Archiv für Mai 2007

Doping des Tages

Offenbar Rotwein:

Ich war immer stolz auf die Tätigkeit in der Fisa.

(Fifa-Ehrenmitglied MV jüngst in Zürich. Prost!)

Unwichtiges

Ich habe meinen Bildschirm jetzt im rechten Winkel zum Fensterlicht stehen. Meine Busfahrkarte habe ich heute zweimal benutzt. Der Kleinste schläft in der Krippe nur ungern. Regelmäßig Cola zum Mittag bekommt mir nicht. Erik Zabel hat die zweite Etappe der Bayern-Rundfahrt gewonnen. Mein Unterhemd ist ganz schön eingelaufen. Muss unbedingt zum Frisör. Brauch jetzt Kaffee. Gähne gerade. Leise, natürlich. Trotzdem.

Sport im Juni

Am 2. und 6. wird vorentschieden, welche europäischen Fußball-Nationalmannschaften in einem Jahr den Nachfolger Griechenlands küren dürfen. Überraschungen zeichnen sich nach der ersten Quali-Hälfte bislang nicht ab.

Vom 10. bis 17. fahren unsere lieben Profi-Radler durch die schweizerische Dauphiné. Letzter deutscher Sieger war übrigens Udo Bölts. Mein‘ ja nur.

Am 17. dann Formel 1 mit dem Kleinen Preis der USA in Indianapolis. Fragt sich, ob bis dahin nach Frührenten-Mike auch der Loser-Schumi raus ist.

Ab 25. lesen wir von Erdbeeren, heilig, weißen Klamotten, Sahne und Rasen – und wissen, es wird Tennis in Wimbledon gespielt. Die lange Zeit große deutsche Nachwuchshoffnung Anna Lena Grönefeld wird wohl auch wieder mitspielen, obwohl sie andauernd verliert – offenbar sogar ihre Nerven: Die offizielle Homepage, die sie (wie hier unschwer zu erkennen ist) in einem im Vergleich zu heute vorteilhaften Äußeren zeigen, ist derzeit forbidden.

Dann noch Segeln. So ein Blog kann ja manchmal auch sehr lehrreich sein, und so lernte ich heute, dass Cascais nicht nur eine portugiesische Kleinstadt links neben Lissabon, sondern ab 28. auch Anlaufhafen für die Segel-WM ist.


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San Marino verzichtet lässig auf seinen Besten

Das ist eine Frechheit! Die San Marinaden Mariniker Marinos Marinesen lassen überheblicherweise ihren Kapitän und Toptorjäger Andy Selva in Italien, damit der dort um den Einzug in die Serie B kickt. Offenbar hat man Selvas Dienste nicht nötig, geht es in der EM-Quali doch nur gegen Deutschland.

Was lernen wir daraus? Auch das Nationalteam von San Marino hat einen Toptorjäger. Und das DFB-Team wird anscheinend in Gegenden, wo die WM 06 nicht im Fernsehen liefen, immer noch unterschätzt.

Fairer Fußball


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Na, gefällt der Fußball? 25 Euro übrig? Und Faible für fairen Handel?

Dann mal beim größten Fair Handelshaus Europas vorbeigeschaut und einen Ball erworben. Die Pillen stammen zwar wie ein Großteil ihrer runden Kollegen aus der Mutterstadt des Fußballs, werden aber offenbar vernünftig gehandelt.

Damit lässt es sich doch auf einem vermatschten G8-Protest-Camp wunderbar pc in den Tag hineinkicken. Reiche und technisch etwas versierte Globalisierungskritiker können mit einem gut aufgepumpten Ball sogar die Verbotszone vor der Mauer überwinden und mit einigen Roberto-Carlos-Gedenkfreistößen ihren Unmut in die Verbotene Zone hineinschießen.

(Damit das klar ist: Das habt ihr nicht hier gelesen.)

Zahl des Tages: 206

Wenn diese Frau auf einen unschuldigen, gelben Filzball eindrischt, dann macht der, dass er wegkommt. Logisch. Der Ball erreicht dann Geschwindigkeiten, die zumindest mir auf der Autobahn hin und wieder schwitzige Hände bescheren.

Kleine Inspiration

Hallo Boulevard! Wenn du nach dem peinlichen nur-6:1-Sieg (Tore: Mertesacker (3), Schneider, Lehmann, Trochowski) gegen San Marino am Sonnabendabendabendabend noch eine druckerfarbenverschwendende Schlagzeile suchst, greif doch bitte mal die Idee eines Wortistik-Kommentators auf und tittele titele doch mal in etwa so:

Schock! DFB-Stürmerflaschen von Mirokolose befallen!

Danke.

Mit Spuren von Konfetti- und Sektduschen

Lecker. Klebriges Parkett zu verkaufen!

Richtig, die Waltraud und ich, wir überlegen schon lange, unser Wohnzimmer-Traum aus Eiche gegen etwas, na ja, Modernes auszutauschen. Neulich – und jetzt muss ich doch schmunzeln – habe ich sogar heimlich eine Liwwingäthohm gekauft, wegen der Inspiration.

Was anstelle des Familientraditionspersers aufn Boden kommt, wissen wir seit heute genau: Parkett. Wo ich doch so mitgefiebert habe bei der WM. Also, wünscht mir Glück!

Euer Jupp Kasuppke.

ps. Kleiner geht auch.

Die Nachspiel-TV-Tipps zur Wochenmitte

Natürlich Doping.

Wir beginnen mit dem WDR. Der harte, aber faire Herr Plasberg plaudert ab 20.15 mit einer ehemals magersüchtigen Leistungssportlerin, einem Sänger, Ex-VW-Vorstand Klaus Kocks, einem Kapuzinermönch und Marijke Amado (fragt nicht, warum) zum Thema Die gedopte Gesellschaft – Wenn der Zweite schon Verlierer ist!

Ab 22.15 dann rüber zu Phoenix, wo die bei diesem Thema unvermeidlichen Werner Franke und Hajo Seppelt mit Clemens Prokop (DLV-Präsident), Armin Baumert (NADA), Jens Steinigen (Biathlon-Olympiasieger 1992) unter dem zu Recht schon bekrittelten Titel Weltmeister im Doping – Ist der Sport noch zu retten? Gedanken austauschen.

Schließlich zu Zapp gezappt. Ab elf rücken öffentlich-rechtliche Reporter einer öffentlich-rechtlichen Reporterin auf ihren schwimmgestählten Leib: Kristin Otto. Außerdem gehts um die Kumpanei zwischen Sportlern und Sportjournalisten. Mal sehen, wie weit die bislang schon ausführliche Medienkritik noch ausgedehnt wird.

Ego-Shooting

Zurück

Da ist es wieder, das Sportnetzwerk. Gut so, gibt es doch viel zu berichten und diskutieren zurzeit.