Archiv für Dezember 2006

Geht nur noch diese Woche

Sport-BZ kaufen.

HSV Edition

10 von 15 Artikel des Sport-Ressorts des citizen-journalism-Vorzeigeprojekts Readers Edition drehen sich um den Hamburger Sportverein.

Fans wehren sich gegen Schmierfinken

Dank Express kein „Nachspiel“ mehr? Das möchte ich mal sehen …

Trotzdem: Der Gladbacher Boulevard ist auch nicht besser als andere.

Alles außer Fußball .17

Ein Ex-Tennis-Superflegel kümmert sich heute als Nonne um krebskranke Kinder. Ein Inder glaubt, dass China mehr in den Sport investiere als Indien in seinen Verteidigungshaushalt. Universum und Arena boxen sich um einen vorbestraften Schweriner. Außerdem: Andreas Goldberger möchte springen und sprechen.
Und ich zitiere Jens Weinreich:

Karen König, die von NOK-Verantwortlichen und deren Presseherolden oft denunziert wurde, ist die eigentliche Heldin.

Dunkelhäutige titulieren rechtsextreme Spieler als Zigeunerpack

Aus der Abteilung Was so ein Rechtschreibfehler der Nachrichtenagentur manchmal alles anrichten kann:

Es ist unerträglich, wenn ich hören muss, dass dunkelhäutige Spieler beleidigt werden oder rechtsextreme Spieler und Fans als ‚Zigeunerpack‘ oder ‚Judenpack‘ titulieren oder Polizisten nach Fußballspielen angegriffen werden.

(hier und hier und hier und sogar hier gelesen, hier, hier und hier besser gemacht)

Ach du Schreck!

Jetzt reichts: Erste Tote beim E-Sport zu beklagen!

Alles außer Fußball .16

Das 100. Berner Eishockeyderby soll den Openair-Europarekord brechen – im Wankdorfstadion. Günther Jauch fährt betrunken Formel 1. Außerdem: Das Neue Deutschland kennt schon jetzt den künftigen Deep-Fritz-Besieger.
Und ich zitiere Mike D‘Antoni, NBA-Coach der Phoenix Suns:

Das war eines der besten Spiele, die ich je gesehen habe.

Frage an alle Auskenner

Warum sehe ich manche Blogposts bei bloglines erst mehr als zwei Tage nach Veröffentlichung? Das ist ja fast wie bei ’ner Zeitung.

Deutschland – Ein Gummibärchen

Aus aktuellem Anlass jetzt mal ein einfacher Rückverweis.

Zwischenruf

Wenn Werder Bremen im Nou Camp nach nicht mal 20 Minuten 0:2 zurückliegt, ist das schlecht. Sollten sie aber Barcelona dennoch noch aus der CL schmeißen können, haben sie es in Europa endgültig geschafft.

… später

Haben sie aber nicht. Scheiße.

Der ultimative Ball-Test


foto_kuszawski@flickr

Es gibt zwei Sorten von Menschen.

Die einen wissen, dass RUND nicht nur ein Adjektiv ist, sie können Effet richtig schreiben und aussprechen, haben mindestens einmal in ihrem Leben versucht, zu jonglieren, wissen um die Tücke einer scharf geschossenen und angeschnittenen Gummipille, waren in Physik natürlich beim Thema Ballistik am besten, haben immer – und ich meine immer - etwas zum Kicken im Kofferraum; sie imitierten in frühester Jugend ein WM-Elfmeterschießen mit einem Tischtennis, dem eigenen Zeigefinger und einem gegnerischen Spielzeugindianer und demonstrierten auf dem Schulhof Dreier-Angriffssysteme mit zusammengeknülltem Pausenbrot-Alupapier, sie betrachten Papierkörbe als Wurfherausforderung sowie sportspielende Kinder als Geschenk des Himmels an entwöhnte Erwachsene, und sie können sogar Baseball, Billard, Frauenbrüsten und Murmeln im Hinterhof etwas abgewinnen – weil es mit Kugeln zu tun hat.

Mehr oder weniger.

Die anderen haben manchmal, aber nicht immer Frauenbrüste, sie werfen einen Fußball und treten einen Volleyball, können stundenlang Leichtathletik, Turniertanzen und Schwimmen im Fernsehen ertragen, sind vielleicht Anhänger von Motor-, Kraft- oder Denksport, manchmal sportophob, aber immer Balldeppen; ein Pass ist für sie ein Personaldokument und kein sportliches Kunstwerk, sie haben noch nie eine Apfelsine für ein spontanes familiäres Tischhockeyturnier missbraucht oder großartig Lust beim Formen und Gebrauchen eines perfekten Schneeballs verspürt, sie mögen Ecken und Kanten haben, dafür aber keine Ahnung von der Göttlichkeit eines Roberto-Carlos-Freistoßes, eines Streetball-Alley-Hoops, eines doppelten Kempa-Tricks, eines Hole-in-ones beim Ryder-Cup oder Matchball-Asses in Wimbledon; sie würden nie auf die Idee kommen, ein schlichtes Spielsportgerät zu streicheln oder mit ihrem Streichelpartner beim Nachmittagskick im Reihenhausgarten zu trashtalken.

Und glaubt mir: Das macht Spaß und ersetzt anderthalb bis zwei ausgewachsenen Ernst-Streitereien.

Der ultimative Test, die eine von der anderen Sorte zu unterscheiden, ist eigentlich ganz einfach: Beobachten Sie den Probanden heimlich beim Kaugummi-Entsorgen. Wenn Sie ihn – wie ich heute in der Fußgängerzone – dabei erwischen, wie er den ausgelutschten Kauer intuitiv in hohem Bogen gen Himmel spuckt, dann den perfekt zwanzig Zentimeter vor ihm Hinabsinkenden phantastische drei Mal (rechts-links-rechts) mit dem Sneakers-Vollspann jongliert, nur um die virtuose Vorlage schließlich kraft- und kunstvoll in das fünf Meter entfernte und völlig leere Buswartehäuschen zu dreschen – dann wissen Sie schon Bescheid.

Und cool, wie er war, hat er anschließend auf jegliche Jubelei vollkommen verzichtet. Wahrscheinlich hätte er lieber noch einen ordentlichen Keeper als Gegner gehabt.