Treckflüchtling Thomas Schaaf

Wer kam eigentlich ursprünglich auf die Idee, Menschen des Sports beim beiläufigen Gespräch wie ein Zeitzeuge aus einer Guido-Knopp-Doku vor der Kamera zu inszenieren? Thomas Schaaf sah heute beim ZDF-Vorbericht zu Bremen-Braga aus wie ein 87-jähriger Treckflüchtling, der sich im grünlichen Halbdunkel – die linke Gesichtshälfte lag komplett im Schatten – im Jahrzehnt verirrt hat und statt über die hoffnungslose Taktik der Wehrmacht an der Ostfront plötzlich über die Vorteile Aaron Hunt gegenüber Tim Borowskis im Werder-Mittelfeld sprach. Irgendwie gruselig, das.

Nachtrag: So geht das, Bayern. Und „keine Frage“ sowie „in der Tat“ sind keine Formulierungen, die in einem Fußballkommentar zwingend öfter als dreimal pro Halbzeit vorkommen müssen, Herr Poschmann.

Nachtrag II:
Mir fällt gerade auf: Seit gefühlten dreißig Jahren stand hier kein linkloser Beitrag mehr.


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