Archiv für April 2008

Digitales Luftholen

Der Finalmai, der Eurojuni, der Olympiaaugust, und dann wieder die neue Saison. Die nächsten Monate haben es in sich. Da will man fit sein. Deshalb ab sofort hier nur der Autopilot. Wer möchte, kann dummes Zeug oder Was ich immer schon mal sagen wollte-Krams hierhereinkommentieren, ansonsten liest man sich pünktlich zum Tag der Arbeit wieder.

Denn das Meer ruft.


foto_voss

Ja, vielleicht, nein

I II III

Ehrenschulden

Gerade beim Festival in Portugal wurde offensichtlich, dass die Guns‘n‘Roses Gitarrenriffs vielleicht 1996 für Verzückung bei den Massen sorgten, 2004 aber nur noch für die Nebenbühne beim Oktoberfest reichten.

Robert gehts raus und spuits Fußball und schreibts a großuartigs Stückerl über das schwierige zweite Album von deutschenationalmannschaft.

Dschungelwelt

Weil ich zu faul bin, mich dort fürs Kommentieren anzumelden, eben an dieser Stelle: Danke. Und das Buch ist schon vorbestellt.

Bundesliga-Kicker im Netz: Ernüchternd

Eine ganze Weile habe ich mich jetzt durch die privaten Internetseiten der Kicker-geranglisteten Bundesligaprofis gewühlt. Immer in der Hoffnung, neue, mir unbekannte Seiten der Akteure zu finden. Oder spannende Geschichten, oder spannende Gestaltung. Ernüchternderweise ist das ziemlich frustrierend.

Das Schlussfazit: Sieg für Robert Enke, Diego, Ionannis Masmanidis und Moritz „The Hoff“ Volz.

„Geschlagen wird während des Sprunges“

So einen Gemeinen Chinasprung kann man auch so …


foto_garryknight

… oder so

Der Absprung erfolgt von beiden Beinen gleichzeitig. Dabei sind die Füße etwa schulterbreit auseinander. Geschlagen wird während des Sprunges. Die Landung erfolgt erneut auf beiden Beinen gleichzeitig und leitet sofort die Gegenbewegung Richtung zentrale Position ein.

… sehen.

Wieder Ausschreitungen im West-Fußball

Frankfurt, Nürnberg, Gladbach, Köln – es wird wieder mal randaliert in Deutschlands Fußball-Westen. Gewaltforscher Hans U. Pilz dazu exklusiv gegenüber Nachspiel:

Vor allem ist es die niedrige Arbeitslosigkeit. Der Stress und die finanzielle Sicherheit bei vielen jungen Menschen sorge dafür, dass die sich sagen: Wir haben sowieso nichts zu verlieren, können uns jeden Anwalt leisten. Viele dieser Hooligans sind immun gegen Stadionverbote oder eine Verhaftung, weil es eh wieder schnell aus dem Knast kommen.

Die Gewaltszene im Osten sieht laut Pilz anders aus, agiert deshalb auch weniger dumpf: Oft kommen die Schläger dort aus niederen Schichten, sind weniger gebildet. „Die treffen Strafen eher weniger“, sagt Pilz. Die zweite Ursache sind seiner Ansicht nach die neuen Stadien im Westen, in denen jeder Winkel videoüberwacht wird und somit Reize zur Selbstdarstellung der Ultras gegeben sind.

Und ein weiterer Grund sei hausgemacht: Der DFB unterstützt nur die Fanprojekte von der ersten bis zur dritten Liga finanziell. Im Westen gibt es zahlreiche erst- und zweitklassige Klubs mit großem Fanpotential. Die können sich ohne das Geld vom Verband jede Menge hauptamtlichen Sozialarbeiter leisten. Bei Problemklubs wie dem 1. FC Köln oder dem 1. FC Nürnberg gebe es „im Prinzip viel zu viele, die präventiv arbeiten“, beklagt Pilz. Und das trotz äußerst schwierigem Umfeld.

Textbausteine von hier

Fackelblick

In den Straßen von Berlin Paris wird nicht lange … ach, lest selbst.

Und um auf dem Laufenden zu bleiben:

Zum Einsetzenden Wehklagen

Nächstes Jahr wird es bei uns eine klare Devise geben – und das vom ersten Spieltag an: Wir müssen dafür sorgen, dass nächstes Jahr wieder das Wehklagen einsetzt, wenn die anderen uns in der Tabelle mit dem Fernglas anschauen.

Das Zitat liegt bei mir seit elf Monaten auf Wiedervorlage. Jetzt nicht mehr.

„Deine Mutter klaut bei Kik!“

Kürzlich haben Sie sich kaputt gelacht, als ein Comedian in Ihrer Sendung gesagt hat: „Deine Mutter klaut bei Kik!“ Ist das ihr Sinn für Humor?
Raab: Ja, wenn Sie das jetzt so schreiben, hört sich das scheiße an. Ein Witz lebt vom Timing. Waren Sie mal bei Kik? Das kennt Ihr SZ-Typen gar nicht, ne? Gehen Sie mal hin. Sie werden mich anrufen und sagen: Das war der lustigste Witz, den ich je gehört habe.

Erstaunlich ist ja, dass sich der von Stefan Raab angesprochene Textil-Discounter passenderweise zwei Bundesligisten mit eher unterdurchschnittlichem Glamour-Faktor an die Brust geschmissen hat. Bochum und Hansa treffen am finalen Spieltag aufeinander, und die dann sicherlich wieder intensiv diskutierte Konstellation ist nach derzeitigem Stand nicht unwahrscheinlich: Dass sich Abstieg oder Klassenerhalt in jenem Match entscheiden kann.

Aber natürlich hält sich der Sponsor aus diesen sportlichen Fragen komplett heraus.

Kommste wieder mit, Autogramme fischen?

Das Ergatternwollen eines besonders wertvollen Autogramms von herausragenden Vertretern einer Nationalsportart führt in Amerika zur listigen Verwendung alter Angelschnüre und sollte in mitteleuropäischen Fußballstadien ob der methodischen Praktikabilität und Ungefährlichkeit eine schnelle Verbreitung finden.


foto_PaulKeleher