Archiv der Kategorie 'Handball'

St. Pauli Nachrichten

Jetzt erfüllt das Stadion bei Hamburg’s sündiger Meile endlich alle Klischees, denn ab sofort prangt auf zwei Werbebanden das ORION-Logo mit dem Zusatz „100 Prozent Erotik aus Flensburg“. Dieser eher nüchterne Auftritt am Spielfeldrand mag den einen oder anderen zwar enttäuschen, dennoch passt die fast hanseatische Zurückhaltung des Flensburger Unternehmens gut zum braun-weißen Kult-Verein.

Der FC St. Pauli hält die einst vom FC Homburg fast begonnene Tradition der Erotikwerbung aufrecht (ha). Am Millerntor stehen (haha) nun zwei schnöde Werbebanden, zudem sollen 20.000 Pauli-Kondome in den Verkehr (hahaha) gebracht werden. Erster Höhepunkt (ich kann mich kaum noch halten) für die neuen Banden wird die Partie morgen gegen Jena sein, wenn gut 22.000 Zuschauer im erweiterten Stadion erwartet werden.

Jetzt aber ’ne Zigarette …

ps. Beim Handball gibt es übrigens Wischerinnen. Sie sind tatsächlich in der Lage, hochgeworfene Bälle problemlos wieder aufzufangen.

Fuchs, du hast die Gans gestohlen

Der VfL Wolfsburg, deren Spieler gemeinhin auch gern mal die Wölfe genannt werden, hat eher kein Image. Nicht schlecht, nicht gut, nicht böse, nicht brav, nicht opi, nicht öko, gar nichts. Außer VW. Ein kleine Idee, das zu ändern, kommt derzeit aus Berlin, wo das Tier zum Mensch und der Vereinsname zur Kampagne gemacht wurde. Besonders schön finde ich die schlappe Gans im Fuchsmaul. So ein Magath mit fletschendem Wolfsgesicht hätte schon was. Und für das Spiel gegen Duisburg gäbe es da auch gleich ein Motiv für das Ankündigungsplakat.

via

Handball-EM: Deutschland gegen Spanien

Das dritte und eher – weil schon für nächste Runde qualifiziert – unwichtige Vorrundenspiel Deutschlands bei der EM in Norwegen beginnt 16.30 Uhr, ab dann live weiter mit neuer Technik.
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Erstes Vorrundenspiel gegen Weißrussland
Deutschland vs. Spanien bei der WM 2007
Handball beim Nachspiel

Handball-EM: Deutschland vs. Weißrussland

18.40 Russland ist in der Gruppe B an Montenegro hängen geblieben, es hat nur zu einem 25:25 gereicht. In Bergen ist auch Schluss: Deutschland besiegt Weißrussland mit 34:26 und spielt am Sonnabend um 18.15 Uhr gegen Ungarn. Adjø!
18.30 Die Weißrussen haben in 20 Minuten ganze zwei Tore geworfen, in den letzten zehn überhaupt keines. Das genügt, die Partie ist entschieden, der Rest ist Auslaufen. Brand hat alles richtig gemacht, die Einwechsler Bitter und Klein (für Jansen) haben sich bewährt. 31:22.
18.25 Michi Kraus und Andrej Klimovets zum 26:21, die Weißrussen wirken kraft- und saftlos. Dominik Klein wirft zum … meine Fresse, 108 km/h, das ist nicht mal außerorts erlaubt. Na jedenfalls 27:21, noch 13 Minuten, das sollte langen, zumal Bitter sich warmgehalten hat.
18.15 Jau, Deutschland, scheiß auf die Abwehr, hauptsache imma einer mehr als die andern. Paraden hüben wie drüben, es hat sich das schönste run‘n'gun entwickelt. Klimovets erhöht auf 24:20, noch 20 Minuten.
18.10 Markus Baur im Volleyballstil: Einen Distanzwurf von Hens lässt Feschanka abprallen, Baur knallt einfach drauf, Tor. Ganz nett, aber die deutsche Abwehr startet sehr, sehr entspannt in das Turnier. Ohne Fritz, der jetzt durch Johannes Bitter vertreten wird, wär das recht wenig. 22:19.
18.05 Weidda. Roggisch will noch mehr Pause, darf zwei Minuten dranhängen. Barys Puchouski mit einem schrägen Wurf: Links am Gegenspieler in die rechte Torseite. Im Gegenzug Kehrmann, dann wieder Puchouski, Siebenmetertor für D, und schließlich ist Roggisch wieder da – 18:15.
17.55 Mann, Jansen! Der Mann schmeißt einen sicheren Konter weg respektive in die Hände des Torwarts namens Feschanka. Und der letzte Angriff, nur noch Sekunden zu spielen, da steht er frei … und wirft den Ball unmotiviert an des Keepers rechte Bein. Nun, Halbzeit, D führt mit 16:13.
17.50 Kehrmann über rechtsaußen, der Flori dreht, was das Handgelenk hergibt und trifft zum wichtigen 15:13. In der Schlussphase eine deutsche Überzahl, was sich prompt mit dem nächsten Tor durch Torsten Jansen in der Bilanz bemerkbar macht.
17.45 Der Pfosten verhindert ein Kehrmann-Tor und leitet einen Konter der Roten ein: Nur noch 14:11 für D. Eine BEL-Netzausbeulung später reichts dem Heiner, er auszeitet und doziert ruhig, wie denn nun weiter und überhaupt.
17.40 Holger Glandorf! Der Mann semmelt den Ball ans Lattenkreuz, das dem Riesen von der HSG Nordhorn wohl gesonnen und so freundlich ist, über den Umweg Torwartrücken ein gültiges Tor zu ermöglichen. Weißrussland jetzt mit der taktischen Brechstange, der Rückstand schmilzt ein wenig – 9:13.
17.35 Backcourt Oleg Velyky, und der spielt für Deutschland, hat Knie-Aua und mit der EM vorerst nichts mehr zu tun. Das Spiel läuft noch, bei 12:5 für den amtierenden Weltmeister nach 15 Minuten ist noch Spannung wie Doping im Biathlon – zunächst nicht durch Fakten zu belegen.
17.30 Gelbe Karten am laufenden Meter. Die Aggressivität zahlt sich aus, D zieht auf 8:5 davon. Das erste Spieldrittel lassen die versammelte Schnurbartschaft nun nicht erzittern, alles im Griff für die – jaha – Gelb-Schwarzen.
17.20 Erstes Tor nach 45 Sekunden, Markus Baur versenkt einen Siebenmeter. Die Weißrussen spielen wie Kautschuk, zäh und klebrig. 3:3 nach 5 Minuten.
17.15 Ach du Scheiße, der Hallenboden sieht aus wie eine Webseite vor zehn Jahren: neongelb. Bäh! Und dazu blaue Torkreise, ich sach nur Ikea. Und los geht das.
17.10 Ein deutscher Fanblock komplett in gelb-orange, nanu? Die obligatorischen Bärte sind da, die WM-Stimmung noch nicht ganz. Warum fassen sich die Weißrussen bei der Hymne mit der linken Hand gegenseitig auf die linke Schulter? Polonäse?
17.00 Weißrussland hat in der EM-Quali gegen die Slowakei, Moldawien und Zypern gewonnen, vier Spieler laufen in der Bundesliga auf, und alles andere als ein deutscher Sieg wäre wohl eine Blamage.
16.45 God Dag! Heiners Herren on the way to Europameistertitel, heute die Auftaktpartie in der Gruppe C entweder in ihren Zett!de-eff, für dreifuffzich im Netz oder prosaisch an dieser Stelle.


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Flocke, Flickr, Fritz

Die morgen beginnende Handball-Europameisterschaft ist erkennbar an einem Logo, das gekonnt drei moderne Themen grafisch miteinander verbindet:

- den Trendsport Handball
- das Trendtier Eisbär
- die Trendfarben hellblau-magenta

Sport im Januar

Am Sonnabend beginnt die weltbekannteste Wettfahrt durch die Wüste, die 30. Auflage der Rallye Paris-Dakar, die jedoch dieses Mal in Portugal startet und deshalb auch anders heißt. In Lissabon soll es zum Start Public Viewing geben.

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaften der Männer (ab 7.) und Frauen (ab 15.) wollen in Qualifikationsturnieren vor heimischem Publikum die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen in Peking lösen. Laut Weltrangliste sind die Chancen einer erfolgreichen Quali sowie einer Nichtmedaille in Peking in etwa gleich groß.

Ab 17. trägt Deutschland wieder Bart. Die Handball-Männer messen sich in Norwegen zunächst mit Weißrussland, Ungarn und Spanien, um schließlich um die EM-Krone zu spielen. Sollte der Brand-Heiner das Ding auch noch gewinnen, wird er wohl nicht nur in Öl gemalt, sondern auch in Gold gegossen werden.

Stellvertretend für den Wintersport weise ich auf die Eiskunstlauf-EM in Zagreb hin, die ab 20. die Pro7-Zuschauer begeistern wird. Wie im offiziellen EM-Blog geschrieben steht, ist die Stimmung gut, „fast besser als auf Klassenfahrten“.

Am gleichen Tag beginnt in Ghana die Afrikameisterschaft der Fußballer. Wie wir seit heute wissen, wird der Gastgeber gewinnen.

Beim DFB-Pokal-Achtelfinale am 29. treten sich die Bundesligisten aus Dortmund und Bremen beim historischen 7:6 n.V. so dermaßen in die Beine, dass beide Klubs in der Liga ordentlich abrutschen. Schalke, Stuttgart, der HSV und die Bayern zittern sich auswärts gegen unterklassige Vereine der nächsten Pokalblamage entgegen. Hansa fliegt gegen Hoffenheim raus, woraufhin das halbfertige Hoppodome von verärgerten Koggenfans vollkommen zertrümmert wird.


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Weltrekorde in 52 Jahren ausverkauft

2060 habe man dann, wenn sich die Bedingungen nicht grundsätzlich verändern, die Asymptote erreicht und die möglichen Rekorde zu 99,95 Prozent eingestellt. Um die Rekorde noch zu brechen, muss man dann den 100 Meter Lauf in Tausendstelsekunden, den Marathon in Hunderstel messen oder das Gewichtheben in Gramm entscheiden …

Das wird ein Spaß, den wir leider nicht mehr in voller Blüte erleben werden. Weltrekorde, so was blödes aber auch. Es lebe der Mannschaftssport!

Wer will zum Beispiel ausschließen, …
… dass in 100 Jahren ein Fußball-Starstürmer in einem Spiel fünf durch Torwartfehler verursachte Abstaubertore in Folge erzielt?
… dass in 90 Jahren eine Mannschaft Handballweltmeister wird, dessen Trainer einen Vollbart trägt?
… dass in 80 Jahren kräftige chinesische Vierlinge die Doppelkonkurrenzen im Frauen- sowie Herrentennis dominieren?
… dass in 70 Jahren Volleyballerinnen nur noch in Tangas spielen dürfen?
… dass in 60 Jahren der EBC Rostock die Basketball-Bundesliga im siebten Finalspiel erst nach der sechsten Verlängerung gewinnt?
… dass in 55 Jahren ein Eishockey-Crack nach einem brutalen Stockgrätschfoul einen dreifachen Salto aufs Eis, das die Welt bedeutet, zaubert?

Ämterhäufung ist doof

Skurrilster Verdacht: Die Beförderung erschossener Schweine soll der passionierte Jäger der gGFL als „Schülertransport“ in Rechnung gestellt haben.

Der Magdeburger Handball-Mogul Bernd-Uwe Hildebrandt in der SZ-Mangel.

Quengelware für 6,66

Heute Vormittag in einem Lidl-Markt, irgendwo in Berlin:

Kind: Mamamamamama! Ick will dit aba ham!
Mutta: Ruisch, Jöre, ruisch. Wia sind gleich dranne mitn Bezahln.
Kind: MAAAAAMAAAAAAAA! Ick will!
Mutta: Fadammtet Schtück Nachwuchs! SCHNAUZE JETZT!
Kind: Na dit gloob ick nich. Erst willste mia zu‘n Sport schläppn, weil ick zu fett bin, dann darf ick nichma Füchse kuckn. Arschloch!
Mutta: Selba Arschloch! Säufste doch wieda nur rum, da. Un mit dit Jeld muss ick dem Alten Kippen koofen. Weeste doch, sonst jibbet wieda Sense.
Kind: (holt tief Luft) Liebe Frau Mama, wenn ich nicht sofort diesen Eintrittsgutschein für die Handball-Bundesliga bekomme, knacke ich noch heute dein Sparkonto und rezipiere meinen Lieblingssport ab sofort im Telecafé um die Ecke im Internet.
Mutta: Hugo! Ickweeßwanich, watte eben jesacht hast, ababitte! Hierhaste! Ruinier uns nua! Undankbaret Ding! zur Verkäuferin: Und wenn du mia nochma Fanalmsick nennst, krichste Kloppe. Reicht schon, dassick ich bald wieda den bemalten Magdeburja sehen muss.

Nichts ist unmöglich …

Handball-Bundesligaaaaa!

Projekt Gold, m, 37, B

Der Film „Projekt Gold – Eine deutsche Handball-WM“, der in der nächsten Woche anläuft und den ich mir unbedingt ansehen möchte, ist übrigens männlich, 37 Jahre alt und wohnt in Berlin, Deutschland.