Archiv für März 2008

Nein, das interessiert mich nicht

Ja, ich hab das mit Max Mosley und seiner angeblichen Sex-Orgie und dem Video gesehen. Nein, das interessiert mich nicht. Selbst wenn er sich als gleichzeitig als Hitler, Stalin, Pol Pot, Idi Amin, Dr. Mengele und Attila verkleidet und auspeitschen läßt ist mir das wurscht. Das Sexleben anderer Menschen interessiert mich nur dann, wenn ich daran teilhabe. Punkt. Interessant ist allerdings die Frage, wer das Video geleakt hat. Da will offenbar jemand eine Rechnung begleichen.

Herr Dahlmann sagt, wie es ist.

Und dein Fußballclub ist …

Fortuna Köln. Na dann mal viel Spaß. Und wer ein ordentlicher Fußballklubverwalter werden möchte, hat sicherlich auch keine Problem, dieses Suchbild innerhalb von 30 Sekunden aufzulösen.

Bin i Strand, bin i Kaiser

Kaum hat der letzte Schneesturm seinen Kopf traurig in den Finnischen Meerbusen vergraben, quälen sich dem Freiluftsport Zugeneigte in farbenfrohe, kurze Hosen, schütten irgendwo einen eigentlich tollen, ehrlichen Bolzplatz mit Sand zu und treiben ab sofort Beachsport. Die bekannteste Variante ist sicherlich die Volleyball-Modifikation, man kann Handball auf Sand spielen, Basketball, Tennis, Frisbee und Boule. Und Fußball spielen natürlich auch.

Das schimpft sich dann Beach Soccer. Und ich glaube, bei der Wikipedia haben sie sich irgendwie vertan:

Wird der Ball in der Halle an die Decke gespielt, erhält die andere Mannschaft einen Freistoß an der Mittellinie.

Wie auch immer. Weltmeister wird – noch öfter als auf dem Rasen – meist Brasilien, auch die Gras-Loser Spanien und Portugal dürfen ab und an aufs Sand-Treppchen klettern. Jedoch begab es sich vor 50 Jahren, dass die brasilianische Polizei den Strandfußball verbot, weil der ehrgeizig-hitzige Wettkampf zunehmend die wohlproportionierten Schönheiten vertrieb. (Schätze ich mal.) Findige Dribbler wussten eine Ausweichlist: Sie wichen auf Volleyballfelder aus und kickten weiter.

So entstand Footvolley. Es ist nicht zu verwechseln mit dem etwas spröderem Fußballtennis, was in unterklassigen Ligen oft schon als halbe Trainingseinheit gewertet wird und dann nicht selten ob der sprichwörtlichen Amateurhüftsteifigkeit in wahre Knochenbruchorgien ausartet. So, und wenn wir jetzt noch das im Vergleich zum kommerziellen und leider stärker verbreiteten Bandenhallenfußball viel graswurzeligere Futsal dazunehmen, hamma doch ein ordentliches Vereinsportfolio.

Dann noch ein hübscher Name, Strandkaiser vielleicht, und man assoziiert Krefeld und Fußball vielleicht bald nicht mehr nur mit Funkelbrüdern oder Dynamo Dresden. Einen kleinen Eindruck vom unglaublich kräftezehrenden Strandfußvolleyball vermittelt dieser mit entspannender Wochenbeginnsmusik unterlegter Ballwechsel:

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Sport kann man aber auch nackt treiben.

Wie entdecken Sie Ihre Stoffe?

Selbst beim erztraditionellen und urgemütlichen Durchschmökern eines gedruckten Wochenmagazins kann die permanente Rezeption von Weblogs aller Art, unter anderem eben auch sportlich angehauchten, nicht komplett ausgeblendet werden.

noch mehr Printbezogenes bei wirres:

sicherlich hätte ich online qualitativ ähnliches finden können, wenn ich bereit wäre zu suchen, zu klicken, abzuwägen. nur, mit der zeitung heute im café brauchte ich das nicht. alles war fertg serviert, ich konnte es lesen, mir meine meinung bilden und sie jetzt ins internet schreiben. meine meinung zum thema tibet ist ganz einfach: das ist alles furchtbar kompliziert.

Frei, Tag!


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Weg. Woman. Wasser. Wunderbar.

Der Fußballspruch des Jahres 2007

In schöner Regelmäßigkeit ist Fußball doch immer das Gleiche.

Hans Meyer, 2007

Die Plätze zwo bis zehn sind hier aufgelistet, die aus 2006 jibbet dort.

Testspielblogparty

So, Leudde, alle mal raus hier, ich will zuschließen. Halb Europa testspielt, und da samma dabei. Ab irgendwann abends gibt es unter dem bewährten Motto Du gehst niemals allein eine so zeitgleiche wie (zumindest voraussichtlich in meinem Fall) pilsbeeinflusste Besenfung des europäischen Nationalmannschaftsgeschehens mit klarem Fokus auf den Baseler St. Jakobs Park, in dem sich Schweizer und Deutsche um Büsingen streiten einander testen möchten. Also, es würde mich freuen

Eher dürftig …

… ist ja auch das Sportblog von Tee-Onnlein. Klarer Fall von Puste weg.

Näkemiin, Janne Ahonen!

Interviews mit ihm waren vor allem eines: kurz. Sein Blick dabei meist beerdigungsernst, seine Aussagen: Trivialitäten an der Grenze zum Surrealismus. Vor drei Jahren flog mit an den Fuß geschnallten Brettern er soweit wie niemand vor ihm: 240 Meter. Dass er bei der Landung stürzte, war ihm vermutlich ein halbes Augenbrauenzucken wert.

In Würdigung eines großen Sportlers, der es in der Öffentlichkeit dann aber auch dabei belassen konnte, nun nüchtern und knapp die Nachricht: Die skispringende Stimmungskanone aus Finnland, Janne Petteri Ahonen, hat heute seine Karriere beendet.

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Mondlahmdung

Bloggen ist das Bohren dicker Bretter, weiß man ja seit heute, und dann wollnwermal:

Astronaut Edwin „Buzz“ Aldrin war der erste Mensch, von dem ein Foto auf dem Mond gemacht wurde. Der Pilot der 69er Mondlandefähre war aber bereits drei Jahre zuvor das erste Mal in den Weltraum geflogen, am 11. November 1966 mit Gemini 12.

Genau 17 Jahre später, am 11. November 1983, erblickte der spätere Fußballspieler Philipp Lahm in München das Licht der Welt. Mit seinem Spezialtrick von der linken Außenbahn nach innen schwenken und den Ball ins lange Eck schlenzen eröffnete er die WM 2006 und scheiterte später dutzende Male an gelangweilten Außenverteidigern.

Und weil der 11. November außerdem der Geburtstag des amerikanischen Schauspielers mit deutschen Wurzeln namens Leonardo di Caprio sowie der Beginn der Karnevalszeit ist, staunt man nur wenig über diese Karte, die die erste menschliche Mondlandung 1969 auf ein Fußballfeld projeziert und dabei exakt den Laufradius von Philipp „Wireless“ Lahm beim jüngsten 2:1 gegen Leverkusen nachzeichnet.


foto_screenshot

(Und wenn das jetzt kein dickes Brett war, weiß ich auch nicht.)
via

Lothar trinkt

Hihi. Sollte der nicht eigentlich lernen?