Archiv für September 2007

Fußball-WM: Deutschland vs. Brasilien

15:50 Mit den Worten von Norbert Galeske: Aus, aus! Deutschland ist Fußballfrauenweltmeister. O je. Aber dennoch: Hut ab und herzlichen Glückwunsch!
15:45 Tooor! Ich weiß zwar nicht, wer, wann und wie, weil gerade Kinderkrach im Badezimmer. Aber Deutschland führt 2:0 und hat somit fünf Minuten vor Schluß seinen WM-Titel so gut wie verteidigt!
15:40 Der Rechner streikt. Runter-, dann wieder hochgefahren. Aber es ist jetzt auch schon alles egal. T minus 10 Minuten.
15:30 Brasilien drückt. Nadine Angerer hat jetzt den Zenga-Rekord geknackt. Es ist ein Spiel auf ein Tor. Bleibt es dabei, wird mindestens eine Frau nach dem Abpfiff heulen wie Olli Kahn 2002 in Japan: Elfmeterverschießerin und Dribbelgöttin Marta. T minus 20 Minuten.
15:20 Formiga passt auf Daniela, die von Linda Bresonik im Strafraum ge-, nun ja, gestoßen wird. Dennoch, der Elfmeter ist vertretbar. Marta schießt ganz schwach, halbhoch, halblinks, Angerer hält! Deutschland führt weiter. T minus 30 Minuten.
15:10 Schnell ausgeführter Freistoß für D, Smisek auf dem rechten Flügel, exakte Rückgabe auf Birgit Prinz, die aus zehn Metern mit einem trockenen Schuss die verdutzte Andreia im brasilianischen Tor überwindet – 1:0 für Deutschland! T minus 40 Minuten.
15:08 Erste deutsche Duftmarke nach dem Wiederanpfiff: Freistoß von links, Kopfballversuch von Garefrekes, missglückter Schuss von Melanie Behringer. Gegen die permanente Gefahr, die von den Gelb-Blauen ausgeht, war das jedoch Kindergarten.
14:50 Die DFB-Auswahl rettet sich in die Halbzeit. Ich will gar nicht wissen, wie hoch der Ballbesitzanteil der Südamerikanerinnen gewesen ist. Jetzt ist Sylvia Neid gefragt. Der Ball muss nach vorne, die furchteinflößendste Deutsche spielt nun mal dort.
Ach so: Die SZ sieht auch zu.
14:30 Brasilien aktiver, aggressiver, lauernd. Deutschland nur ab der Mittellinie präsent, vorne geht so gut wie gar nichts. Entweder teilen sie sich die Kräfte ein und lassen den Gegner leerrennen, oder die Neid-Frauen können es nicht besser.
14:20 Birgit Prinz wird umgestoßen. Das ist mir deshalb einen eigenen Eintrag wert, weil ich so etwas in dieser Vehemenz noch nie gesehen habe. Das hat auch etwas mit Physik zu tun. Aber Prinz dürfte jetzt sauer sein, das ist gut für schwarzrotgold.
14:18 Eintatschfußball: Direktpass folgt Direktpass folgt Direktpass, dann schlenzt Sandra Smisek den Ball überneben das Tor. Brasilien nun etwas abgekühlt, das Spiel kann beginnen.
14:10 Chance für Brasilien: Freistoß von halblinks (Garefrekes sah zuvor gelb), Angerer lässt abprallen, der Nachschuss von Christiane trudelt ins Aus. Ich bin kein Freund von Gewalt, aber die Weiß-Schwarzen sollten die euphorisch dribbelnden Gegnerinnen erst mal beruhigen können, sonst klingelts’s bald und der schöne Zu-Null-Rekord ist futsch.
14:02 Dann also Anpfiff. Schiedsrichterin ist Tammy Ogston aus Australien, 34.000 Menschen sehen das Spiel vor Ort, ARD-Reporter ist Norbert Galeske. Die Kulisse ist momentan deutlich besser als bei den beiden Halbfinals, als höchstens bei Torszenen mal Spontanjubel aufbrandete.
13:45 Mittagsruhe. Alles schläft. Alles leise. 15 Monate altes Deutschland-Fähnchen hängt noch im Keller. Finale, Deutschland gegen Brasilien. Wie vor fünf Jahren bei den Männern. Bei den Frauen spielen die Mannschaften wenigstens noch so, wie sie heißen. Marta gegen Prinz. Hackentrick gegen Wucht. Wer jemanden kennt, der Frauenfußball nicht leiden kann, sollte ihn jetzt vor den Fernseher zerren.

Do it yourself! Heute: Der Spielabbruch.

Hallo! Ja, Sie, Sie dort, mit dem bunten, leicht abgewetzten Fan-Schal. Sie ärgern sich manchmal im Stadion, wenn ihre Mannschaft ein Gegentor kassiert? Sie haben Angst, dass ihre Lieblinge zum vierten Mal in Folge verlieren? Sie sind dann sauer, dass das niemanden von den Zuschauern um Sie herum zu stören scheint? Sie wollen etwas ändern? Sie wollen wenigstens den ollen Gegnern die drei Punkte nicht gönnen? Haben Sie Mut! Betrinken Sie sich! Stürmen Sie das Spielfeld! Provozieren Sie einen Spielabbruch! Rennen Sie den Linienrichter um!


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Am 5. Spieltag der Oberliga Nordost Süd stürmt beim Duell des FC Eilenburg mit dem VFC Plauen ein promillanter Plauener Fan eine Viertelstunde vor Abpfiff das Spielfeld und versetzt den Schiri-Assistenten per gepflegtem Bodycheck in die Horizontale. Die Partie, in der Eilenburg mit 1:0 geführt hatte, wird abgebrochen und anschließend per NOFV-Beschluss mit 0:2 und nullopunktos für beide Mannschaften gewertet.

Lustig I: Der VFC-Randalowski störte unmittelbar nach einer Roten Karte gegen einen Eilenburger Spieler – da hat der Typ offenbar schon nicht mehr genau hingesehen, worüber er sich da beschweren wollte.

Lustig II:
Die staatstragende Argumentation des verständlicherweise arg angefressenen Eilenburger Trainers contra Spielabbruch:

Man hätte weiterspielen lassen müssen, um zu zeigen, dass das Sportliche überwiegt, dass nicht ein Randalierer alles kaputt machen kann. Auch wenn man in die Bank von England will, kommt man irgendwie rein.

Lustig III: Die Homepage des FC Eilenburg. Claim: „… der Fußballverein mit Zukunft“.

Beide Teams haben Widerspruch eingelegt. Doch während die MDR-Tabelle das vorläufige Urteil schon berücksichtigt und auch nordostfussball.de auf dem aktuellen Stand ist, scheinen Datenbanken von DFB, Sport1 und kicker mit dieser komischen Wertung offenbar überfordert zu sein.

Levi Alzheimer

Erschreckend: Wo ich gerade das hier über Michael Rasmussen lese, fällt mir auf, das ich doch komplett vergessen habe, wer in diesem Jahr die Tour de France gewonnen hat. Ich musste tatsächlich noch einmal nachsehen, der Name lag mir nicht mal auf der Zunge.

Das Ergebnis schien wohl nicht so wichtig gewesen zu sein.

Frauen-WM: Brasilien vs. USA

15:48 Kleiner Vorschlag für Bild-Redakteure: Bella Marta. Christiane hat Langeweile und trifft nacheinander Querlatte und linken Pfosten. Dann ist das Spiel vorbei.
15:40 Noch zwei Worte zu Bartels & Künzer: Na ja. Tom Bartels hat Mühe, permanent auf seiner Zunge liegende Vergleiche mit dem Männerfußball zu unterdrücken, und Nia Künzer kommt über „WM-Finale, da entscheidet auch die Tagesform“-Plattitüden kaum heraus. Tooooouuuhmeingott! Marta spuckt ihrer Gegenspielerin, deren Namen ich nach Bitten ihrer Familie lieber nicht nenne, fußballerisch ins Gesicht, legt den Ball am Strafraumrand per Hacke rechts an ihr vorbei, sprintet links vorbei, noch ein Haken, Schuss – 4:0. Müsste in einigen Stunden auf der Internetvideoplattform ihrer Wahl erhältlich sein.
15:30 Also, liebe dreieinhalb Leser und Rinnen, wenn Sie heute Nachmittag noch etwas vorhaben sollten, nur zu. Das zweite Halbfinale der Fußball-WM ist gegessen, finito, Ende im Gelände, da passiert nix mehr. Brasilien ist und war besser, hatte mit dem Eigentor und dem vollkommen falschen Gelb-Rot zweimal das Glück des Tüchtigen und muss nun ohne zwei Stammverteidigerinnen am Sonntag gegen Deutschland.
15:18 Ghost Dog hat Recht: Die chancenlosen Amis machen hier einen auf Norwegen und liegen nach einem gepflegten Konter und Christianes Tor jetzt 0:3 zurück.
15:10 Jau, ich hol mir gleich `n Schokokeks! Marta verarscht ihre Gegenspielerin und steht gefühlte zwanzig Sekunden dauerfintierend am Ball, sie hätte dabei auch eine Zeitung rausholen können, so provokant lässig war das. Im Gegenzug senst US-Angreiferin Abby Wambach an der Außenlinie zur Strafe alles Gelb-Blaue weg, was dort kreucht und fleucht. Sie kassiert Gelb und vielleicht auch ein wenig mehr Respekt der jetzt offenbar unbesorgten Brasilianerinnen.
14:45 Oha. Noch ordentlich Farbe kurz vor der Halbzeit. Renata Costa sieht wegen eines Allerweltfouls Gelb, sie wäre im Finale ebenso wie die vorher verwarnte Aline gesperrt. Kurz darauf musste Schiedsrichterin Nicole Petignat wohl auch die Rote Karte in ihrer Brusttasche irgendwie rechtfertigen: Shannon Boxx fliegt bei einem brasilianischen Konter die vorher gestolpterte Christiane in den Rücken, als Dank sieht die vorher schon Verwarnte Gelb-Rot. Ganz schwach, mindestens die Assistentin hätte dieses klare Nicht-Foul registrieren müssen.
Und die brasilianische Betreuerbank hat so komische lila WM-Leibchen an. Ist das Pflicht?
14:30 Und es reigt weiter: 2:0 durch Marta. Der Superstar degradiert die US-Abwehr zu staunenden Mädchen, sie kurvt ungefährdet in den Strafraum und zieht ab: Der flache Ball kann von Keeper Scurry nur noch in die linke Torecke gelenkt werden. Letzt Reste von Taktik sollten bei den Weißen jetzt passé sein.
14:27 Ein herrlicher Flugkopfball nach einem Eckball bringt das 1:0 für Brasilien. Torschützin ist Leslie Osbourne, ihres Zeichens amerikanische Mittelfeldspielerin. Wie schon gestern eröffnet ein klassisches Eigentor selbigen Reigen. Hoffe ich doch.
14:11 Anders als im gestrigen, eher taktisch geprägten Halbfinale gehen die beiden Teams heute sowohl bei den Zweikämpfen als auch beim Spielaufbau schon viel intensiver und zielstrebiger zur Sache. Das Visier ist ein Stück weiter offen, das erste Tor könnte bei gleichbleibendem Tempo früher als gestern fallen.
14:05 Bartels wurde Künzer als Ko-Kommentatorin zur Seite gesetzt, vielleicht um allzu große Schnitzer zu vermeiden. Die brasilianische Stürmerin Christiane schwalbt, auf der Gegenseite ein erster Achtungs-Kopfball von O‘Reilly.
13:45 Kommentator bei der ARD heute Tom Bartels, im Studio wieder Ursula Hoffmann und Nia Künzer, denen man gestern zumindest nicht vorwerfen konnte, allzu kumpelig-kuschelig miteinander gesprochen zu haben.

BDR-Vize Sprenger soll gehen

Abstruses Fernsehen: Während der Sportteil des ZDF-Mittagsmagazins über den Auftakt der Rad-WM berichtet, weist gleichzeitig ein eiliges ARD-Laufband über einen „neuen Eklat im Radsport“ hin: Der Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Udo Sprenger, soll aufgrund von Dopingverwicklungen von der WM ausgeschlossen werden.

Die WM-Ausrichterstadt Stuttgart fordert genau dies vom BDR. Anlass laut ARDopingredakteur Hajo Seppelt: Der Informant, der schon die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nach einem „Report Mainz“-Bericht Ende Juni ausgelöst hat, soll sich mit dem Anti-Doping-Ombudsmann der Stadt Stuttgart, dem Frankfurter Rechtsanwalt Rainer Buchert, getroffen haben und seine Vorwürfe gegen Sprenger erhärtet haben. Daraufhin hat Stuttgart Udo Sprenger zur unerwünschten Person bei der WM erlärt haben.

Sprenger wird vorgeworfen, vor ein paar Jahren als Sportlicher Leiter des Team Nürnberger Schwarze Kassen für die Dopingbeschaffung verwaltet zu haben.

Mehr heute Abend fünf vor zehn bei Panorama.

Hintergrund I
Hintergrund II

Vor 100 Jahren

fff
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Die englische Football Association schafft die Abseitsregel in der eigenen Hälfte ab.

(Schade eigentlich. Ergäbe manch‘ hübsches Pressing.)

Torlos

Irgendwo im Internet gibt es doch bestimmt jemanden, der so etwas weiß: Wie hoch sind eigentlich Wahrscheinlich- und Häufigkeit, dass bei fünf gleichzeitig stattfindenden Bundesligaspielen nach einer halben Stunde 40 Minuten Spielzeit kein einziges Tor fällt? Und ich dachte erst, mein Toralarm ist ‚putt.

Deutschland vs. Norwegen

15:50 Abpfiff. Morgen das zweite Semifinale Brasilien-USA, Anpfiff wieder 14 Uhr, live wieder ARD/Eurosport und hier. Und ich brauch‘ jetzt erstmal ein Kaugummi.
15:40 Die quirlige Fatmire Bajramai drischt die Kugel lustvoll an die Querlatte und ärgert sich nicht mal darüber. Norwegen am Boden, und mir fällt gerade auf, dass bislang erst eine Gelbe Karte in die klare chinesische Abendluft gereckt wurde.
15:33 Muss ich die Zwiebeln also selbst essen: Die mittlerweile für Smisek eingewechselte Martina Müller ersprintet sich ein übelgelauntes norwegisches Rückgäbchen und schiebt locker zum 3:0 für Deutschland ein.
15:30 Die Vorentscheidung: Prinz dribbelt in den Strafraum, passt auf Stegemann. Deren Verlegenheitsschuss senkt sich abgefälscht vom Innenpfosten ins Tor – 2:0! Ich würde jetzt meine aufgeweichten Salatzwiebelreste verwetten: Deutschland steht im WM-Finale.
15:15 Trine Roenning stoppt einen 3-3-Konter, den Garefrekes abzuschließen verwehrt bleibt. Deutschland souverän, Norwegen kann nicht mehr wechseln, die Roten holen jetzt Luft für die offenbar halbstündige Schlussoffensive.
15:00 Wenn das so weitergeht, wird Zwanzigers Talismulett bald einen Platz im deutschen Fußballmuseum neben Lehmanns Zettel finden. Fast sein komplettes Halbzeitinterview drehte sich um das beige, hässlichkitschige Dingens.
14:42 Kurz vor der Pausenbionade das 1:0 für Deutschland! Und wenn ich richtig Ahnung von Frauenfußball haben würde, hätte ich den Treffer mit typisches Birgit-Prinz-Tor kommentiert. Die Rekordstürmerin rollt von links auf das norwegische Tor zu und – ja, flankt, schießt, wasweißich. Jedenfalls ist Innenverteidigerin Trine Ronning so beeindruckt von der Prinzschen Zielstrebigkeit, dass sie den Ball mit ihrer Schulter ins Netz lenkt.
14:40 DFB-Trainerin Sylvia Neid reagiert: Behringer verlässt den verwaisten linken Flügel gen Auswechselbank, Bajramai soll jetzt für mehr Druck sorgen.
14:35 Jetzt sind es die Deutschen, die hin und wieder mal einen Konteransatz zeigen. Ansonsten Norwegen mit verstärktem Pressing, 5:0 Ecken, jedoch kaum furchteinflößenden Chancen.
14:23 Die Antwort der Norwegerinnen besteht aus zwei Distanzschüssen, einem Kopfball und der ersten Chance des Spiels: Kaurin plötzlich frei vor dem Tor, aus zehn Metern zwingt ihr platzierter Kullerball die deutsche Torfrau Nadine Angerer zu einem ordentlichen Hechtsprung.
14:15 Renate Lingor mit dem nächsten hochfliegenden Schuss. Die DFB-Elf verlagert ihr Aufbauspiel zu einem größeren Teil über den rechten Flügel, Kerstin Garefrekes bringt immer wieder Unruhe in die norwegische Defensive.
14:08 Wer sich nicht entscheiden kann: Der Eurosport-Ton ist grausam grell ausgesteuert, die 1 dagegen angenehm dumpf. Deutschland mit ganz leichten Vorteilen.
14:02 Sandra Smisek wuchtet den Ball über das Tor. Im Gegensatz zur ARD bin ich dennoch der Meinung, keine „gute Chance“ gesehen zu haben.
13:55 Der Mozzarella-Salat ist mit Balsamico geflutet, es kann losgehen. Die Republik ist bereit, die 118. Minute zu vergessen: Bahn frei für das WM-Finale!

Lernst du Liveticker! Heute: Tor.

Ein Tooooor ist ein wackliger Vorsprung während ein TOOOOOOR den Sack zumacht. Als völlig parteischer Kommentator behalte ich mir vor meinen tatsächlichen Jubel virtuell in O’s umzusetzen. Ein Pauli-Treffer hätte so ausgesehen: „Tor“. Also auch für die Zukunft gilt: Mit meiner Euphorie steigt auch die Anzahl der Os.

Schön und gut, diese Skala von Dülp. Ausbaufähig ist sie dennoch. Hier ein paar ausdifferenziertere Vorschläge:

Tohor, menno! (leicht ärgerliches Gegentor)
Dddoooaaaaaa! (Freude über ein 1:0 von Dynamo Dresden)
Thrrrrrr, #%!“!??+#**!!!! (ärgerliches Gegentor)
Tor? (Tor im Wembleystadion)
Tor, und da hinten der Sack Reis fällt gerade … (Tor bei einem Frauen-WM-Spiel von Argentinien)
Tttrrrppfffmm
mmmnklkklllklooo
aakkeennnpiss
kackescheißendreck
usw.usf
(Tore von Solskjaer oder Andersson)
Tor! (Abseitstor)
Tortor! (Doppelschlag)
Toä, Alddä! (Tor oberhalb der geografischen Linie Hannover-Berlin)
Toahahaha! (ungeschicktes Eigentor)
Torkahn! (Tor gegen Bayern München, dessen Torwart daraufhin vollkommen ausrastet)
Tor! (Tor nach einem Effetschuss)
Top! (Tor für Russland)
Touhmeingott! (Freistoß von Roberto Carlos)
Top. Kalaschnikow! (Tor gegen Russland)
tor. kacke. (ix ärgert sich über ein Tor)
Kein Tor. (Nach einem Eckball kullert der Ball ins Aus. Linien- und Schiedsrichter entscheiden auf Tor.)
Ttooooooooooooooooooo
oooooooooooOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOO
OOOOooooooooooooo
oooooooooooooOOOOO
OOOOOOOOOOoo
ooooooooooooooOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOrrr!!!!!!!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
(Dülp freut sich über Gladbachs Aufstieg)

In China ist alles ein wenig anders – auch der Ska

Die deutschen Fußballerinnen dagegen mögen es bei ihrer WM in China etwas lauter und heftiger: „Was wir da spielen, ist Ska“, erklärt Angerer, „und ich glaube, das kommt auch bei allen gut an.“ Bislang haben die klangvollen Muntermacher von „The Clash“ bis Gentleman gewirkt: Deutschland steht im WM-Halbfinale gegen Norwegen …

Vielleicht ist es so, dass meine Genrekenntnisse doch etwas zu marginal sind und die SZ-Reporterin hier subtil auf den Ska-Ursprung des Reggaes hinweist. Aber wenn schon Schublade, dann sind Clash Punk und Gentleman Reggae. Sonst wäre auch Seeed Ska, weil hin und wieder mal offbeat, und Naidoo Volksschlager, wegen der Texte.

Wie auch immer: Die Angerer, die ist mir jedenfalls irgendwie symphatisch.

Direktspiel II

So, jetzt alles durchgelesen. Puh. Doch statt selbst wieder Unfug zu verzapfen, lestere ich lieber über bezugsfertiges Frischfleisch und die Mehrfachausdehnung unseres Daseins ab. Ist ja auch kaum Sport zurzeit.

Trainer B.

Ein „hand-“geirgendwastes ist immer besser als ein nicht-“hand“-geirgendwastes.

J. Kalwa

Die Besetzung von Sportfernsehjobs mit Frauen nimmt überhand. In den USA stehen sie seit ein paar Jahren zu Hauf an den Seitenlinien und mimen den toughen Reporter (und tun so, als ob sie sich wirklich für die jeweilige Sportart interessieren). Da habe ich dann jedes Mal die Fernbedienung in der Hand.

Jan

Ja, ja, in der Öffentlichkeit brav sein. Aber unter vorgehaltener Hand über den Frauenfussbal ablestern, du Frauenversteher.

eze

Unsere wohl nicht nur sprachlich sondern auch physikalisch schwach geprägten Sportberichterstatter haben da wohl ein Problem mit der Mehrfachausdehnung unseres Daseins.

maxschoob

… dass im UEFA-Pokal auch in der ersten Runde mittlerweile alles andere als bezugsfertiges Frischfleisch angeboten wird.

kurtspause

Ich muss wieder die Zeit und vorallen Dingen die richtigen Gedanken finden, um mich mit Fußball, Blogs und ähnlichem zu beschäftigen. Beides geht mir im Moment völlig ab.

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Direktspiel I