Der Sport ist nicht besser und nicht schlechter als die Gesellschaftsordnung, der er entstammt und für die er einen Ausgleich darstellt. Man kann sie nicht bejahen und ihn verneinen. was der einen recht ist, ist dem anderen billig. Sie gehören zusammen. Seine Rekordsucht ist ihre Rekordsucht. Man wird ihn nicht ändern, ohne den Mut und die Kraft zu haben, auch sie zu ändern. Er ist ihr Gegenbild, und das Urteil, das ihn verdammt oder bewundert, verdammt oder bewundert auch sie.
(Zitat aus Helmuth Pleßner: Die moderne Gesellschaft und der Sport. Deutsche Universitätszeitung, Göttingen, 1952.)
Das geht an alle Professoren, Lehrer und Eltern, die die Gewalt in Stadien kopfschüttelnd verdammen, sich aber nicht ausreichend um ihre Studenten, Schüler und Kinder kümmern. Denn es sind ihre Studenten, Schüler und Kinder, die jetzt oder in ein paar Jahren als Sportfan getarnt Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in die Stadien der Republik tragen.
Ob heute nun irgendeine task force gegründet wird oder nicht. Ob nette Transparente am Zaun hängen oder nicht. Ob die siebenunddreißigste Aktion gegen Gewalt initiiert wird oder nicht. Das ist alles gut und richtig, und es wäre eine Unterlassungssünde, gar nichts zu tun. Aber es geht um den Mut und die Kraft, die Gesellschaft zu ändern. Und die fängt bei einem selbst an, bei der Familie, in der Schule, an der Uni, in der U-Bahn, in den Stadien, in den Medien.
Denn aus den Stadien können faule Gesinnungen verbannt werden, irgendwie, irgendwann. Doch was hilft es, wenn sie sich die nächste Spielwiese zur Entfaltung suchen?
wir versuchen mit der deutschen fan-meisterschaft unseren beitrag zu mehr kommunikation und verständigung zwischen den fan-gruppen zu leisten.
wer sich kennt wird sich hoffentlich weniger aggressiv begegnen. vielleicht kann das ein stück helfen.
gruß agen www.fan-meister.de