Archiv für Oktober 2006

Ach

Höhepunkte der Sportgeschichte

Sind bei Bild alle plemplem?

Herr Westgate: Was für ein miserables Pseudonym! Und was für ein miserabler Text. Heuchlerisch. Voller Kaffeetantenmoral. Und Unwissen darüber, dass ein alter Fußballtrainer mit der größten Zeitung Europas spielt.

Bald könnt ihr noch nachtreten. Jede Wette, dass Meyer demnächst mal wieder über die Journaille schimpft. Das werdet ihr aber feigerweise nicht drucken. Sondern tief im Schmutz graben.

Alles Gute, Hans.

Nachtrag: Die Club-Fans sehen das ganz ähnlich:

Der 1.FC Nürnberg und seine Fans stehen ganz klar zu Hans Meyer und das wird mit Sicherheit kein Zeitungsfuzzi verhindern können, der in seiner Eitelkeit gekränkt ist, weil er Woche für Woche mit Meyer’s Rhetorik überfordert ist.

Cannabis I

Dass die SG 94´ Hannover Cannabis I nur Sechste der Bundesliga ist, liegt wirklich nur daran, dass die Mannschaft noch kein Spiel absolviert hat und die Konkurrenz aus Hirschlanden und von Wiking Leck wirklich sehr groß ist.

Gut, dass die Ferien auch wieder vorbei sind. Und: Wenn Tipp-Kick einfach wäre, würde es Fußball heißen.

„Was aber ist ein Sportfilm?“

Diplom-Sportwissenschaftler Florian Caspari mit einer kleinen Einführung zum Thema Sportfilm. Zur Abrundung abschließend ein Link zur Sportfilm-Datenbank auf Casparis Seite sportwissenschaften.info.

Und He got game ist nicht der Originaltitel von Jerry Maguire.

Irrelevant

Ab 6.11.: Die Sportzeitung. In der Lufthansa. Aber wer fliegt noch mit Lufthansa.

Auf Wiedersehen, Michael Schumacher

Formel 1 ist ein Sport, der mich nie fasziniert hat. Der Grund: Man sieht den Menschen hinter der Technik nicht. Und das ist sowohl im Wortsinn als auch übertragend gemeint.

Aber nicht nur wegen seiner Sportart hätte ich nie ein Fan von Michael Schumacher sein können. Der Grund: Ich bin schließlich auch kein Fan von unserem Nachbar. Doch außer unendlichen Erfolgen im Beruf unterscheiden sich die beiden kaum voneinander.

Michael Schumacher hatte für mich nichts, weshalb ich mit jemandem fanatisiere. Außer unendlichen Erfolgen. Er war kein totaloffener Celebrity, kein grummeliger Einsiedler, kein bebrillter Feingeist und auch kein sackkratzender Proll. Er ist es auch nicht geworden.

Das bedeutet nicht Langeweile, oh nein. Er hat die Freundin eines Konkurrenten geheiratet, war hin und wieder richtig witzig, konnte das größte Pistenarschloch sein und der schleimigste Dampfplauderer. Begeistert hat mich Michael Schumacher aber nie.

Das liegt vermutlich auch daran, dass ich die Feinheiten des Sports, die subtilen Unterschiede zwischen groß und göttlich nicht erkenne. Ich habe die Formel 1 größtenteils erlesen oder hin und wieder mal auf der Kartbahn nachgespielt – ganze Rennen am Fernsehen sind und waren selten. Carpe diem.

Aber wegen Michael Schumacher ist die Formel 1 ein Sport geworden, den man nicht vernachlässigen darf, ist man für die Dramen des Sports zugänglich. Er war eine Konstante, von dem ganze Handlungsstränge ausgingen, auf dem eine halbe Industrie aufbaute, die immer wieder eine Basis war für alles Neue und Junge in der Königsklasse.

Dem ödesten Nichtüberholrennen konnte man zumindest immer ein „Und wo war Schumi?“ abringen. Den chauvinisten Texaner im Urlaub konnte ich nach einem Grand-Prix-Sieg Schumis in der Bar bei einem bewunderndem „Fuck it, this Meikel Shoemaker is great“ erwischen. Und es gibt Rennen und ganze Weltmeisterschaften, die sind schon ein Dutzend Jahre her. Ich weiß aber noch, was ich dazu getrunken hatte, wo ich gearbeitet habe, welche Farbe das T-Shirt hatte und warum schlechtes Chili und drei Becks auf Ex Todfeinde sind.

Und so bescheuert das jetzt vielleicht klingt: Wenn ich genau darüber nachdenke, bin ich auch ein kleines bisschen froh, dass dem großen Rennfahrer Michael Schumacher in 15 Jahren Formel 1 nichts passiert ist. Das hätte zwar ein Mythos aus ihm gemacht, ihn aber vor einem der größten Herausforderungen bewahrt: Das Leben danach. Ich glaube, ein Michael Schumacher ist schon jetzt ganz heiß darauf, auch diese Aufgabe zu meistern.

Meisterhaft, versteht sich.

Formel 1 ist ein Sport, der mich nie fasziniert hat. Aber eines der vielen Verdienste von Michael Schumacher ist es, Menschen wie mich sanft gezwungen zu haben, sich dafür zu interessieren.

Schweini-Komplex

Oje. Muss man sich Sorgen machen? Wird nach dem portugiesischen Torwart jetzt auch der Trainer Baade einen ausgewachsenen Schweinsteiger-Komplex bekommen?

bilder von torsten frings seiner frau

Nach dieser obskuren Frage die schönste Suchanfrage seit langem. Und natürlich möchte ich sie auch beantworten.

Die Popularitätstreppe – abwärts

Sportreporter bei RTL plus
-Sportchef beim MDR
--Festnahme durch die Anti-Korruptionseinheit der Polizei
---fristlose Entlassung durch den MDR
----Koordination des Unterhaltungsprogramms auf einem Kreuzfahrtschiff

Fehlt nur noch die Autogrammstunde in einem aufgeräumten Baumarkt Ihrer Wahl. Ach, Herr Mohren.

I am the god of hellfire. And I bring you …


via, Fotos

Übrigens (6)

Die Kolumne auf der Homepage von Mainz-05-Trainer Jürgen Klopp nennt sich Kloppolumne.