22.05 Ausdiemaus. Hansa gewinnt verdient und nach altem Muster: Routine, Arbeit, Kondition und gefährliche Nadelstiche. Nicht schön, aber irgendwie muss Cottbus in der Bundesliga ja ersetzt werden. Pagelsdorf flippt aus, er hebt seine massigen Arme und lacht, Ekstase pur.
22.00 Schober verschobert sich im Strafraum, doch Mokhtari zwirbelt knapp neben den Pfosten. Es wäre die erste Heimschlappe des MSV, der mit seiner Zebrakraft jetzt vollends am Ende ist.
21.50 Lavric sieht rot. Er kopfnusst in Richtung Beinlich, der oscarreif darniedersinkt. Und beide Teams machen gerade mit dem guten alten Laktat Bekanntschaft.
21.46 Pünktlich. Es ist die 75. Minute. Die Hansaschlussviertelstundenoffensive beginnt. Mit einem Tor. Von Shapourzadeh. Konter. 2:1.
21.43 Die Hansa-Abwehr wackelt jetzt bei nahezu jedem Eckball/Freistop wie zu warmer Waldmeister-Pudding. Hieße ich jetzt Pagelsdorf, ich würde meiner Mannschaft Fouls in Tornähe unter Androhung von Intervallläufen verbieten. Ach so: Ball wieder im Hansa-Netz, wieder Abseits, diesmal arg deutlich.
21.40 Es nebelt in Duisburg. Küstennebel quasi. Aus lauter Gastfreundschaft wurden den Hansa-Fans beim Einlass ihre Bengalos nicht weggenommen.
21.37 Hui, zwei krabbelige Schiedsrichterentscheidungen. Erst wird ein klares Foul an Tim Sebastian nicht geahndet, Gelb für Madsen wegen Meckerns, aus dem folgenden Freistoß entwickelt sich eine Szene, die den knapp 20.000 Zuschauern überhaupt nicht gefällt: Nach einem Distanzschuss beult sich das Hansa-Netz aus, der Treffer gilt aber nicht, weil Filipescu knapp im aktiven Abseits steht.
21.33 Lavric weicht mit einem einzigen Kurzpass den Hansa-Beton auf. Doch die Hereingabe wird nicht in einen Torschuss konvertiert, sondern landet bei einem Rostocker. Die lassen den Gastgeber sich jetzt müde angreifen und spekulieren auf die schon erwähnte Schlussoffensive.
21.25 Idrissou aus spitzem Winkel und Mokhtari im Vorwärtsstolpern lassen Schober nur kurz auflachen. Die Zebras schalten gerade vom zweiten in den dritten Gang, fahren aber noch untertourig. Und ja, nicht alles, was schief ist, ist auch ein Bild, dude.
21.20 Toller Konter eben vom MSV Duisburg. Vier gegen drei, und der öffnende Pass ist aber sowas von zu lang, dass dem gerade aufgewachten Gelegenheitszuschauer nur noch ein lautes Murrensauersein bleibt – ganz schwach, das.
21.00 Dass so ein Fußballschiedsrichter auf die Sekunde abpfeift, ist ein eigentlich eher seltenes Phänomen.
20.58 Der Zebras Respekt vor Hansa-Kontern ist deutlich zu spüren. Vorsichtiger Aufbau, kaum Risiko. Die gelbblauen Hanseaten nach kurzem Aufbegehren wieder im Winterschlaf. Sie lauern wohl wieder mal auf die Auswärtsschlussviertelstunde.
20.50 Duisburg jetzt mit Mühe, überhaupt mal am Rostocker Strafraum zu schnuppern. Trotz des Unentschieden gäbe es bei einem 1:1-Endstand einen Gewinner: Der 1. FC Kaiserslautern wäre drei an Rostock (3.), vier Punkte an Duisburg (2.) dran.
20.44 Gute Freistoßchance für Hansa, keine 20 Meter, halbrechts. Beinlich täuscht, Yelen schlenzt mit rechts, der von Schlicke abgefälschte Ball plumpst von der Querlatte zum 1:1-Ausgleich ins Tor. Dann wirds wild: Konter Hansa, Kern braucht die Kugel sechs Meter vor der Linie nur noch reingucken, scheitert aber am Beuckert-Reflex.
20.36 Der erste Angriff nach dem Gegentor landet am rechten MSV-Pfosten, nachdem Filipescu einen Distanzschuss von Yelen abfälschte.
20.35 Rahn schießt – daneben. Erste viertel Chance für Rostock nach einem Konter. Im Gegenzug Ecke für Duisburg, Kopfballverlängerung von Lavric, MSV-Kapitän Björn Schlicke ebenfalls per Kopf in den linken Winkel. Hätte Beinlich noch Haare, wäre er noch rangekommen. 1:0 (19.)
20.30 Wenn man flüchtig hinsieht, heißt Hansas Brustsponsor Neun Leben. Partie noch nicht auf Betriebstemperatur.
20.25 Erste dicke Chance für den MSV: Langer Ball auf Lavric, dessen Kopfball pariert Schober an den sich total verschätzt habenden Gledson, der knapp an einem Eigentor vorbeischrammt.
20.20 Stark grippebedingtes Gewurschtel zu Beginn. Die Torhüter bislang nur dazu gut, den Ball wieder aufs Spielfeld zu werfen.
20.15 Die Gäste haben es jetzt in der Hand, durch eine gute Vorstellung bei den Zebras die langsam auf Sparflamme hochkochenden atmosphärischen Störungen zwischen Trainer Pagelsdorf und Manager Stefan Studer zu pulverisieren. Jedes Krisengerede könnte im Keim erstickt werden.
20.08 So wolln wir das haben: Man kann den Kommentator sehen, aber nicht hören. Und das ohne Mute-Taste! Da hat jemand mitgedacht beim Sender. Schade, schon wieder vorbei.