Der Film „Projekt Gold – Eine deutsche Handball-WM“, der in der nächsten Woche anläuft und den ich mir unbedingt ansehen möchte, ist übrigens männlich, 37 Jahre alt und wohnt in Berlin, Deutschland.
Archiv für Juli 2007
Wäre Fußball einfach, hieße es Cricket.
(…) Kommt der Ball hinzu, wird es noch wesentlich schwieriger. Erstens ist er ein physisches Objekt mit einem jeweils bestimmten Standort und einem bestimmten Verhalten. Das ist recht simpel. Zweitens ist er ein Abbild in den Köpfen der Spieler als Hypothese über den Ort, wo der Ball nach dem Pass oder Schuss ankommen wird. Darauf fußen dann wiederum Hypothesen über das zukünftige Verhalten der nächsten anderen Spieler zum Ball. (…)
„Nicht immer nur Doping, Doping, Doping, das wird da völlig übertrieben“
24. Juli 2007 in Medien, Radsport und Doping 0 KommentareJan Ullrich hat sich mal wieder am freien Sprechen versucht und das neue Sportfernsehen gelobt.
Entschuldigung. Es ist schon spät, es war ein anstrengender Tag, und so ist es kaum verwunderlich, dass die Gedanken, zumal die flüchtigen, etwas orientierungslos durch die Ganglien schwirren und mich beim Überlesen dieses Vorspanns spontan an unseren Nachbarhund denken lassen:
Der Tour-Aufsteiger Contador wird in Spanien gedeckt
Gab es das schon mal, dass vier Mannschaften mit dem Präfix Rot-Weiß zusammen in einer Liga gespielt haben und gleich am ersten Saisonspieltag den inoffiziellen Pommesmeister in zwei RW-Derbys unter sich ausmachen?
Bonusfrage: Welcher Depp hat den falsch geschriebenen Vereinsnamen von Rot-Weiss Essen eigentlich vor 84 Jahren falsch ins Vereinsregister eintragen lassen?
p.s. beachtlich zudem, dass Union und Fortuna ebenfalls – man ahnt es schon – rot und weiß als Vereinsfarben tragen.
Sie sind Leistungssportler? Und schnell mal gelangweilt vom ewigen Trainieren, Reisen, Geldausgeben, Eigenen-Namen-Googeln und Reagenzglaspissen? Sie haben ein geheimes Faible für Glücksspiele?
Nein, keine Bange, Rainer Holzschuh schreibt im Vorwort des kicker-Sonderhefts nichts über Doping. Dafür kündigt er eine bandenbrechende Neuigkeit im guten, alten kicker-Universum an: Wer mit absichtlichem Handspiel oder per Schwalbe betrügt, kassiert dafür die kicker-Note 6 – egal, ob er vorher mit drei Hattricks das Spiel entschieden hat oder den Gegner Windsor-Knoten in die O-Beine gefummelt hat.
Neu ist auch, dass – zumindest in der Bundeslia – nach der klassischen Doppelseite mit Mannschaftsfoto und Spielerliste/Vereinsporträt eine weitere mit 24 Kurzporträts der besten Spieler folgt, aufgefüllt mit Statistiken und Stadiongrafik.
Auf die beknackte Promo-DVD hat der Olympia-Verlag dieses Mal gütigerweise verzichtet, stattdessen hat der verantwortliche Werbefuzzi ein Gewinnspiel auf den Pappumschlag draufgepappt. Na gut, das Altpapier freut sich.
Und ich mich auch. Auf den 10. August.
(passend zum kicker: Einträge ohne Link, Bild, Video sind ja sowas von oldschool.)
Man kann es fast hören: Eins! Nuuuuulll! Danke! Bitte!
Das Zwickauer Westsachsenstadion gleich neben dem Nou Camp – danke für die Fussballtempel, Reinaldo Coddou.
Bayern-Stars für Live Earth ungeeignet
20. Juli 2007 in Fußball, Fußball Bundesliga und Buntes 2 KommentareHaben die Jungs eigentlich hin und wieder Potenzprobleme? Oder würde ich auch laut Jaaaa! schreien, wenn mir nur jemand die Möglichkeit dazu gäbe?
Das beliebteste Fahrzeug bei den Profis ist der Audi S8, den jetzt acht Bayern-Spieler fahren. Unter anderem haben sich Mannschaftskapitän Oliver Kahn, Miroslav Klose, Lukas Podolski und Ze Roberto das 450 PS starke Geschoss bestellt.
Kraftstoffverbrauch nach 93/116/EG in l/100km städtisch: 19,7 l
CO2-Emissionen (g/km): 319 g/km
Nachtrag 20.7.: Die Gegenbewegung schläft nicht.
Nachtrag 15.30 Uhr: Es ist schon verrückt. Eine Zeitung, die erwogen hatte, die Tour zu ignorieren, dann aber doch einen Reporter schickte und schließlich (abgesehen vom Live-Ticker) endgültig aussteigt, tickert im Internet live über einen Fernsehsender, der von der Tour de France berichtet, weil andere Fernseh- und dazugehörige Radiosender nicht mehr berichten wollen. Und ein Blog schreibt das alles noch einmal auf.
Was fehlt? Genau: der Sport.
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Wer auf Rendite scharf ist, scheißt auf Moral und Ethik. Einem abgenagten und verdorbenen Knochen gleich hebt Sat1 die Tour-de-France-Rechte auf und sendet fröhlich drauflos. In einer halben Stunde gehts los. Ob Thomas Kausch der Moderator ist?
Immerhin gilt nun die ursprünglich nur auf Eurosport gemünzte Feststellung des SZ-Kommentars erst recht:
Tröstlich für eingefleischte Radsportfans: Die Spartensender machen weiter. Weshalb das Peloton endlich dort ankommt, wo es hingehört: auf eine Programmschiene mit Schlammcatchen und Monstertrucks.
Donaueschingen, Sommer 2007, ein ordentliches Hotelzimmer. Auf dem penibel gemachten Bett liegt ein blonder Mann und denkt nach. Hin und wieder tippt er auf seinem Laptop. Dann denkt er wieder nach. Als eine schüchterne Muse leise anklopft, schreit der Mann JABITTE?, und die Muse verschwindet schnell. Der Mann verfolgt eine andere Taktik: Inspiration durch Motivation. Immer wieder flüstert er ‚Denk nach, Olli, denk nach, du kannst es, du schaffst es, denk nach!‘ Dann tippt er wieder. Es riecht nach Zeitgeschichte. Hier entsteht etwas ganz Großes.
Sehr verehrte Leser! Liebe Leser! Hallo! Hi! Guten Tag!Menno, wie soll ich bloß anfangen?
Ein Oliver Kahn begrüßt Sie.
Die Nummer 1 Der weltbeste Torhüter Der Panther Der Kahn Olli Ich bin geboren worden. Früher. Heute bin ich der Oliver Kahn.
[Pinkelpause]
Wer ein Oliver Kahn sein will, braucht diese Leidenschaft, diese Besessenheit immer um Titel zu spielen und einfach nicht zufrieden zu sein, wenn es zu keinem Titel gereicht hat. Dideldadeldumm, mir fällt jetzt nix mehr ein
[Training]
Dieser Ribery, dieser Sack, wenn der mir nochmal die Kappe von der Omme schlenzt, dann mach ich den kalt, diesen vernarbten Froschfresser! Zum Schluss möchte ich natürlich nicht vergessen, euch für euren super Einsatz bei den Obay-Auktionen zu danken.
(Kleiner, feiger Disclaimer: So eine Vorlage musste einfach verwandelt werden. Ich werde jedoch einer der ersten in meiner kleinen Stadt sein, die Kahns Buch kaufen und lesen werden. )
Nachtrag 19.7.: Die SZ hat sich auch mal in den Kahn reingeversetzt.
