… und sehet den fleißigen Fußballspielern zu:
Sie spielen, sie spielen, sie spielen den ganzen Tag.
Sie spielen, sie spielen, sie spielen den ganzen Tag.

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Nur mal so ein viel zu kurz gedachter Gedanke eines vollkommen vereinsunabhängigen, nur regional und lokal aktiv konsumierenden Sportbegeisterten zum neuen DFL-Spielplan: Wer sich zu Recht darüber aufregt, sollte seine Beschwerde meiner Ansicht nach auch an die Adresse der in den letzten Jahren nicht gerade zu Boden sinkenden Anzahl an Stadiongängern, Pay-TV-Abonennten und Fernsehfans mit GfK-Kiste richten, die es offenbar vermieden haben, den Entscheidern ein klares Statement auf die Stirn zu tackern. Die Volksabstimmung per Fernbedienung und Eintrittskarte mögen manche vielleicht mit den Attributen „wirkungslos“ und „anachronistisch“ belächeln, aber wer keine Grenzen setzt, darf die jetzige Salamitaktik namens „Dann reizen wir die Grenzen eben weiter aus“ nur bedingt beheulen.
Aber ich hab‘ auch gut schreiben, so als Nicht-Junkie.
Da Lesespaß zu produzieren eine der ungeschriebenen Anforderungen des Autors an dieses Weblog ist, nun einige Verweise auf meiner Meinung nach in dieser und auch anderer Hinsicht beispielhafte Texte.
C. Antonius vom Fohlenkommando zieht den Bogen von Rhönradfahrern bis zum Economist und schließt seine Anti-Olympia-Suada folgendermaßen:
Egal, wie Sie die politische Situation in China bewerten, ob Sie den Tibetern Unabhängigkeit wünschen (und den Basken?, den Korsen?, den Kurden?, den Kosovo-Albanern?) oder nicht, rufe ich Sie auf, meinem Beispiel zu folgen und Olympia NICHT ZU BEACHTEN! Was soll ich denn dann machen, C., bitteschön, im Sommer?, werden Sie fragen. Keine Ahnung! Was Sie wollen. Lassen Sie sich mal wieder vernünftig volllaufen oder einen blasen. Streichen Sie die Wohnung oder die Zigaretten. Mirdochegal, nur nicht Olympia, dieser nichtsnutzige Kropf…
Dogfood erweist sich als ausgewiesener Frauenversteher:
Der Gegenentwurf beider Mannschaften heißt derzeit Manchester United. Die strotzen derzeit derart vor Virilität, dass man sich bei weiblichen Zuschauer wegen Fernschwangerschaften via Ätherwellen sorgen muss.
VfLog-Christoph hofft für das montagliches Derby gegen Köln auf schönspielende Gladbacher und erkennt:
Aber ebenso berechenbar ist allzu oft ihre Spielweise, und so gibt es wenig jener inspirierten Kombinationen und überraschenden Ideen, die das Herz des romantisch veranlagten Fußballfans erwärmen würden.
Wobei ja speziell im Land des Zweckrationalismus Ästhetik unter dem Generalverdacht des Überflüssigen steht, mit mancherlei fatalen bildungs- und kulturpolitischen Konsequenzen. Entsprechend verbreitet ist unter hiesigen Fußballfans die Neigung, zwischen schönem und erfolgreichem Spiel einen Widerspruch zu konstruieren.
Jetzt erfüllt das Stadion bei Hamburg’s sündiger Meile endlich alle Klischees, denn ab sofort prangt auf zwei Werbebanden das ORION-Logo mit dem Zusatz „100 Prozent Erotik aus Flensburg“. Dieser eher nüchterne Auftritt am Spielfeldrand mag den einen oder anderen zwar enttäuschen, dennoch passt die fast hanseatische Zurückhaltung des Flensburger Unternehmens gut zum braun-weißen Kult-Verein.
Der FC St. Pauli hält die einst vom FC Homburg fast begonnene Tradition der Erotikwerbung aufrecht (ha). Am Millerntor stehen (haha) nun zwei schnöde Werbebanden, zudem sollen 20.000 Pauli-Kondome in den Verkehr (hahaha) gebracht werden. Erster Höhepunkt (ich kann mich kaum noch halten) für die neuen Banden wird die Partie morgen gegen Jena sein, wenn gut 22.000 Zuschauer im erweiterten Stadion erwartet werden.
Jetzt aber ’ne Zigarette …
ps. Beim Handball gibt es übrigens Wischerinnen. Sie sind tatsächlich in der Lage, hochgeworfene Bälle problemlos wieder aufzufangen.
Wenn zwei Best-Ager zusammenfinden: Atari und der FCK lassen rote Teufel Titel sammeln – wenigstens virtuell. Lieblingssatz bei der Vorstellung durch den Seniorenproduktabteilungsleiter:
Wir sind davon überzeugt, dass wir gerade mit den Gaming-Stations und den Money-Can’t-Buy Preisen, wie dem Besuch im Trainingslager, ein äußerst attraktives Bündel an Aktionen bzw. Gewinnen anbieten können.
via
14. November 2007
in Blogsport und Fußball 2. Liga
Im November haben im Rheinischen sogar die Stadionsprecher ganz großen Humor.
2. November 2007
in Fußball, Recht und Fußball 2. Liga
„Endlich hat ein Fußballfan vor Gericht Recht erhalten“, schreibt der Fanrechtefonds in einer Pressemitteilung, in der folgender Fall ausführlich dargestellt wird: Fan wird zu Unrecht eingekesselt und verwahrsamt, ruft einen Freund an, beschreibt die Situation mit groben Worten, und bekommt daraufhin ein dreieinhalbjähriges Stadionverbot aufgebrummt. Der Fan wehrt sich, das Amtsgericht gibt ihm Recht, und der Fan darf jetzt wieder ins Stadion. Jedoch wird seine Freude vielleicht etwas getrübt, wenn er am Sonnabend seiner Eintracht beim Gastspiel in München zusieht.
… weil somit der letzte Saisonspieltag ein Stück weit abgewertet wird.
16. August 2007
in Fußball und Fußball 2. Liga
Reizend, ganz reizend:
Bei Arbeiten an der neuen Tribüne des Hamburger St. Pauli-Stadions sind Bauarbeiter am Donnerstag auf zwei Tonflaschen mit einem Übungsreizstoff aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen.
Dabei waren die Flaschen doch eigentlich für die TuS Koblenz gedacht …
14. August 2007
in Fußball und Fußball 2. Liga
-gestern in der 80. Minute zufällig ins Montagsspiel Lautern gegen die Löwen den KSC Gladbach (häh? hellblau-weiß?) gezappt
- in der folgenden Viertelstunde zwei Tore, eine Rote Karte, rudelnde Fußballer und einen dauerlächelnden Deeskalatoren Schiedsrichter gesehen
- ob der eingesparten anderthalb Stunden Langeweile gefreut und gut gelaunt eingeschlafen