War das knapp! Minutenlang standen die 100-m-Finalistinnen in Osaka noch auf der Bahn, mal jubelte die eine, mal die andere, bis das endgültige Ergebnis endlich auf der Anzeigetafel aufleuchtete: Veronica Campbells Torso gewinnt den Sprint in 11,01 Sekunden mit einem, nun ja, einem Hundertstel kleinen Vorsprünglein auf die Torsi zwo und drei:
The athletes shall be placed in the order in which any part of their bodies (i.e. torso, as distinguished from the head, neck, arms, legs, hands or feet) reaches the vertical plane of the nearer edge of the finish line as defined above.
(aus den offiziellen Regeln)
Wie man aber wie Miss Campbell hier im Bild mit beiden Armen voran ein 100-Meter-Lauf beenden kann, erschließt sich mir nicht recht. Das ist in etwa wie die alten Schwarzweißfilme mit dem Straddle beim Hochsprung, wobei die Athleten nach einem tipselnden Anlauf bäuchlings über die Querlatte rübergemacht haben.
Irgendwie komisch.

