Viermal dösige Gemütlichkeit


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Früher war nicht alles besser. Skispringen im Fernsehen aber schon. Die Vierschanzentournee war ein Medienereignis, jedoch auch immer noch eine Sportveranstaltung. Lief es gut für deutsche Springer, gab es jubelnde Athleten und überschwängliche Kommentare. Mehr nicht. Lief es schlecht, konnte das monotone Anlauf-Sprung-Landung-Anlauf-Sprung-Landung wenigstens noch als Beruhigung für die hektische Zeit um Silvester dienen.

Dann mussten plötzlich teure Senderechte refinanziert werden. Heute schiebt der Kommentator dann und wann launige Gewinnspielchen ein, und über die Schanzensilhouette huscht mitten in der ewig langen Übertragung plötzlich ein Werbefenster. Läuft es gut für deutsche Springer, spielt die Fernsehnation verrückt, läuft es – wie jetzt gerade – schlecht, stören immer noch unzählige Verbraucherinformationen die dösige Skisprung-Gemütlichkeit.

Pech nur, dass statt Winterwunderland nur verregnete Nebelschanzen zu sehen sind, dass der Wind weht und ein achter Rang als Gottes Fingerzeig vermarktet werden muss. Wer will das schon sehen.

Aber das Fernsehen reagiert: Man wolle in Zukunft weniger bezahlen für die TV-Rechte, hieß es jüngst. Dass dann auch das Brimborium drumherum verringert würde, sagte das Fernsehen allerdings nicht.

Mir aber auch egal. Ich ziiiiiiiiieeeeeeeeeeehhhhhh online.


1 Antwort auf “Viermal dösige Gemütlichkeit”

  1. 1 Skispringen 10. Dezember 2007 um 18:25 Uhr

    Jaaa! Jetzt geht´s wieder los. Ich freu mich schon wahsinnig dass diese alte Schanze wieder weiß wird… ;-) Grüße, Tim

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