Interview Fünf Fragen mit Ottmar Hitzfeld

Fußball, schon wieder, ja, ßorrieh, aber anderen Sport gibts hier erst wieder in der Winterpause.

Okay, das Spiel war gestern, die Redaktion hat vielleicht gedrängelt, der portugiesische Wein hat gemundet, was weiß ich. Aber trotzdem. Die Süddeutsche Zeitung präsentiert heute ein Interview mit Ottmar Hitzfeld, Trainer von Bayern München. Nichts unnormales, jede Woche machen die das allerdings nun auch wieder nicht. Aber wenn schon die eigenen Reporter nicht zum Zuge kommen – muss man dann als überregionale so genannte Qualitätszeitung die Hitzfeldschen Satzbausteine, die ein Fabrikschreiber von dpa empfangen hat, unbedingt anbieten? Wer zwingt die denn? Die drei Trilliarden Bayern-Fans, die Ottmars Wortmus gestern schon im Fernsehen ertragen mussten?

Die erste Frage:

Wie fällt Ihr Fazit nach dem Einzug in die Gruppenphase aus?

Die letzte Frage:

Wie fällt nach der ersten Runde im UEFA-Cup ein kleines Zwischenfazit aus?

Dazwischen eine Schwafel-Frage („Wie sehen Sie den weiteren Weg Ihrer Mannschaft im UEFA-Cup?“), eine Garnicht-Frage („Luca Toni hat wieder einmal seine Torgefährlichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“) und die einzig halbwegs originelle Frage („Wann haben sie das letzte Mal so eine Minus-Kulisse erlebt und was denkt man sich dabei als Trainer?“). Ich bin mir nicht mal sicher, ob fünf Fragen schon als ausgewachsenes Interview gelten dürfen.

Mit einem Wort: Blass.
Mit zweien: Ganz blass.

Schön aber, dass wenigstens die Überschrift … in puncto Aha-Effekt so gut zum Interview passt. Und in der Tat: „Tonis Kaltschnäuzigkeit ist unglaublich“. Die der Hitzfeld-Befrager und -Antwortenveröffentlicher allerdings ebenso.


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