Das Gottlieb-Daimler-Stadion heißt bald Mercedes-Benz-Arena. Steht online in der Stuttgarter Zeitung. Habe ich eben im Feedreader gelesen. Steht morgen in der Zeitung. Wird nächstes Jahr in Lexikon gedruckt. Die Wikipedia wusste es seit kurz vor sechs.
Archiv der Kategorie 'Fußball Bundesliga'
Drei Nachspiel-Tipps zur Wochenmitte
19. März 2008 in Fußball Bundesliga, Buntes und Fußball DFB-Pokal 1 KommentarRobert dröselt die Vergangenheit der Bundesliga-Führungsmenschen auf und stellt entscheidende Fragen:
Wieso gibt es so wenig Quereinsteiger in den Führungsetagen der Bundesliga und was würde passieren, wenn beispielsweise ein Klub wie Hertha BSC mal mit einer qualifizierten Vereinsspitze ausgestattet würde?
Uwe und Mareike beziehen sich im Schatten der Tribüne auf den Euronichtteilnehmer England und sinnieren über neutrale Austragungsorte schon bei Pokalhalbfinals:
Das Spiel des BVB gegen die Jenenser von Carl Zeiss würde, sagen wir mal, in Frankfurt ausgetragen werden, und könnte schon den Klassenunterschied ein wenig ausgleichen. Beiden Vereinen stände das gleiche Kontingent an Karten zu und ein kleiner Hauch von „Wallfahrt Halbfinale“ würde das „Wir-Gefühl“ von gleich vier Fanszenen stärken.
Martin verweist auf die fetteste Liga von allen – die Major League Eating:
Warum Wettessen wirklich zu einem Sport geworden ist und dass man das schon daran erkennen kann, dass nicht mehr die dicken Männer die Wettbewerbe dominieren, sondern durchtrainierte Profis.
Der Rekord steht übrigens bei 65 hart gekochten Eiern in 6:40 Minuten, gehalten von dieser eher schmalen Frau namens Sonya „Die Schwarze Witwe“ Thomas, die im MLE-Ranking auf Platz fünf rangiert und damit die bestplatzierte Frau überhaupt ist. Sie schafft auch 80 Chicken Nuggets in 5 Minuten sowie 5 1/2 Kilo Käsekuchen in 9 Minuten. Igitt.
(foto_drivenbyboredom)
Ganz schwierige Konstellation für die Bayern: In der Bundesliga schreien schon alle nach der nächsten Münchener Schale, obwohl Bayern noch längst nicht durch ist.
Stand am Freitag hier und hier. Noch zehn Spiele, noch neun Punkte vom Ersten bis zum Fünften. Aber irgendwas muss man ja schreiben. Werder in einer Existenzkrise, Wolfsburg im Höhenflug, Leverkusen die Überraschung schlechthin, Dortmund fast schon zweitklassig.
Bis zum nächsten Spieltag zumindest. Aber das, und nicht irgendwelche 38 Euro 70 Umsatzsteigerung, macht die Bundesliga so, so …, so – hmm – so manchmal schön eben.
Um dem semi-originellen, aber wenigstens halbwegs zweideutigen Blog-Titel auch mal inhaltlich gerecht zu werden, anbei ein Verweis auf tiefergehende Betrachtungen zum Thema Nachspielzeit, eingeleitet von folgendem Bekenntnis:
Ich – das gebe ich an dieser Stelle gerne zu – habe das erste Mal in ein Regebuch geschaut, als meine unterklassige Fußballerlaufbahn schon längst beendet war. Ich wollte kicken, nicht lesen.
Oliver Kahn, Michael Rensing, Willy Sagnol, Lucio, Daniel van Buyten, Martin Demichelis, Philipp Lahm, Marcell Jansen, Christian Lell.
Diese neun Namen müssen jetzt hier mal fett ins Blog. Das muss man sich mal vorstellen: Ein Fußballverein räumt seine Schatzkammer leer, in die er bis dato dagobertduckgleich hineinzutauchen pflegte und anschließend weiterhamsterte, um nun mal vor allem seine Offensivabteilung zu stärken. Das Ergebnis: Ein fast komplett neuer Sturm und zwei offensive Mittelfeldler. Deutschland wird Ribery-Republik. Von Kloni ist zu lesen.
Doch was ist: 41 Tore in 23 Bundesligaspielen, nach Borussia Dortmund 2001/02 die zu diesem Zeitpunkt zweitschlechteste Bilanz der vergangenen drei Dekaden. Toni plus Klose plus Ribery schossen drei Viertel der Bayern-Tore. Vor vier Jahren war Bremen zu diesem Zeitpunkt einen ganzen Toni besser, vor einem Vierteljahrhundert der HSV schon 26 Tore voraus.
Nun hat sich der Fußball verändert, wie man auch mit drei Holsten intus und ohne Brille an der kleinen Übersicht der Torverhältnisse der Bundesliga-Tabellenführer nach dem 23. Spieltag sofort erkennen kann. Und außerdem kennt man ja das fliegende Wort von dem Sturm, der nur Spiele gewinnt.
Die Verteidigung aber gewinnt Meisterschaften. Im betrachteten Zeitraum hielten die Hälfte der Teams mit den wenigsten Gegentoren am Ende die Schüssel in die Luft, je ein Viertel war die zweit- und drittbeste Defensivmannschaft. Nur der 1. FC Kaiserslautern wurde 1990/91 Deutscher Meister, obwohl sechs Mannschaften noch weniger Gegentore zugelassen hatten.
„Die Defensive in dieser Saison ist die beste, mit der ich je bei Bayern gespielt habe“, sagt Oliver Kahn über seine direkten Vorderleute. Der Scheidende hat die Chance, den Bundesligarekord von 19 Zu-Null-Spielen in der Saison zu knacken (aktuell 14). Auch die Bestmarke von lediglich 22 Saisongegentoren, aufgestellt 1987/88 von Werder Bremen, ist in Reichweite. Damals der Defensivkader:
Dieter Burdenski, Oliver Reck, Ulrich Borowka, Rune Bratseth, Michael Kutzop, Jonny Otten, Gunnar Sauer, Thomas Schaaf
Kinderkrankheiten sind im Plural, bei Mistwetter und eigentlich erforderlicher Genesungsruhe (Ruhe und Kinder kleiner fünf Jahre ist im übrigen ein Paradoxon) durchaus eine sportliche Herausforderung für den Kinderkrankheitskoordinatoren, der schließlich in einem heroischen Akt sämtlichem Erregerungeziefer Asyl bot, selbst eine gewisse Zeit darniedersiechte und somit heute lieber den Fernsehton ausgeschaltet lässt. Die Kopfnerven danken es.
Wieviel Verblendung gehört eigentlich zu solchen Aussagen? Selbst wenn der Artikel direkt nach dem Derby unter Einfluss von viel Alkohol und einem erhöhten Adrenalinspiegel geschrieben wurde (wovon nach der Lektüre einfach mal auszugehen ist), irgendwann ist die Grenze auch erreicht. Erschreckend in diesem Zusammenhang finde ich, dass die Website nach eigenen Angaben eine Reichweite von 20-30.000 Lesern pro Tag hat. Wenn ein Großteil davon das, was dort so geschrieben wird, wirklich glaubt und verinnerlicht, wundert mich an den neu entflammten Agressivitäten im Zusammenhang mit den Derbies gar nichts mehr.
Fünfzehndreißig ärgert sich zurecht über schwatzgelb.de
Der Freund des Users, der in dem Autohaus nen Typen kennt
12. Februar 2008 in Medien, Blogsport und Fußball Bundesliga 0 KommentareHmmm….
also ich glaube eher dem Freund des Users der in dem Autohaus nen Typen kennt der da immer rum rennt und Internas ausplaudert…
Sorry, HL, aber danke für die Mühe.
Reaktion eines kicker-Forenschreibers auf die zuvor veröffentlichte dpa-Meldung, in der hinsichtlich Meyer noch alles paletti klang.
Supersonntag
10. Februar 2008 in Wintersport, Fußball Bundesliga, Fußball International und Live 2 KommentareNachtrag: Aktion entspannteres Lesen im Livesektor.
Tach. Hübscher Sportmix heute, von allem ein wenig dabei:
1400 Zweite Liga
1415 Biathlon-WM, Verfolgung Herren
Eisschnellauf, Mehrkampf-WM
1700 Bundesliga: BVB-Schalke, Bayern-Werder
1800 Afrika Cup, Finale
Ich übergebe mich ins angeschossene Liveblogtool.
Der VfL Wolfsburg, deren Spieler gemeinhin auch gern mal die Wölfe genannt werden, hat eher kein Image. Nicht schlecht, nicht gut, nicht böse, nicht brav, nicht opi, nicht öko, gar nichts. Außer VW. Ein kleine Idee, das zu ändern, kommt derzeit aus Berlin, wo das Tier zum Mensch und der Vereinsname zur Kampagne gemacht wurde. Besonders schön finde ich die schlappe Gans im Fuchsmaul. So ein Magath mit fletschendem Wolfsgesicht hätte schon was. Und für das Spiel gegen Duisburg gäbe es da auch gleich ein Motiv für das Ankündigungsplakat.
Irgendwo da unten haben Spieler, Trainer und Betreuer von Hansa Rostock die vergangene Nacht verbracht. Aus dem Trainingslager in Dubai (heiß) war man zu einem Testspiel nach Teheran (kalt) gedüst und schließlich wegen eines Schneechaoses nicht mehr von dort weggekommen. Neun Stunden saßen die Ärmsten gestern schon im Flugzeug, ohne dass sich jenes auch nur einen Meter fortbewegte.
Das nächste Bundesligaspiel gegen Bayern München findet am 1. Februar um 20.30 Uhr statt.
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