„Ich habe mich schon sehr über die Aufregung heute gewundert.“

Nachtrag: Süddeutsche und Frankfurter Rundschau sehen Schatten bei der ARD und beim Biathlon – Seppelt mit handwerklichen Fehlern, aber auf dem richtigen Weg. Und auch Jens Weinreich äußert sich sehr ausfährlich.


Da morgen, nein heute so manche Zeitung über diese angebliche Tagesschau-Verfehlung berichten wird, wollte ich hier nur mal die reine Faktenlage aufblättern.

Sagt Dr. Kai Gniffke von der ARD-Tagesschau.

Es geht nicht um irgendeine Tagesschau-Verfehlung, sondern um eine ARD-Verfehlung. Und es geht darum, dass eben nicht die reine Faktenlage aufgeblättert wurde. Es geht darum, dass schwere Anschuldigungen getroffen wurden, am konkretesten eben nicht von SZ, dpa oder Bild, sondern von der Dopingredaktion der ARD, sprich Hajo Seppelt. Der mag Gründe haben, mit seinen Aussagen schwammig zu bleiben. Dass der DSV sich dann wehrt, ist nicht schön, aber auch nicht verwunderlich.

Dass sich die ARD vor laufenden Kameras vor der Biathlon-Übertragung dann entschuldigt, anstatt die Dopingredaktion zu Wort kommen zu lassen, ist kein probates Mittel, Aufregung zu vermeiden. Zumal unklar blieb, wer (ARD? Die Dopingredaktion? Das Live-Team vor Ort?) sich hier warum (Informantenschutz? Unsicherheit? PR?) entschuldigt.

Es scheint, als habe die ARD in diesem Fall ein nicht unbeträchtliches internes Kommunikationsproblem. Und das ist schade, denn die Dopingproblematik – und trotz des Tohuwabohus kann es die auch im deutschen Biathlon geben – ist für solche amateurhafte Informationspolitik schlicht zu wichtig.

Ich habe einfach mal meinen Kommentar bei der Tagesschau hierherein kopiert. Mehr zum Thema Wie kann ich recht schnell ein schwieriges Thema unnötig noch viel komplizierter gestalten gibt es bei allesaussersport und Indiskretion Ehrensache.


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