Archiv der Kategorie 'Fußball EM 2008'

EM-Quali: Dreieinhalb Entscheidungen und ein totes Schaf


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Irgendwie doof, dass Deutschland schon qualifiziert ist. Heute und morgen hätte es sonst Billionen Wie Häßler uns damals gegen Wales zur EM schoss-Geschichten gehagelt. So werden wir leider davon fast verschont. Schade.



3:50 Min.

Schon qualifiziert: Österreich, Schweiz, Deutschland, Griechenland, Tschechien, Rumänien, Polen, Italien, Frankreich, Kroatien, Niederlande

Schon disqualifiziert: u.a. Belgien, Ukraine, Ungarn, Slowakei, Israel, Bosnien-Herzegowina, Slowenien, Irland, Serbien, Schottland, Dänemark, Bulgarien.

Gruppe A: Gewinnt Finnland in Portugal, ist die Ski-Nation erstmals für eine Fußball-EM qualifiziert. Es sei denn, Serbien gewönne noch daheim gegen Polen und Kasachstan, dann zählte der direkte Vergleich für die Balkanesen. Holt Portugal auch nur einen Punkt, sehen wir wieder tollen erfolglosen Fußball in der Österreiz.
Gruppe B: Italien gewinnt durch eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung gegen Färöer. Bei den anschließenden Straßenkämpfen zwischen italienischen Vätern und Kindern und den Inselhools wird ein Färöer-Schaf aus Versehen erstochen.
Gruppe C: Türkei (gegen Bosnien-Herzegowina) einen Punkt vor Norwegen (auf Malta). Ich will das Viertelfinale gegen die Schweiz sehen, also: Daumen hoch, Türkei!
Gruppe D: Noch so ein Schmusesieg wie gegen Zypern, und wir haben den Titel so gut wie im Sack. Ich hoffe deshalb auf ein trostloses Unentschieden, damit die Mannschaft in den nächsten Monaten (Länderspiele erst wieder im Februar gegen Österreich, im März gegen die Schweiz) ordentlich Zunder bekommt.
Gruppe E: Verliert England gegen Kroatien, kann Russland durch einen Sieg in Andorra noch das EM-Ticket lösen. Jeder englische Punktgewinn spült die drei Löwen und deren vornehmlich touristisch interessierte Anhänger in die Alpen.
Gruppe F: Schweden (gegen Lettland) drei Punkte vor Nordirland (in Spanien). Der direkte Vergleich spräche zwar für die Briten, unwahrscheinlich ist aber fast schon milde ausgedrückt.
Gruppe G: Alles gegessen in der Balkangruppe. Die Partie Weißrussland gegen Holland nur noch interessant hinsichtlich der Lostöpfe.

Nehme ich die aktuellen Tabellenstände, führen Polen, Portugal, Ukraine, Schottland, Türkei, Griechenland, Deutschland, Tschechien, Kroatien, Israel, Nordirland, Schweden, Niederlande und Rumänien zur EM. Kein Frankreich, Italien, England, Spanien. Mindestens einer der vier Favoriten wird es auch am Ende nicht geschafft haben.

Ein Zitat vom 1. Juni. Und Kroatien war schon immer ein unbequemer Gegner.

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Kategorie EM 2008
Der Wettbewerb steht über allem
Wie entstehen die Lostöpfe für die Auslosung?
Halbzeitbilanz nach dem 7. Spieltag
Die Quali-Regeln
Die Maskottchen

EM-Quali: Zwei Endspiele und ein Kampf um Platz drei


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Der Wettbewerb steht über allem, auch über der Harmonie.

Joachim „Ich will nicht mehr Jogi genannt werden“ Löw

Die EM-Qualifikation geht bald zu Ende. Und ich hoffe, nein, ich erwarte geradezu, dass irgendjemand endlich mal die meilensteinige Hintergründung der Quali-Gruppen mit den sieben Top-Farben der Saison würdigt. Oder was glaubt ihr eigentlich, wer euch die ganze Zeit die Farben rausgesucht hat, hä? Es kann doch nicht sein, dass ich hier nicht kommentiert werde, dafür, dass mir seit einiger Zeit so Hingehustetes ins Blog flutscht. Ihr lest hier doch nur für lau, weil ich mich hin und wieder mal beim Haushaltsgeld bediene. Diese Scheiß-Farben, da seid ihr doch für verantwortlich und nicht ich! Dass ich dieses Blog hier hingestellt habe, hat mich fünf Minuten gekostet. Mit hin und wieder ein paar Spaß-Kommentaren ist das nun mal nicht zu machen. Ihr wollt lesen, aber „Tolle Hintergrundfarben, Aldder!“-Kommentare gibt es nicht, das ist unser Problem in diesem Blog! Wenn ich dann höre, bei anderen Sportbloggern ist alles so toll, bei denen ist nämlich gar nix toll! Die Typen sind mehr oder weniger pleite.

Schon qualifiziert: Deutschland, Griechenland, Tschechien, Rumänien

Schon disqualifiziert: u.a. Belgien, Ukraine, Ungarn, Slowakei, Israel, Bosnien-Herzegowina, Slowenien, Irland.

Gruppe A: Die ersten vier gegen die zweite Gruppenhälfte. Polen (24), Portugal (23), Serbien (20) und Finnland (20) haben alle noch Chancen auf die EM, Polen wäre mit einem Sieg gegen Belgien durch.
Gruppe B: Schottland gegen Italien mit einem klassischen Endspiel. Wer gewinnt, ist durch. Darauf hofft Frankreich. Bei einem Remis könnten selbst die Blauen noch durchs Raster fallen. Schottland müsste aber dann auf die Schützenhilfe der Ukraine und Färöer-Inseln hoffen.
Gruppe C: Norwegen gegen die Türkei in einem zweiten Endspiel. Gewinnt Norwegen, sind sie durch. Gewinnt die Türkei, brauchts noch einen Sieg am Mittwoch gegen Bosnien. Ein Remis zwänge die Norweger zum Punktgewinn auf Malta.
Gruppe D: Irland kann mit einem Sieg auf Wales den dritten Platz sicher machen. Bei einem Remis kann Zypern durch einen Sieg in Deutschland und die Slowakei (in Tschechien) noch aufschließen. Für Spannung und das leibliche Wohl ist also gesorgt.
Gruppe E: Gewinnt oder remisiert Kroatien gegen Mazedonien (im Fußball), werden sie mit der EM belohnt. Selbst eine Niederlage ließe noch theoretische Chancen. Zum Beispiel, wenn Russland in Israel verliert. Das würde auch die Engländer freuen, die auf einen russischen Punktverlust angewiesen sind.
Gruppe F: Schweden (23) und Spanien (22) treffen aufeinander und sind so gut wie durch. Die Verfolger Dänemark und Nordirland (je 17) ebenfalls im direkten Duell. Ein Unentschieden wäre ihr Aus.
Gruppe G: Gewinnt die Niederlande (23) gegen Luxemburg, dürfen sie mal wieder mitspielen. Bulgarien (19) nur noch mit theoretischen Chancen.

Nehme ich die aktuellen Tabellenstände, führen Polen, Portugal, Ukraine, Schottland, Türkei, Griechenland, Deutschland, Tschechien, Kroatien, Israel, Nordirland, Schweden, Niederlande und Rumänien zur EM. Kein Frankreich, Italien, England, Spanien. Mindestens einer der vier Favoriten wird es auch am Ende nicht geschafft haben.

Ein Zitat vom 1. Juni. Israel, die Ukraine und Nordirland sind rausgefallen. Im Moment müssen England und Italien am meisten zittern.

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Geburtstagstorte bei 3sat

Fernsehtipp für heute Abend: Die 3sat-Dokumentation von Daniel Blickenstorfer über das innerhalb von nur zwei Jahren neu gebaute Zürcher Letzigrund-Stadion.


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Architektonisch bemerkenswert die Holzstelzen, die das Holzdach (so sieht es zumindest aus) stützen, sowie die vielen Flutlichtmasten, die auf den Dachrand gesteckt wurden und dem Letzigrund den niedlichen Spitznamen „Geburtstagstorte“ verpasst haben.

Weniger niedlich, dass es jüngst Probleme gab mit den Ticketkontrollautomaten. In diesem Beitrag des FCZ-Watchblogs werden außerdem die unzureichende Anzahl von Eingängen bemängelt. Aber immerhin sagte der Stadionmanager, er habe alles im Griff.

Wenn Austria gegen Austria spielt


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Ich will mich ehrllich gesagt – angesichts der gestern gezegten fußballerischen Katastrophe – gar nicht mit langen Analysen aufhalten, sonst schreibe ich in zwölf Stunden auch noch an diesem Artikel. Nur soviel:Ich habe noch nie ein dermaßen körperloses, technisch erbärmliches und von jeglichem Einstzwillen verlassenes Match gesehen wie das gestrige.

So klingen sie, die Fußballblogeinträge aus dem Land eines der 16 Teilnehmer der kommenden Europameisterschaft.

Pinkeln in der Fankurve

Nachtrag: Betrifft denselben Körperbezirk und erklärt, warum Doping in China

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Dass darauf noch niemand gekommen ist. Dekaden vergingen, und das Fußballpublikum verplemperte Zeit mit Amkloanstehn oder Pinkelplatzsuche, anstatt Fächer zu simpeln, neue Fangesänge zu üben und die Polizei zu ärgern. Dabei ist es so einfach: Ein Chemo-Beutel, rein das Gehängsel, Wassermarsch, fertig. Die Erleichtung passiert ganz diskret unterm Fanschal, und die Gehängsellosen können sich das komplette Toilettenarsenal untereinander aufteilen.

Nein, da muss erst EM-Favorit Österreich daherkommen und diese praktischste Fußballstadion-Erfindung seit der Flutlichtlampe präsentieren. Die Freunde des Olfaktorischen werden`s danken, auch solch doofe Begebenheiten wie das blasenbedingte Verpassen des soeben gefallenen Tor des Jahres gehören mit dem EM-Urinbeutel endlich der Vergangenheit an. Und da die Pisse zu Gel erstarrt (ein Hoch auf Polymerkristalle!), sollte somit auch die Frisurfrage geklärt sein.


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Wie entstehen die Lostöpfe für die Euro-08-Auslosung?

Nachtrag III:
1 Österreich, Schweiz, Griechenland, Niederlande
2 Kroatien, Italien, Tschechien, Schweden
3 Rumänien, Deutschland, Portugal, Spanien
4 Polen, Frankreich, Türkei, Russland

worst case: Niederlande, Italien, Deutschland, Frankreich
best case: Österreich, Schweden, Deutschland, Polen

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Nachtrag II:

… muss ich allerdings leider zugeben, dass der Tagesspiegel-Redakteur Hermanns in diesem speziellen Fall ein bisschen faul ist …

Herr Wieland hat nachgefragt. Und sogar eine Antwort erhalten.

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Nachtrag: So, ich glaube, die Schalker Fraktion hat mich überzeugt, und die Berliner müssen sich irgendwo verrechnet haben. Zum Selbernachlesen:
Wikipedia
Forumsthread
Schalkeforum
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Herr Wieland versucht sich, ich rätsele, der Tagesspiegel weiß es offenbar – vielleicht ist jemand mal so nett und erklärt, wie der Koeffizient, der für die Eintopfung der EM-Qualifizierten maßgeblich ist, denn nun bitteschön berechnet wird.

Bei der UEFA heißt es hierzu:

… Koeffizienten auf der Grundlage ihrer Ergebnisse im Qualifikationswettbewerb für den FIFA-Weltpokal 2006 und/oder im Qualifikationswettbewerb für die UEFA-Europameisterschaft 2006/08.

Die Grundlagentabelle gibt es hier, jetzt fehlen offenbar noch die verfeinernden Faktoren. Wer kennt sie? Wer weiß, wo es sie gibt? Wer bringt sie mal kurz hierher?

England schon abgeschrieben

Der Engländer

Ich habe zurzeit hin und wieder etwas mit einem Engländer zu tun. Einem waschechten Lehrbuch-Engländer, mit leicht angesnobten Akzent (Oxford!), temporärem Verschmitztgrinsen (Humor!) und geschmacksnervenzerfetzenden Essgewohnheiten (Pfuideibel!). Dennoch ein netter Kerl, dem man eigentlich nichts Böses wünschen möchte.

Das letzte Mal haben wir uns am Mittwoch gesehen. Nicht unwichtig vielleicht, dass des Engländers Nummernschild die Zahl 66 ziert und er mich gleich nach der Begrüßung ungeduldigt fragte, ob ich denn wisse, wie es gerade in Moskau … Ich wußte es und sagte: „One goal in Moscow, a very beautiful one.“ Nach einer Kunstpause, die ihren Namen ehrlich verdient hatte, fügte ich nur ein leises „Rooney“ hinzu und erfreute mich an seiner schlaghaft einsetzenden Bestlaune.

Dann ging es an die Arbeit, und es hätte am frühen Mittwochabend keinen Motivierteren geben können als Mister Robson. Bevor wir uns verabschiedeten, wollte er noch das Endergebnis wissen. Als ich jenes in Erfahrung brachte, hoffte ich in einem Anflug von Harmoniebedürfnis noch kurz, dass seine die Grenze zur Fußballarroganz ankratzende Beiläufigkeit, mit der er nach dem Ergebnis (aber eigentlich nach der Höhe des Sieges) gefragt hatte, nicht umgehend vom Fußballgott bestraft würde.

„Two one.“

Kunstpause.

„For Russia.“

Der Engländer lachte. Kurz, stoßweise, dabei leiser werdend. Er fragte einen Umstehenden, dabei auf mich zeigend: „He is famous for joking, isn‘t he?“ Dann begriff er, und sein Abend war erledigt. Er wusste sofort, dass nun alles an Israel hängt, und das machte ihn nicht zuversichtlicher. Wir smalltalkten noch kurz, eigentlich hätte ich ihn jetzt fantastisch necken können, aber mir war nicht danach. Als er mir ein Goodbye hinterherrief, hörte er sich sehr müde an. Auf dem Heimweg fuhr er vor mir, die 66 auf seinem Nummernschild leuchtete matt im Rückschweinwerferlicht.

Dann setzt der Regen ein.

Vierfünfeins und sonst keins

Österreich hat gestern trotz 3:2-Sieg taktisch unflexibel gespielt, lautet das Fazit der ausführlichen Analyse von Herrn Blumenau.

EM-Quali-Regeln: Sechs zu vier für den Fehlerteufel

Anbei die Liste aller Medien, die es nicht geschafft haben
a) die Platzierungs-Regeln der EM-Quali zu recherchieren
b) ihr Tabellensystem rechtzeitig umzuprogrammieren
c) die falschen dpa-Tabellen (ja, die haben es auch falsch) zu korrigieren:

ARD Bild FAZ n-tv Netzeitung taz

Richtig machten es dagegen der Spiegel, die Süddeutsche, das ZDF, die Welt.

Beim Tagesspiegel habe ich die Tabellen nicht gefunden, dafür aber die Platzierungs-Kriterien, die hier noch einmal aufgeführt sind:

Bei Punktgleichheit zweier Mannschaften entscheidet …
1) Höhere Punktzahl aus den Gruppenspielen zwischen den betreffenden Mannschaften (direkter Vergleich)
2) Bessere Tordifferenz aus den Gruppenspielen zwischen den betreffenden Mannschaften
3) Größere Anzahl Tore aus den Gruppenspielen zwischen den betreffenden Mannschaften
4) Größere Anzahl Auswärtstore aus den Gruppenspielen zwischen den betreffenden Mannschaften

Wenn zwei oder mehr Mannschaften nach den oben genannten Kriterien immer noch denselben Platz belegen, wird auf die Ergebnisse aus allen Gruppenspiele zurückgegriffen und die Platzierung nach diesen Kriterien ermittelt:
1) Bessere Tordifferenz
2) Größere Anzahl erzielter Tore
3) Größere Anzahl erzielter Auswärtstore
4) Fairplay
5) Losentscheid

Souverän, abgeklärt, zweikampfstark

Souverän, abgeklärt, zweikampfstark: Die Defensive ist der Schlüssel für die derzeitige Stärke der deutschen Nationalmannschaft.

Manchmal ist nichts so alt wie der Tageszeitungstext eine halbe Stunde vor dem Anpfiff.

Aber mal ehrlich: Wer will schon Irland bei einer EM dabeihaben?