 Anders als im gestrigen, eher taktisch geprägten Halbfinale gehen die beiden Teams heute sowohl bei den Zweikämpfen als auch beim Spielaufbau schon viel intensiver und zielstrebiger zur Sache. Das Visier ist ein Stück weiter offen, das erste Tor könnte bei gleichbleibendem Tempo früher als gestern fallen.
14:05 Bartels wurde Künzer als Ko-Kommentatorin zur Seite gesetzt, vielleicht um allzu große Schnitzer zu vermeiden. Die brasilianische Stürmerin Christiane schwalbt, auf der Gegenseite ein erster Achtungs-Kopfball von O‘Reilly.
13:45 Kommentator bei der ARD heute Tom Bartels, im Studio wieder Ursula Hoffmann und Nia Künzer, denen man gestern zumindest nicht vorwerfen konnte, allzu kumpelig-kuschelig miteinander gesprochen zu haben.

Deutschland vs. Norwegen

15:50 Abpfiff. Morgen das zweite Semifinale Brasilien-USA, Anpfiff wieder 14 Uhr, live wieder ARD/Eurosport und hier. Und ich brauch‘ jetzt erstmal ein Kaugummi.
15:40 Die quirlige Fatmire Bajramai drischt die Kugel lustvoll an die Querlatte und ärgert sich nicht mal darüber. Norwegen am Boden, und mir fällt gerade auf, dass bislang erst eine Gelbe Karte in die klare chinesische Abendluft gereckt wurde.
15:33 Muss ich die Zwiebeln also selbst essen: Die mittlerweile für Smisek eingewechselte Martina Müller ersprintet sich ein übelgelauntes norwegisches Rückgäbchen und schiebt locker zum 3:0 für Deutschland ein.
15:30 Die Vorentscheidung: Prinz dribbelt in den Strafraum, passt auf Stegemann. Deren Verlegenheitsschuss senkt sich abgefälscht vom Innenpfosten ins Tor – 2:0! Ich würde jetzt meine aufgeweichten Salatzwiebelreste verwetten: Deutschland steht im WM-Finale.
15:15 Trine Roenning stoppt einen 3-3-Konter, den Garefrekes abzuschließen verwehrt bleibt. Deutschland souverän, Norwegen kann nicht mehr wechseln, die Roten holen jetzt Luft für die offenbar halbstündige Schlussoffensive.
15:00 Wenn das so weitergeht, wird Zwanzigers Talismulett bald einen Platz im deutschen Fußballmuseum neben Lehmanns Zettel finden. Fast sein komplettes Halbzeitinterview drehte sich um das beige, hässlichkitschige Dingens.
14:42 Kurz vor der Pausenbionade das 1:0 für Deutschland! Und wenn ich richtig Ahnung von Frauenfußball haben würde, hätte ich den Treffer mit typisches Birgit-Prinz-Tor kommentiert. Die Rekordstürmerin rollt von links auf das norwegische Tor zu und – ja, flankt, schießt, wasweißich. Jedenfalls ist Innenverteidigerin Trine Ronning so beeindruckt von der Prinzschen Zielstrebigkeit, dass sie den Ball mit ihrer Schulter ins Netz lenkt.
14:40 DFB-Trainerin Sylvia Neid reagiert: Behringer verlässt den verwaisten linken Flügel gen Auswechselbank, Bajramai soll jetzt für mehr Druck sorgen.
14:35 Jetzt sind es die Deutschen, die hin und wieder mal einen Konteransatz zeigen. Ansonsten Norwegen mit verstärktem Pressing, 5:0 Ecken, jedoch kaum furchteinflößenden Chancen.
14:23 Die Antwort der Norwegerinnen besteht aus zwei Distanzschüssen, einem Kopfball und der ersten Chance des Spiels: Kaurin plötzlich frei vor dem Tor, aus zehn Metern zwingt ihr platzierter Kullerball die deutsche Torfrau Nadine Angerer zu einem ordentlichen Hechtsprung.
14:15 Renate Lingor mit dem nächsten hochfliegenden Schuss. Die DFB-Elf verlagert ihr Aufbauspiel zu einem größeren Teil über den rechten Flügel, Kerstin Garefrekes bringt immer wieder Unruhe in die norwegische Defensive.
14:08 Wer sich nicht entscheiden kann: Der Eurosport-Ton ist grausam grell ausgesteuert, die 1 dagegen angenehm dumpf. Deutschland mit ganz leichten Vorteilen.
14:02 Sandra Smisek wuchtet den Ball über das Tor. Im Gegensatz zur ARD bin ich dennoch der Meinung, keine „gute Chance“ gesehen zu haben.
13:55 Der Mozzarella-Salat ist mit Balsamico geflutet, es kann losgehen. Die Republik ist bereit, die 118. Minute zu vergessen: Bahn frei für das WM-Finale!