Sie sind weg


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Es ist also wahr.

Ich bin die Fahrerliste für die kommende Formel-1-Saison mittlerweile dreimal akribisch durchgegangen. Manchmal spielen einem die rennsport-ungeübten Augen einen Streich und ignorieren das unvermeidliche, immer schon dagewesene; so wie Männer nach drei Ehe-Dekaden ihre Frau plötzlich übersehen. Ich habe sogar mehrere Quellen angezapft, ein in bestimmten Aufschreibkreisen verbreiteter Spleen, doch ich bin nicht fündig geworden. Dann setzte langsam die Unruhe ein, es war offenbar nicht mehr so wie früher, ein weiteres Mosaikstein der Gesamterkenntnis Du wirst älter, Mann! hatte sich gefügt. Es wäre der richtige Moment für einen Schnaps gewesen, aber man muss ja nicht alle Klischees erfüllen. Ich habe überlegt, den Fakt einfach zu akzeptieren und Schnee schippen zu gehen. Dann entschied ich mich für die harte Tour: es öffentlich hinschreiben. Nun, als ein Akt der Selbsttherapie, stelle ich hiermit offiziell fest und nehme den gleichzeitig mit dieser Erkenntnis einherschleichenden persönlichen Alterungsprozess hin als das, was es eigentlich nur ist, eine Naturgewalt nämlich:

Die Formel 1 ist nach 18 Jahren zum ersten Mal komplett schumacherlos.


2 Antworten auf “Sie sind weg”

  1. 1 Trainer Baade 05. März 2008 um 15:25 Uhr

    Womit die Formel 1 in der öffentlichen Wahrnehnmung hierzulande hoffentlich endlich dahin versinkt, wo das Post-Becker-Tennis schon lange ist.

  1. 1 Formel 1 live geströmt // Nachspiel Pingback am 12. März 2008 um 13:48 Uhr
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