Archiv für Mai 2008

Wer das als Sport zählt

Das Grosseweltblog malt tolle Diagramme und hat heute mal die angenommene reziproken Korrelation Schläger im Schrank und sportlicher Ehrgeiz auffem Block visualisiert. Toll.

Kreativ, zuverlässig, fleißig

Aber was zählt auch zum Fußball, zum modernen Fußball? Kreativität, Zuverlässigkeit, fleißig. Das sind alles Kriterien die Homosexuellen bei uns in Deutschland im Berufsleben erstklassig erfüllen. Ich kenne viele Unternehmer die sagen: „Meine besten sind die Homosexuellen.“

Dieses Zitat von Rainer Calmund aus der DSF-“Reportage“ über Homosexuelle im Fußball bestätigt nicht nur meine Skepsis hinsichtlich dieses offensichtlichen Medienparadoxons.
via

Im Verlangen nach öffentlichem Ansehen

Nachdem ich mein Vermögen gemacht hatte, wollte ich wie jeder Mensch, der Macht hat, auch öffentliches Ansehen. Ja, es ist eine Sünde, ich gestehe das offen ein, aber so sind wir Menschen nun mal. Im Verlangen nach öffentlichem Ansehen habe ich den Fußballklub Steaua gekauft. Das Symbol Rumäniens.

Der Präsident von Steaua Bukarest und bald vielleicht auch von ganz Rumänien im Interview

„Die Bilder in seinem Kopf sind die Plateauschuhe seines Charismas“


foto_ring2

Ich klebe an den Lippen Uwe Seelers und mein Respekt kennt keine Grenzen. Ich bin neidisch auf diese Bilder in seinem Kopf. Ich finde sein dunkelbraunes, hahnentrittgemmustertes Sakko brechreizerregend. Gerade deswegen und wegen der Kratzerei an den Eiern vor Millionenpublikum hatte ich nicht soviel Souveränität erwartet. Seeler gibt „Uns-Uwe“ als Rolle. In Wirklichkeit ist er ein scheissecooler kurzer Mann, der für adidas seit 40 Jahren erfolgreich noch an den letzten zweifelnden Hinterhof-Sporthändler die aktuelle hip-hop-Streetfucking-wear verkauft. Die Bilder in seinem Kopf sind die Plateauschuhe seines Charismas.

Texte wie dieser hier, geschrieben von einem Menschen mit dem höchst entspannten Pseudonym MC Hausmacherleberwurscht, sind der Grund, warum sich die so genannten Paparazzi auf dem nach ihnen benannten Portal das Attribut höflich gegeben haben.
Auch nicht uninteressant:

Es handelte sich um eine Stereoanlage und eine riesige Anzahl von Schlümpfen und Schlumpfhäusern. Ein Sammler, ein Schlumpfsammler, der Mann. Besagter Spielervermittler wusste ausserdem später zu berichten, dass sich Littbarski in der Folgezeit im eigenen Keller eine ‚Schlumpfwelt‘ eingerichtet hatte. Schön, sich vorzustellen, was sich dort für Szenen abgespielt haben mögen.

Sehr bildhaft vorgetragen folgender Fauxpas, der für den Autor glücklicherweise nicht mit einem technischen K.O. endete:

Auf einmal steht Graciano vor mir. „Wir haben jetze een echtet Problem, wa?“ versucht er zu artikulieren. „Keener nennt meenen Hund schwul, wa?“ Die Musik verstirbt, Gespräche verrecken, meine Runde weicht einen halben Meter zurück.

Außerdem erfahrenswert: Franz Beckenbauer lässt nicht genügend Sicherheitsabstand:

Und der Kaiser war leider toll. Besorgt, bemüht, freundlich und reuevoll. Schrieb uns die Nummer eines Menschen (Anwalt? Berater? Referent?) auf, an den wir uns wegen Schadensbegleichung wenden sollten. Machte einen flauen Witz (‚Fahrerflucht macht in meinem Fall wenig Sinn!‘ nicht wörtlich, aber so ähnlich), fragte nochmal, ob uns wirklich nichts passiert sei und fuhr dann seiner Wege. Er fuhr selber und er sass alleine im Auto. Der Blechschaden bei mir war minimal und ich habe die Beule immer noch im Heck. Meine Kaiser-Beule. Mein Auto-Gramm.

Ich nehme den Fünfzigfünzigjoker

Von Kuba, Iran und Nordkorea vermutete ich es fast, aber dass auch in Norwegen professionelles Boxen verboten ist, hätte mich bei dem Jauch in arge Schwierigkeiten gebracht. Andererseits wäre jedoch der Mangel an bekannten Schwergewichts-Professionellen mit Vornamen Haakon, Eirik oder Sondre schon eine gute Spur gewesen.

Man müsste sich nur mal zu einer Bewerbung aufraffen.

Sport in den Dritten

Bevor das öffentlich-rechtliche Sportfernsehen ab Morgen endgültig nationalmannschafterisiert wird, pumpen die Dritten heute Abend fix noch drei Schmankerl durch ihre Kanäle:

Doping und die Freiburger Sportmedizin (SR, 22.30-23.15)

Spiel der Götter – Als Buddha den Fußball entdeckte (HR, 23.45-01.25)

Sport Inside (Olympia & Sponsoren, Langstreckenläufer Kenia, Isabell Werth). (WDR, 22.45-23.15)

Wo ich sie vorhin durch Monaco hab rutschen sehen …

… hat noch jemand Winterreifen drauf? Ich seit vorgestern nicht mehr. Fröste können jetzt wohl ausgeschlossen werden. Und manchmal kann ich hingegen auch ganz schön mutig sein.

Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh …

… und sehet den fleißigen Fußballspielern zu:
Sie spielen, sie spielen, sie spielen den ganzen Tag.
Sie spielen, sie spielen, sie spielen den ganzen Tag.


foto_monster

Nur mal so ein viel zu kurz gedachter Gedanke eines vollkommen vereinsunabhängigen, nur regional und lokal aktiv konsumierenden Sportbegeisterten zum neuen DFL-Spielplan: Wer sich zu Recht darüber aufregt, sollte seine Beschwerde meiner Ansicht nach auch an die Adresse der in den letzten Jahren nicht gerade zu Boden sinkenden Anzahl an Stadiongängern, Pay-TV-Abonennten und Fernsehfans mit GfK-Kiste richten, die es offenbar vermieden haben, den Entscheidern ein klares Statement auf die Stirn zu tackern. Die Volksabstimmung per Fernbedienung und Eintrittskarte mögen manche vielleicht mit den Attributen „wirkungslos“ und „anachronistisch“ belächeln, aber wer keine Grenzen setzt, darf die jetzige Salamitaktik namens „Dann reizen wir die Grenzen eben weiter aus“ nur bedingt beheulen.

Aber ich hab‘ auch gut schreiben, so als Nicht-Junkie.

Wenn Comicfans Federball buchstabieren sollen

Rosinenbrötchen

Sport ist eine Spezialbezeichnung für Dopingdisziplinen, die das Dritte Reich überdauert haben. Dabei werden vor allem Rosinenbrötchen, gelegentlich auch Rizinusöl (beliebt bei den härteren Sumofurzern), türkische Zahnpasta oder der neueste Schrei EPO eingesetzt.

Weissebescheid.

Die drei Jahreszeiten

Zum Sommermärchen planen wir ein mehrtägiges Oktoberfest mitten im Mai.

Irgendwie, so scheint mir, ist diese Wortmann-Kreation ein wenig außer Kontrolle geraten.