Archiv für März 2007

Die Steaks können noch‘n bisschen …

Also ich wüßte ja gerne mal, wie viele Fußballfans sich heute ihren Fernseher in den Garten zurren und während des Angrillens Schalke beim Lederhosenrunterziehen zusieht. Drei kenne ich schon, von weiteren vieren hörte ich.

Ein schöner deutscher Tag.

Silber für Vroni Graf

Heute großer Beidergeburtvertauscht-Tag beim Nachspiel! Aus aktuellem Anlass:


Annika Lurz

Steffi Graf

Veronica Ferres

Britta Steffen

EM-Quali: Halbzeitbilanz

Gestern wurde sich ein bisschen weiterqualifiziert. Und es gibt aus den Spielen und auch den Trainingseinheiten in den vergangenen Tagen eine Menge Erkenntnisse, die wir ziehen konnten:

Gruppe A: Aserbaidschan gewinnt gegen Finnland. Die Suomis folgen zusammen mit Serbien und Portugal (alle 11) den leicht entfleuchten Polen (16, 1 Spiel mehr (+)).
Gruppe B: Die Färöer-Inseln schießen in Georgien ihr erstes Quali-Tor. Davor ein spannender Vierkampf zwischen Frankreich, Schottland (1+), der Ukraine (alle 12) und Italien.
Gruppe C: Norwegen (7) wahrt sich durch das Remis gegen die Türkei (13) den Chancenhauch. Griechenland (12) mit acht Treffern der torärmste Zweite aller acht Gruppen.
Gruppe D: Irland (2+) entpuppt sich als dritte Größe neben Tschechien (1+) und Deutschland (alle 13 Punkte). Die Löw-Adler mit der besten Tordifferenz aller Gruppen.
Gruppe E: Auch hier noch ein Vierkampf: Kroatien (13, 1-) vor Israel, England (beide 1+) und Russland (alle 11). Estland bleibt torlos. Russland kassierte nur ein Gegentor in fünf Partien.
Gruppe F: Liechtenstein gewinnt gegen Lettland. Für Nordirland (13), Schweden (12), Spanien (9, beide 1-) und Dänemark (6, 2-) ist noch alles drin.
Gruppe G: Niederlande recht sicher (14, 1+) in der Balkan-Gruppe, dahinter Rumänien (11). Bulgarien (9) patzte gegen Albanien und muss sich noch Weißrusslands (7) erwehren.

Die Favoriten alle noch irgendwie dabei, Italien, England und Spanien mit Bibbersiegen. Überraschend für mich die starken Polen und Griechen, auch Israel hätte ich in dieser Gruppe nicht so weit vorn erwartet. Der nächste Euroqualidoppelspieltag dann am 2. und 6. Juni. Im übrigen sind Trainer nicht dazu da, anderen Trainern zu gefallen.

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Und morgen …

… würde ich dann gerne ein paar Statements von Herrn Olsen und den vorabenttäuschten Zuschauern hören oder lesen, wenn die deutsche B-Auswahl heute Abend gegen Dänemark in Duisburg ein Fußballfeuerwerk entflammt.

Aber nur dann.

Nachtrag: Also dann nicht.

Big Brother im Warteraum

Da hat der Boulevard schon recht: Es ist ein Skandal.

Ich habe mir das Video, dass die ukrainische Schwimmerin Katerina Subkowa und ihren Trainervater bei einer sehr handgreiflichen Aussprache zeigt, jetzt mehrmals angesehen. Viel Unschönes, da stimmt nichts zwischen den beiden, das steht mal fest.

Was ich nicht gesehen habe, ist das, was Bild heute suggeriert.

Plötzlich holt der Mann mit der rechten Hand aus, schlägt brutal zu.

So wird ungeschickterweise gerade die Szene untertitelt, in der Michail Subkow sich mal verteidigt. In den Kommentaren unter dem youtube-Video steht, dass die ganze Szene knapp sieben Minuten lang sein soll. Wenn es denn noch schlimmere, den Begriff prügeln aber erst rechtfertigende Bilder gibt: Welchen Grund gibt es, diese nicht zu zeigen?

Der Skandal ist für mich aber nicht dieses Video. Und auch nicht, dass die ehrwürdige Esszett das Video mal ganz locker einbindet. Auch bei Sky News ist es schon zu finden – sie nennen es übrigens Tätlichkeit.

Viel beunruhigender finde ich die Unsitte, Fernsehkameras in die wenigen Räume zu hängen, die Leistungssportler und ihre Trainer vor wichtigen Wettkämpfen unbeobachtet sind. Und ich rede noch gar nicht mal von Fußballern oder NBA-Basketballern, die unbedingt in ihren Kabinen belästigt werden müssen, die bekommen genug Schmerzensgeld. Aber für mein Verständnis geht diese Art von Überwachung zu weit. Das ist durch kein öffentliches Interesse zu rechtfertigen, nur durch Sensationsgier.

Und das Argument, man könne somit die körperlichen Züchtigungen von Trainern im Leistungssport bekämpfen, weil sich niemand mehr sicher sein könne, auch nicht die Prügel-Proletarier aus dem Ostblock, nicht dabei beobachtet zu werden; dieses Argument ist Big Brother.

Der DFB und seine neue Fußball-Community


screenshot_fussball.de

Arne Jens vom footage-Magazin meckert über die neue Community bei fussball.de, dem offiziellen DFB-Ergebnisportal. Das wurde jüngst aufgefrischt, „das Resultat ist ein Debakel“, so das Jens’sche Fazit.

Mal sehen:

  • Langweiliges Design. Hmm, stört mich auf einer Fußbalergebnisseite nicht.
  • Tote Links. Habe ich auf die Schnelle nicht entdeckt.
  • Unstete Navigation. Allerdings ein Problem, die Navi hüpft immer gerade dahin, wo offenbar gerade noch Platz war.
  • Komplizierte Suchfunktion. Hmm, bei mir ging es, ist eben ne normale Websitesuche. Hängte sich aber bei zwei von vier Versuchen auf.

Der Autor folgert:

Wenn hier eine lebendige Community entsteht, dann nur weil ein überdimensionales Marketingbudget den einen oder anderen gesunden Menschenverstand mürbe machen kann.

Mag sein. Ich möchte dem aber noch hinzufügen „… und weil es um Fußball geht.“ Das Portal hat den großen Vorteil des täglichen Brots, sprich der Ergebnisse und Tabellen aller Ligen bis zu zur Kreisklasse, bis zu den Alten Herren, bis zu den F-Junioren.

Jedes Spiel kann kommentiert und mit Foto versehen werden, Videos irgendwie auch, der ganze neue Krams eben. Das eigentliche Problem: Eine 2007 neu gestartete Fußball-Community muss der heißeste Scheiß des ganzen Planeten sein, um einigermaßen in Schwung zu kommen. Isser aber nich. Jede Liga hat mittlerweile zweieinhalb eigene Portale, viele Vereine Homepage, Forum und Gästebuch. Warum also noch beim DFB mitmischen, könnte sich noch der hartkernigste Fan fragen, warum noch ein Profil, ein Blog, ein Video hochladen oder Kontakte knüpfen. Warum?

Dementsprechend auch die Resonanz bis jetzt: Kommentare zum Spiel bislang nur in der Bundesliga (wobei ich nur ein paar Stichproben gemacht habe), im jetzt-online-Modus waren zur Mittagszeit zwei Berliner – wenn denn die Suche richtig funktioniert. Das ist für DFB und Telekom und deutscher Fußball und so (von den geflossenen Geldern ganz zu schweigen) miserabel – selbst nach nur zehn Tagen online. Da sind der Herr Bierhoff und sein Arbeitgeber vielleicht dann doch ein Quantum zu spät aktiv geworden.

Symbolisch der Satz, den T-Com Chef Timotheus Höttges beim Start der Community verheißungsvoll der deutschen Fußballgemeinde zuraunte:

Web 2.0 kann der neue Megatrend im Internet werden.

Schön möglich, Herr Höttges, schon möglich.

Nachricht ≠ Neuigkeit

Liebe Sachsen: Dass man in der DDR besseren Fußball gespielt hat, weiß die Republik aber schon seit einem dreiviertel Jahr.

Free the Sellerie!

Zeiten ändern sich. Und wieder ist England das Mutterland. Statt prollige Bierbecher oder noch prollerige Golfbälle durchs Stadion zu pfeffern, schmeißen Chelsea-Fans ganz gesundheitsbewusst mit Sellerie um sich. Leider jetzt nicht mehr:

An der Stamford Bridge sei der Besitz von Stangensellerie mit sofortiger Wirkung strikt verboten. Wer an der Kasse mit einem Sellerie geschnappt werde, müsse draussen bleiben. Ein Selleriewurf im Stadion selber bewirkt sogar ein Stadionverbot. Tatsächlich hatte der Carling-Cup- Final gegen Arsenal kurz unterbrochen werden müssen, um einen Haufen Sellerie wegzuräumen.

Hanspeter Künzler schreibt – wie der Name schon vermuten lässt – für die Neue Zürcher Zeitung und bezeichnet diese Verbots-Ungeheuerlichkeit zu Recht als Kulturfrevel.

Doppel-X in Hattrick?

Wie gut, dass sowas Gemeines bei Hattrick nicht funktionieren würde. Oder doch? Vielleicht ist die Doppel-X-Strategie in höheren Ligenregionen gang und gäbe. Das werde ich allerdings nie in der Praxis herausfinden. Und jetzt gehe ich mal kurz weinen.

Triple 20, Pferdemuskeln und schwache Schwimmer

Eine Dartpfeilschussanlage im Startbereich der größten Pferderennbahn wo gibt – das sollte zu denken geben. Wenn sich wirklich herausstellt, dass die Wettmafia damit Leistungsblocker verschiessen wollte, sollten alle Startblöcke bei der Schwimm-WM in Melbourne ebenfalls genau untersucht werden.

EM-Quali: Italien, Spanien und England bibbern

Morgen wird sich weiterqualifiziert. Und es gibt sie wieder, die Fragen, die sich stellen. Von ganz alleine:

Gruppe A: Im direkten Duell zwischen Serbien und Portugal (je 10 Pkt.) entscheidet sich, wer die Gruppenanführer Polen (13, ein Spiel mehr) und Finnland (11) verfolgt. Belgien so gut wie aus dem Rennen.
Gruppe B: Die Ukraine (gegen Litauen) und Italien gegen Schottland suchen den Anschluss an die Spitze mit den Schotten und Frankreich (je 12 und ein Spiel mehr). Die Färöer-Inseln als einziges Team neben den Esten noch ohne Tor.
Gruppe C: Die Türkei noch verlustpunktfrei (12) mit einem Heimspiel in Frankfurt/Main gegen Norwegen (6), die sich bei einer Niederlage schon fast von der EM verabschieden können. Griechenland (9) muss auf Malta gewinnen.
Gruppe D: Irland (10, ein Spiel mehr) empfängt die Slowakei (9). Wer kann an den tschechischen Altstars (10) vorbeiziehen?
Gruppe E: Israel und England (je 8 Pkt.) können gegen Estland und Andorra ihre Bilanz aufhübschen. Denn auf EM-Kurs kicken eher Kroatien (13) und Russland (11).
Gruppe F: Gipfeltreffen Nordirland (10) gegen Schweden (verlustpunktfreie 12). Spanien (6) muss gegen Irland Island gewinnen.
Gruppe G: Niederlande (11, ein Spiel mehr) in Slowenien, Bulgarien (8) gegen Albanien und Rumänien (8) gegen Luxemburg – eigentlich drei klare Kisten.

Der nächste Euroqualidoppelspieltag dann am 2. und 6. Juni.

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