Wasserspringen besonders gefragt

Besonders gefragt waren wie üblich die Eröffnungs- und Schlussfeier sowie Basketball und Wasserspringen.

Häh? Wasserspringen? Gut, man sieht wohlgeformte Menschenleiber, nahezu unbekleidet, die mögliche eigene Kindheitstraumata namens Zehnmeterbrett oder Bauchklatscher unter Zuhilfenahme von allen erdenklichen Verrenkungen optisch heilen können. Vielleicht ist es auch heiß, und die Zuschauer erhoffen sich, alle anderthalb Minuten ein paar Spritzer feinstes chinesisches Chlorwasser abzubekommen.

Wahrscheinlich ist es aber nur der Wellness-Faktor, der die Sportophilen aller Welt zum Wasserspringen treibt: Regelmäßige Wasserplantschgeräusche, dazu im Hintergrund das permanente akustische Grundrauschen der chinesischen Hauptstadt, Augen zu – und schon zwei Qualifikationswettkämpfe genügen, um den Olympiabesucher so erholt wie sonst nur nach einer halbstündigen Erotikmassage wieder ins Pekinger Getümmele ziehen zu lassen.


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